Arbeiten im Zeitplan

Abriss Hochstraße Süd: Lärm wird Belastung für Anwohner – „so laut wie ein Güterzug"

Ludwigshafen – Die Hochstraße Süd ist gesperrt und muss abgerissen werden. Anfang Februar beginnen die fünfmonatigen Abrissarbeiten. Schon jetzt starten die Vorbereitungen – doch sie werden zur Belastungsprobe.

  • Die Hochstraße Süd in Ludwigshafen ist wegen Einsturzgefahr gesperrt.
  • Der Abriss der Hochstraße Süd beginnt Anfang Februar 2020 – Kostenpunkt: rund 15 Millionen Euro.
  • Ende Januar starten die Vorbereitungen für den Abriss. Doch jetzt beschweren sich die Bewohner wegen des Lärms.

Update vom 28. Januar: Vor dem Teilabriss der einsturzgefährdeten Hochstraße Süd in Ludwigshafen schreiten die Vorbereitungen für das Mammutprojekt voran. Die ersten der rund 2.500 Baumstämme für eine aufwendige Stützvorrichtung seien angeliefert worden, teilt die Stadtverwaltung am Montag (27. Januar) mit. Mit dem eigentlichen Abbruch der auf Stützen ruhenden Betonkonstruktion werde wohl im März begonnen. Oberbürgermeisterin Jutta Steinruck (SPD) nennt die Demontage eine technologische Herausforderung: „Der Teilabriss ist ein Kraftakt." 

Steinruck zufolge liegen die Vorarbeiten im Zeitplan. „Es steht aber noch viel Arbeit vor uns", sagt sie. Vor allem für die Anwohner werde es von den Erschütterungen und der Lautstärke her eine Belastung sein. Nach Angaben des Leiters Björn Berlenbach vom Ludwigshafener Tiefbauamt werden die Abbrucharbeiten einen Geräuschpegel von rund 100 bis 105 Dezibel haben: „Das ist etwa so laut wie ein vorbeifahrender Güterzug." Der Teilabriss soll im Juni beendet sein. 

Eine Woche nach Einrichten einer Infostelle nahe der Baustelle in Ludwigshafen hätten sich beim dortigen Ansprechpartner bereits zahlreiche Menschen mit Fragen gemeldet, sagt Markus Lemberger von der Ludwigshafener Kongress- und Marketing-Gesellschaft mbH (Lukom). „Etwa 20 Menschen waren persönlich dort, zudem kamen rund 30 Anfragen per Telefon plus E-Mails". Die Tendenz sei steigend, meint Lemberger. „Viele wollten wissen, was mit dem Beton der abgerissenen Hochstraße passiert." Dafür gebe es bereits einige Interessenten, so Stefan Feldmann vom beauftragten Abbruch-Unternehmen aus Niedersachsen. „Der Beton hat eine super Qualität." Das Holz bleibe möglicherweise in Ludwigshafen.

Ludwigshafen: Abriss Hochstraße Süd – Baustelle wird eingerichtet

Update vom 20. Januar: Heute beginnt die Einrichtung der Baustelle zum geplanten Teilabriss der Hochstraße Süd in Ludwigshafen. Das Abbruch-Unternehmen „Moß“ wird die ersten Baucontainer aufstellen. Der Abriss soll bis Juni beendet sein. Die Kosten für für das gesamte Projekt sollen bei etwa 8,5 Millionen Euro liegen – davon etwa 5,35 Millionen nur für den reinen Abriss. 

Nach Informationen der Stadt Ludwigshafen werden zuerst zwei drei mal sechs Meter große Baucontainer im Bereich der Dammstraße aufgestellt. Ebenfalls werde heute der erste Radlader erwartet. Am Dienstag folgt dann der erste Bagger. 

Die Firma „Moß“ baut zunächst die Fahrleitungsmastern der rnv an der Durchfahrt der Mundenheimer Straße sowie eine Betonwand im Bereich des Faktorhauses ab. Voraussichtlich am Mittwoch sollen die ersten Baumstämme ankommen, mit denen die Hochstraße Süd gestützt werden.

Eine Meldung schockiert viele Pendler in Heidelberg: Die Brücke zwischen Ziegelhausen und Schlierbach muss abgerissen und neu gebaut werden. Eine eigentlich für 2021 und 2022 geplante Sanierung ist damit vom Tisch!

