BASF ist Patenunternehmen

„Jugend forscht“: Die besten Ideen im Bundesfinale

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Felicitas, Larissa und Levin freuen sich, beim Bundesfinale dabei zu sein.

Ludwigshafen – 195 Jungforscher, 113 geniale Ideen und fünf Themengebiete: LUDWIGSHAFEN24 hat eines der Teams beim Bundesfinale von „Jugend forscht“ genauer unter die Lupe genommen.

Zwar werden für die Produktion von Plastik „nur“ fünf Prozent des weltweit vorhandenen Erdöls verbrauch, Felicitas Kaplar (18) ist sich aber sicher: „Irgendwo muss man ja anfangen!“ 

Recht hat sie, finden zumindest ihre beiden Forscherkollegen Larissa Roth (17) und Levin Winzinger (16). Gemeinsam präsentieren sie am Mittwoch ihr Projekt „Pflanzenöl statt ‚schwarzes Gold‘“ beim Bundesfinale von „Jugend forscht“ in Ludwigshafen.

Vor fünf Jahren standen die sympathischen drei zum ersten Mal gemeinsam für ein Projekt im schuleigenen Chemielabor. 2015 sind sie mit einer neuen Idee dann bei „Jufo“ angetreten – und haben es prompt ins Bundesfinale geschafft. 

„Es ist schon was Schönes“, antwortet Felicitas auf die Frage, wie es sich anfühlt, ihr Forschungsprojekt vor der Jury zu präsentieren. Sie hat es mit einem anderen Projekt schon einmal ins Bundesfinale geschafft. Richtig aufgeregt scheinen die drei Bayern aber nicht zu sein. „Wir haben jetzt schon so viel erreicht“, findet auch Larissa. 250 Stunden, meistens an den schulfreien Tagen, eine ganze Menge Hirnschmalz und mehr als ein Jahr wahre Forscherdisziplin haben sie investiert.

Die geniale Idee

Mit viel Rumexperimentieren und wissenschaftlichen Berechnungen haben sie es geschafft, aus pflanzlichen Rohstoffen Ethen und Propen zu extrahieren. Beides sind wichtige Grundchemikalien für die Industrie und werden sonst hauptsächlich aus Erdöl gewonnen. Sogar gebrauchtes Frittierfett, das sonst nur noch in der Mülltonne landet, eignet sich für das Verfahren.

Ihr Projekt könnte auch für die BASF interessant sein, viele der von der BASF verwendeten Materialien basieren auf den Chemikalien, die die drei mit ihrer neuen Methode gewinnen können.

Dass Felicitas und Larissa als junge Forscherinnen beim Bundesfinale eindeutig in der Unterzahl sind, stört das Forscherteam überhaupt nicht. Sie schmunzeln eher über die Journalisten, die gerade aus diesem Grund auf sie zukommen. Man habe schon das Gefühl, dass besonders darauf geachtet würde, möglichst viele Teilnehmerinnen in der Medienberichterstattung zu zeigen, erzählt Levin. 

Klassische Rollenverteilung? Fehlanzeige!

Eine klassische Rollenverteilung zeichnet sich bei den drei Jugendlichen aber nicht ab. Levin sei nunmal eher so der Informatiker, halten sie fest. Im Grunde genommen machen aber alle alles. Sie selbst sehen sich auch nicht als totale Chemie-Nerds. „Wir machen schon auch noch andere Sachen in unserer Freizeit“, lacht Felicitas.

Wie es nach „Jufo“ weitergeht? „Das Projekt ist dann ja nicht vorbei.“, sagt Felicitas und erklärt, dass es auch noch weitere Interessenten gebe und sich eventuell auch Praktika in dem Bereich ergeben würden.

Trotzdem steht für die Elftklässler im kommenden Jahr die Vorbereitung auf das Abitur im Vordergrund. „Wenigstens in der zwölften Klasse muss man ja mal was für die Schule machen!“

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sag

Quelle: Ludwigshafen24

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