Flüchtlingskrise

Notunterkunft auf dem Messplatz bezugsfertig

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Auf dem Messplatz geht eine neue Flüchtlingsnotunterkunft in Betrieb.

Ludwigshafen - Die Stadt wappnet sich weiter für die Flüchtlingskrise: Am Donnerstag wird auf dem Messplatz eine Notunterkunft für Flüchtlinge in Betrieb genommen.  

Am Donnerstagmittag stellte Ludwigshafens Beigeordneter und Ordnungsdezernent Dieter Feid die neue Flüchtlingsnotunterkunft auf dem Messplatz vor. 

Die Einrichtung geht noch heute in Betrieb“, erklärte Feid den anwesenden Pressevertretern beim Rundgang durch die Notunterkunft für Asylsuchende. „Die beiden winterfesten Leichtbauhallen sind in Aufenthalts- und Schlafbereich getrennt. Insgesamt können hier 240 Personen unterkommen", führte Feid weiter aus.

Noch am Donnerstag bezogen die ersten Asylsuchenden die sogenannte SOS-Unterkunft – bis Ende der Woche sollen 80 Menschen hier einziehen, die bislang in Zelten an der Blies untergebracht waren (WIR BERICHTETEN). Ein Sozialarbeiter erklärte, dass die Flüchtlinge teilweise beim Einrichten der Unterkünfte mithalfen: „Die Menschen sind froh, wenn sie etwas tun können.“ 

Notunterkunft auf dem Messplatz ist bezugsfertig

Die Arbeiten für die Errichtung der Notunterkunft begannen Anfang Oktober. Feid erinnerte daran, dass eine Vielzahl von freiwilligen Helferinnen und Helfern in mehreren Schichten an zwei Wochenenden insbesondere die Fußbodenkonstruktion der Hallen erstellt hatten. „Im Namen der Stadt danke ich an dieser Stelle nochmals den vielen freiwilligen Helfern, die durch ihren ehrenamtlichen Einsatz die Berufsfeuerwehr und andere hier maßgeblich entlasteten.

Winterfeste Leichtbauhallen, Küchen- und Sanitäranlagen

Die Leichtbauhallen sind jeweils 60 Meter lang und 12,50 Meter breit. Die Wände der Hallen bestehen aus Sandwich-Paneelen, das Dach aus einer leichtisolierten Doppelplane. Der Boden aus Grobspanplatten ist feuchte- und wärmeisoliert.

Neben den Leichtbauhallen beherbergt das abgezäunte Areal zusätzliche „Moduleinheiten“ (Container), in denen Küchen- und Sanitäranlagen untergebracht sind. Der Küchenbereich ist mit Koch- und Spüleinrichtungen ausgestattet. Zudem stehen 30 Kühlschränke zur Verfügung, in denen jede Person ihr eigenes, abschließbares Fach hat. 

Ein weiterer Containerkomplex hat Verwaltungseinheiten, ein Arztzimmer, ein Hausmeisterbüro sowie Aufenthaltsräume und Sanitäranlagen für Sicherheitsdienst und Personal, erläutert Branddirektor Peter Friedrich während des Rundgangs.

Wegen des geplanten Abrisses der Hochstrecke Nord ist die Notunterkunft auf dem Messplatz auf zwei Jahre ausgelegt.

Für die Sicherheit auf dem Gelände ist ein Sicherheitsdienst zuständig. Zusätzlich wurde gemeinsam mit der Polizei ein Konzept erarbeitet, das regelmäßige Streifengänge von Beamten durch die Unterkunft vorsieht, berichtet Feid. Für die Betreuung der Unterkunft ist der ASB zuständig.

1,4 Millionen Euro jährlich

Die Gesamtkosten für die Notunterkunft auf dem Messplatz schätzt der Ludwigshafener Ordnungsdezernent auf 1,4 Millionen Euro pro Jahr. Darin enthalten sind Herstellungs- und Beschaffungskosten (Planungskosten, Erschließung, Außenanlagen, Mietkosten, Hallen, Container, Betten, Matratzen, Schlafsäcke, Kühlschränke, Waschmaschinen, Mobiliar) sowie die erwarteten Betriebskosten (Wärme, Strom, Wasser/Abwasser, Wartung, Reinigung, Entsorgung, Sicherheitsdienst, Betreuung).   

rmx

Quelle: Ludwigshafen24

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