Hochstraße Süd: Baustelleninfo ab Montag besetzt

Update vom 17. Januar: Die Anlaufstelle für Anwohner/innen und Gewerbetreibende zu der Baustelle an der Hochstraße Süd in Ludwigshafen ist ab Montag (20. Januar), besetzt. Vor Ort ist Dieter Jung (53) der Ansprechpartner. Zunächst wird er in der Tourist-Information am Berliner Platz 1 in Ludwigshafen anzutreffen sein. Dieter Jung ist unter ☎ 01520-9272145 und per E-Mail unter jung@lukom.com erreichbar. 

Die Öffnungszeiten der Baustelleninfo Hochstraße Süd Ludwigshafen

Montag

14 - 17 Uhr

Dienstag 

14 - 17 Uhr

Mittwoch

10 - 12 Uhr

14 - 17 Uhr

Donnerstag

10 - 12 Uhr

15 - 18 Uhr

Freitag

10 - 13 Uhr 

Weitere Termine nach Vereinbarung.

Ludwigshafen Hochstraße Süd: Abriss-Maßnahmen schreiten voran – jetzt sogar schneller als gedacht!

Update vom 13. Januar, 15:24 Uhr: Die Einrichtung der Baustelle zum Abriss der Pilzhochstraße beginnt eine Woche führer als geplant. Bereits am Montag (20. Januar) wird das Abbruchunternehmen "Moß" seine Baucontainer in Ludwigshafen aufstellen. Der Hochstraßen-Abschnitt über der Mundenheimer Straße wird dann als erstes abgerissen. Laut der Stadt Ludwigshafen soll Mitte oder Ende März der Teilabschnitt abgeschlossen sein. Danach folgt der Abriss in Richtung Westen bis zur Berliner Straße. Gleichzeitig will die RNV die Oberleitungen einrichten, sodass ab Mai die Straßenbahnen wieder fahren können.

Während der gesamten Abrissphase wird ein Ansprechpartner am Berliner Platz bei Fragen und Hinweisen der Bürger sowie Gewerbetreibenden ansprechbar sein. Er wird sein Büro in der Touristinfo, also in unmittelbarer Nähe zur Baustelle, haben. Alle Informationen, Kontaktdaten und Öffnungszeiten werden zeitnah veröffentlich. 

Abriss Hochstraße Süd: 2.500 Holzstämme sollen Brücke stabilisieren

Update vom 13. Januar, 12 Uhr: Seit 11 Uhr findet eine Pressekonferenz zum geplanten Abriss der Hochstraße Süd in Ludwigshafen statt. Aufgrund einer Erkrankung kann Oberbürgermeisterin Jutta Steinruck nicht daran teilnehmen, doch Björn Berlenbach, städtischer Tiefbau-Experte, und Stefan Feldman von der Abriss-Firma Moß informieren über die Pläne des Abrisses. 

Abriss Hochstraße Süd: Dammstaße muss komplett abgesperrt werden

Wie die „Rheinpfalz“ berichtet, sollen vier Bagger und 10 bis 12 Arbeiter von 7 bis 18 Uhr an der Baustelle arbeiten. Insgesamt erwarte man 25 bis 30 Tonnen Material, das abgetragen werden muss. Für die Dauer der Abrissmaßnahmen müsse zudem die gesamte Dammstraße abgesperrt werden. Eine Zufahrt zur Parkgarage wird es aber geben.

Nachtbaustellen werde es allerdings keine geben! Zudem sollen die Zugänge zur S-Bahn freibleiben, wie Stefan Feldmann erklärt. Nach etwa 45 Minuten ist die Pressekonferenz dann auch schon wieder vorbei. Wenn alles gut läuft, könnten die Stütz-Arbeiten an der Hochstraße Süd noch am 27. Januar beginnen. Etwa 2.500 Holzstämme sollen den Bau dann abstützen. 

Abriss Hochstraße Süd: Pressekonferenz für Montag geplant

Update vom 10. Januar: Wie geplant, soll die Baustelle zum Abriss der „Pilzhochstraße“ am 27. Januar eingerichtet werden. Das teilt die Stadt Ludwigshafen am Freitag (10. Januar) mit. Das Spezialunternehmen Moß beginnt mit den Vorarbeiten. 

Am Montag (13. Januar, 11 Uhr, Besprechungszimmer im Büro der Oberbürgermeisterin) wollen OB Jutta Steinruck, Björn Berlenbach, Bereichsleiter Tiefbau und ein Vertreter des Abbruchunternehmens Moß über die anstehenden Schritte, die Planungen und begleitenden Maßnahmen der Stadt Ludwigshafen zum Abbriss der Hochstraße Süd informieren.

