„Das ist kein Scherz“

Zwei Zebras, ein Clown und ein Hund: So zirkusreif verlief die ,Safari‘!​

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Kai Lieberwirths und sein Hund Benjiro warten bis die zwei Zebras eingefangen werden

Ludwigshafen-Edigheim - Ein Tag nach der Einfang-Aktion der zwei freilaufenden Zebras sprechen ein Zirkus-Artist und ein Zeuge über die kuriosen Minuten am Sticklerweiher:

Wilde Safari und das mitten in der Stadt!

Hollywoodreife Szenen am Mittwochabend (28. Februar) in Ludwigshafen: Zwei ausgebüxte Zebras brechen vom Circus Baruk aus und flüchten über die Oppauer Straße. Ab 18 Uhr versuchen fünf Polizeistreifen und ein Zirkusclown die Vierbeiner zu finden und wieder einzufangen. 

Zur richtigen Zeit am richtigen Ort

Kai Lieberwirth geht derweil mit seinem Hund Benjiro in der Nähe des Sticklerweihers spazieren. „Plötzlich will mein Hund nicht mehr weiterlaufen“, erklärt Kai am Donnerstag (1. März) im Gespräch mit LUDWIGSHAFEN24. Er dreht sich daraufhin um und entdeckt hinter sich die Zebras. Die Flüchtigen stehen verängstigt auf einer angrenzenden Wiese.

Ein Hund wird zum Held

Kai überlegt nicht lange und lässt seinen Akita von der Leine. Der Hund treibt die scheuen Vierbeiner in die Einbuchtung des Weihers, sodass sie nicht mehr weiterkommen und wegrennen können. 

„Es ist immer dunkler geworden“

Während sich der Himmel weiter verdunkelt und es immer  kälter wird, sieht Kai Lieberwirth, wie ein Bus angefahren kommt. Sofort winkt und hüpft der Hundebesitzer, um auf sich und die wilden Tiere aufmerksam zu machen.

Zum Glück befinden sich im Bus zwei Mitarbeiter des Zirkusses, die langsam zu den misstrauischen Tieren gehen. Auch eine Frau stößt laut Kai zur Gruppe, die umgehend die Polizei verständigt.  

Mit einem Lasso können die Zebras eingefangen werden

Mehrere Streifenwagen mit Blaulicht sind dann gekommen“, meint der Zeuge. Doch die Mithilfe der Polizei ist gar nicht mehr nötig, da laut Kai ein Mann vom Zirkus die Zebras mit einem Lasso eingefangen kann. 

Benjiro besucht ein Tag später die Zebras am Zirkus.

„Zebras geht es gut“

Giovanni Weisheit, Tierpfleger und Artist des Zirkusses, ist ein Tag nach der Einfang-Aktion noch sichtlich mitgenommen. „Uns ist so etwas noch nie passiert“, meint Weisheit im Interview. Eine Zirkusshow sei bereits im Gange gewesen als Unbekannte während einer Pause den Zaun aufgemacht haben sollen. Dabei vermutet er, dass es Tierrechtler gewesen seien, die dem Zirkus damit „Schaden wollten.“

Der Tierpfleger verspricht jedoch, dass es allen Tieren gut gehe, die Zebras seien auch im Zirkus aufgewachsen und sind von klein auf von Giovanni und seinen Kollegen aufgezogen worden. Zudem sagt Weisheit, dass der Zirkus jede Woche vom Veterinäramt kontrolliert werden. 

Ein Clown von uns und ein Mitarbeiter haben geholfen“, erinnert sich Weisheit zurück. Mithilfe von Futter seien die „handzahmen“ Zebras zu den beiden Leuten vom Zirkus gekommen und können so eingefangen werden. In einer Kolone geht es für Polizei, Zebras und Clown zurück zum Circus Baruk.

Und damit endet die Flucht der zwei Zebras

Wir sind sehr froh darüber, dass nichts passiert ist“, meint der Artist erleichtert.

Ein Tag nach der Einfang-Aktion: Die Zebras stehten wieder im Zirkus

jol

Quelle: Ludwigshafen24

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