Abriss Hochstraße Süd: Vorbereitungen im vollen Gange – umstrittene Platanen abgeholzt

Update vom 9. Januar: Entlang der Hochstraße Süd heulen am Mittwoch (8. Janaur) die ersten Kettensägenmotoren auf, denn es beginnt die Abholzung der 14 umstrittenen Platanen. Im Zuge der Abrissarbeiten der Hochstraße Süd hätten die Bäume ursprünglich am 16. Dezember gefällt werden sollen, doch dagegen leitete die Stadtratsfraktion „Grüne und Piraten“ rechtliche Schritte ein. Mit einem Eilantrag am Verwaltungsgericht in Neustadt/Weinstraße erhofften sich die „Grüne und Piraten“-Fraktion, dass die 14 Platanen nicht gefällt werden. Dafür erntete die Fraktion von vielen verärgerten Pendlern und Anwohnern Kritik, da das Verkehrschaos durch die Hochstraße-Süd-Sperrung für Frust in der gesamten Region sorgt. Schlussendlich lehnt das Verwaltungsgericht den Eilantrag der „Grüne und Piraten“-Fraktion ab und gibt damit grünes Licht für die Abholzung der 14 Bäume.

Am Freitag (10. Januar) sollen die 14 Platanen dann abgeholzt sein, um Platz für die Baustelle an der Hochstraße Süd zu schaffen. Der Abriss der Hochstraße soll Anfang Februar beginnen und fünf Monate andauern. Insgesamt werden zehn Teilbauwerke mit jeweils 60 bis 90 Meter abgerissen. Nach Angaben der Stadt Ludwigshafen soll das Vorhaben 15 Millionen Euro kosten.

Abriss der Hochstraße Süd: Neue Route für Fastnachtsumzug

Update vom 8. Januar: Seit Monaten sorgt die Hochstraße Süd bei Autofahrern, Unternehmern und Anwohnern für Frust und Ärger. Doch nicht nur sie sind vom Hochstraßen-Abriss betroffen: Selbst der Fastnachtszug 2020 muss umdisponieren und seine Route ändern – ob die närrischen Fastnachts-Fans darüber noch lachen können? Unter dem diesjährigen Motto „Flower Power“ wird der 68. Fastnachtsumzug in Ludwigshafen nicht, wie in den letzten Jahren, am Berliner Platz enden. Stattdessen soll sich der Umzug am Pfalzbau auflösen. Im Interview mit dem Morgenweb sagt der Sprecher der Ludwigshafener Kongress- und Marketing-Gesellschaft Lukom, Markus Lemberger, dass die Zugstrecke zu „95 Prozent“ die gleiche sei, wie in den vorherigen Jahren. So soll der Lindwurm – wie jedes Jahr – um 13:11 Uhr am Goerdelerplatz im Hemshof beginnen und sich von dort in die Innenstadt schlängeln. Ab der Bahnhofstraße wird es dann interessant: Nachdem die Narren die Tribüne passieren und in die Ludwigstraße einbiegen, bleiben sie dann auf der Kaiser-Wilhelm-Straße und biegen nicht zum Berliner Platz ab. Beim Pfalzbau endet der Fastnachtsumzug, wo genügend Busse und Bahnen bereitstehen. Grund für die Änderung der Route ist, dass der Umzug nicht über die Mundenheimer Straße ziehen kann, da diese wegen dem Abriss der Hochstraße Süd dort gesperrt ist. Außerdem fahren vom Berliner Platz seit Wochen keine Straßenbahnen mehr.

Ludwigshafen: BASF pessimistisch bei Abriss der Hochstraße-Süd

Update vom 3. Januar: Angesichts der anstehenden Arbeiten an den maroden Hochstraßen in Ludwigshafen befürchtet der Chemiekonzern BASF gravierende Folgen für den Wirtschaftsstandort. „Die Sanierungsarbeiten an den Ludwigshafener Hochstraßen könnten erhebliche negative Auswirkungen auf die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Ludwigshafen haben", teilt das Unternehmen auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. „Dies gilt sowohl für den Personen- als auch für den Güterverkehr." BASF setze sich dafür ein, alle Kräfte in der Region zu bündeln, um die Metropolregion Rhein-Neckar als attraktiven und wettbewerbsfähigen Wirtschaftsstandort zu erhalten und zukunftsfest zu machen.

Im Februar soll der Abriss eines Teilstücks der Süd-Trasse beginnen. Bereits im Oktober - und damit noch vor den weitergehenden Sperrungen unterhalb des Bauwerks - waren die Probleme mit der Hochstraße Süd Thema im Wirtschafts- und Verkehrsausschusses des Landtages. Damals betonte Wirtschaftsstaatssekretär Andy Becht (FDP), die Metropolregion Rhein-Neckar mit Ludwigshafen sei einer der wirtschaftlichen Motoren Deutschlands. Sollte beispielsweise bei BASF eine Anlage aufgrund fehlender Roh-, Hilfs- oder Betriebsstoffe abgeschaltet werden müsse, ziehe dies in der Regel einen betriebswirtschaftlichen Schaden in Millionenhöhe nach sich. 

Der Chemieriese selbst hat angesichts der Probleme mit den Hochstraßen schon 2017 damit begonnen, eigene Maßnahmen auszuarbeiten, um betriebliche Abläufe zu gewährleisten. Dazu zählen nach Unternehmensangaben mobiles und zeitlich flexibles Arbeiten, die Anmietung von Büroflächen außerhalb Ludwigshafens, die Förderung von Fahrgemeinschaften und die Optimierung der Mobilität am Standort. Einiges sei schon umgesetzt. „Im Güterverkehr werden wir gezwungen sein, Lkw-Verkehre auf die nördlichen Ein- und Ausfahrten des Werks zu konzentrieren und Ladezeiten und -konzepte an die Stausituation anzupassen." Teilweise seien dafür auch Bauarbeiten nötig. „Im Hinblick auf die aktuelle Sperrung der Hochstraße Süd beobachten wir tagesgenau die Verkehrssituation." Nun müssten alle Kräfte gebündelt werden, um die Region als attraktiven Wirtschaftsstandort zu erhalten und zukunftsfest zu machen.

Abriss der Hochstraße Süd: „Ich weiß, dass harte Monate vor uns liegen...“

Update vom 20. Dezember: Die Stadt Ludwigshafen will beimAbriss der Hochstraße Süd keine Zeit mehr verlieren und macht Nägel mit Köpfen: Am 27. Januar 2020 wird die Baustelle eingerichtet, damit der Abriss der berüchtigten Hochstraße Süd endlich beginnen kann. Insgesamt sollen die Arbeiten fünf Monate andauern, die sich aber durch Komplikationen beim Abriss verzögern könnten. Schon jetzt weist Oberbürgermeisterin Jutta Steinruck darauf hin, dass der Abriss der Hochstraße Süd ein schwieriges und langwieriges Unterfangen wird: „Ich weiß, dass harte Monate vor uns liegen, besonders im Bereich der Baustelle. Da reden wir nichts schön. Wir unterstützen, wo wir können.“

Den komplizierten Abriss wird der Abbruchspezialist Moß aus Lingen an der Ems übernehmen. Die zentrale Lage der Hochstraße mache den Abriss sehr schwierig, weshalb die Stadt Ludwigshafen ein Unternehmen mit Erfahrung im Brückenabriss in dicht besiedelten innerstädtischen Bereichen gesucht hat. So soll der Abriss mit modernsten Verfahren unterstützt werden. Die Sicherheit der darunterbefindlichen Infrastruktur, der Anwohner und der Bauarbeiter erfordere besondere Vorkehrungen. Daher soll teilweise mit Drohnen und mit ferngesteuerter Gerätschaften gearbeitet werden. Der Brückenabschnitt über der Mundenheimer Straße wird als Erstes abgerissen. Danach arbeiten sich die Bagger nach Westen und nach Osten weiter vor.

Hochstraße Süd: Abriss der Pilzkonstruktion schon im Frühjahr 2020

Update vom 19. Dezember, 12 Uhr: Jetzt geht mit dem Abriss der Pilzhochstraße in Ludwigshafen doch alles ganz schnell! Nachdem ein Gericht am Vormittag einen Eilantrag gegen Baumfällarbeiten abgelehnt hat, wird die Hochstraße Süd ab Februar 2020 abgerissen. Das teilt die Stadt Ludwigshafen mit. Eine  Baustelle für die Abrissarbeiten soll im Janaur eingerichtet werden. 

Ludwigshafens Oberbürgermeisterin Jutta Steinruck und Björn Berlenbach, der Leiter des Bereichs Tiefbau bei der Stadtverwaltung, wollen am Freitag (20.Dezember, 12:30 Uhr) einen ersten Überblick über das geplante Vorgehen von der Einrichtung der Baustelle bis zum abschnittsweisen Abriss des Brückenteils geben. 

Hochstraße Süd: Gericht lehnt Platanen-Eilantrag ab!

Update vom 19. Dezember, 11:25 Uhr: Das Verwaltungsgericht Neustadt hat am Donnerstag (19. Dezember) den Eilantrag der Stadtratsfraktion der Grünen und Piraten aus formalen Gründen abgelehnt. Das Gericht begründet seine Entscheidung damit, dass die Antragsteller gar nicht befugt sind, das Eilverfahren zu führen: „Die Antragstellerin sei als Stadtratsfraktion auf die rechtliche Wahrnehmung der ihr eingeräumten organschaftlichen Befugnisse im Innenverhältnis zur Stadt Ludwigshafen beschränkt.“ Es stehe der Fraktion aber gar nicht zu, der Stadt Ludwigshafen, die Baumfällungen zu untersagen. Gegen den Beschluss kann am Oberverwaltungsgericht Rheinland-Pfalz Beschwerde eingelegt werden.  

Hochstraße Süd: Morddrohung gegen Grüne/Piraten wegen Platanen-Eilantrag

Update vom 19. Dezember: Nach dem Eilantrag gegen die Fällung von 14 Platanen in der Dammstraße, mit der Grüne und Piraten die Vorbereitungen für den Abriss der Pilzhochstraße in Ludwigshafen verzögern, ist bei der gemeinsamen Stadtratsfraktion am Dienstag (17. Dezember) eine Morddrohung eingegangen. Das bestätigt Fraktionsvorsitzender Raik Dreher gegenüber der „Rheinpfalz“. Man werde Anzeige erstatten, sagt Dreher. 

Der Eilantrag der Fraktion Grüne/Piraten hatte heftige Kritik der anderen Parteien im Stadrat von Ludwigshafen hervorgerufen. „Wenn die CDU davon spricht, dass unsere Fraktion die Stadt in Geiselhaft nimmt, sollte sie sich fragen, was ihr Baudezernent Klaus Dillinger in den letzten Jahrzehnten getan hat, damit die Verkehrsinfrastruktur in Ludwigshafen erhalten bleibt“, wird Dreher zitiert. Am Donnerstag (19. Dezember) will das Verwaltungsgericht Neustadt über den Eilantrag entscheiden. 

Hochstraße Süd: Abriss verzögert sich weiter – jetzt sogar wegen Fake-Eilantrag!

Update, 14:21 Uhr: Am Mittwochmittag sagt eine Jusitzsprecherin des Verwaltungsgerichts Neustadt, dass ein zweiter Eilantrag gegen die geplante Fällung der Bäume in Ludwigshafen eingegangen sei. Absender dieses Mal sei der Bund für Naturschutz und Umwelt (BUND), Verband Rheinland-Pfalz. Doch wie sich wenig später heraustellt, handelt es sich bei dem Schreiben um eine Fälschung. Wie uns Sabine Yacoub, Landesvorsitzende vom BUND auf Nachfrage bestätigt, sei ihre Unterschrift gefälscht worden. Man habe dies dem Gericht bereits berichtet und wolle nun eine Anzeige erstatten. Allerdings macht sich Yacoub nicht viel Hoffnung, dass der eigentliche Absender gefunden wird.

Es ist nicht das erste Mal, dass die Unterschrift der BUND-Landesvorsitzenden gefälscht wird. Allerdings sei der Inhalt solcher Schreiben oftmals seltsam und abstrus und könne daher schnell als Fake erkannt werden. Von dem falschen Schreiben bezüglich der Platanen-Fällung habe Yacoub per Fax erfahren, nachdem das Verwaltungsgericht sie um weitere Informationen gebeten habe. „Es konnte schnell geklärt werden", meint sie abschließend. 

Hochstraße Süd: Abriss-Verzögerung sorgt für Kritik – doch an anderer Stelle geht es voran

Update vom 18. Dezember: Zwar ist die Fällung der 14 Platanen direkt neben der Hochstraße Süd in Ludwigshafen aufgrund eines Eilantrages der Stadtratsfraktion Grünen und Piraten vorerst auf Eis gelegt, doch dafür gehen die Abrissvorbereitungen an anderer Stelle wie geplant voran: Am Dienstag (17. Dezember) wurden von der RNV die unter der einsturzgefährdeten Pilzhochstraße verlaufenden Oberleitungen abmontiert – zunächst jedoch nur an der Unterführung zur Mundenheimer Straße, wie der Mannheimer Morgen berichtet. Laut Bericht soll die Demontage der Oberleitungen im Bereich der Berliner Straße erst im kommenden Jahr folgen. Grund seien ausstehenden Genehmigungen wegen der nahegelegenen Bahnstrecke.

Hochstraße Süd: Abriss-Verzögerung durch Eilantrag – Stadt wehrt sich gegen Vorwürfe

Update vom 17. Dezember, 15 Uhr: Im Zuge der Abrissvorbereitungen der Hochstraße Süd in Ludwigshafen hätten am Montag (16. Dezember) 14 Platanen in der Dammstraße gefällt werden sollen – wäre da nicht der Eilantrag der Stadtratsfraktion Grüne Ludwigshafen und Piraten gewesen, um die Fällung zu stoppen. Die ist nun auf Bitten des Verwaltungsgerichts Neustadt ausgesetzt, die Stadtverwaltung wartet nun auf dessen Entscheidung – und wehrt sich gegen Vorwürfe, bei der geplanten Fällung nicht sorgfältig vorgegangen zu sein.

Von einem „Schnellschuss“ könne in der Sache nicht die Rede sein, heißt es in einer Mitteilung am Dienstagnachmittag. Im Gegenteil – schon unmittelbar nach der Sperrung der Pilzhochstraße am 22. August habe die Stadtverwaltung unterschiedliche Lösungsszenarien geprüft, darunter auch den Abriss des betroffenen Brückenteils. Für die dafür notwendige Fällung der Bäume hatte sich die Verwaltung die benötigte Genehmigung von der Oberen Naturschutzbehörde eingeholt. Darunter die Auflage von entsprechenden und vollzähligen Ersatzpflanzungen.

Doch wieso genau ist die Fällung der 14 Platanen notwendig?

Um sichere Abrissarbeiten gewährleisten zu können, benötigt die Rückbaufirma ein freies Baufeld, auf dem die schweren Abbruchmaschinen in einem bestimmten Arbeitsradius agieren können, um ein Arbeiten in den Baumkronen zu vermeiden. Darüber hinaus muss auf dem Gehweg eine Notzufahrt zu den Häusern in der Dammstraße hergestellt werden. Damit diese für Rettungskräfte uneingeschränkt nutzbar ist, müssen die Bäume gefällt werden. 

Im Interesse der Menschen vor Ort und der Region ist es uns wichtig, so schnell und zielgerichtet wie möglich vorzugehen, damit die Pilzhochstraße abgerissen werden kann und der Bereich wieder für alle gut zugänglich ist. Dass wir dabei sorgfältig vorgehen, ist selbstverständlich, sonst lägen auch nicht die erforderlichen Genehmigungen vor", betont Oberbürgermeisterin Jutta Steinruck. 

Hochstraße Süd: Fraktionen stellen Eilantrag – um Bäume zu retten

Update vom 17. Dezember: „Die Stadtratsfraktion Grüne Ludwigshafen und Piraten ist ausdrücklich für einen schnellen Abriss der Hochstraße-Süd zugunsten eines wieder schnell funktionierenden ÖPNV. Die Notwendigkeit, die 14 Bäume zu fällen, um letztlich die Hochstraße Süd abreißen zu können, sehen wir nicht“, schreibt der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Jens Brückner in einer Mitteilung. 

Er bezieht sich damit auf den geplanten Start der Abrissvorbereitungen für die Hochstraße Süd, für die mehrere Bäume entlang der Straße gefällt werden sollten. Dagegen haben beide Fraktionen einen Eilantrag am Verwaltungsgericht in Neustadt eingereicht. Die Stadt Ludwigshafen hat nun eine Frist zur Erwiderung bis zum 30. Dezember. Um die 14 Bäume zu retten, habe man keine andere Möglichkeiten gesehen, als eine einstweilige Verfügung zu erwirken, heißt es weiter in der Mitteilung. 

Falls es bei der Abholzaktion um den notwendigen Platz für Abrissgeräte und LKW gehen sollte, schlagen wir vor, den Abriss von der anderen Seite der Hochstraße Süd, auf der Höhe der Mundenheimer Straße, quer zur Dammstraße zu beginnen, um dann, statische Möglichkeiten vorausgesetzt, zunächst die Hochstraße in Richtung Konrad Adenauer Brücke abzureißen“, schlagen die Verantwortlichen von Grüne und Piraten vor. 

Hochstraße Süd: Verzögerung ist ein „Schlag ins Gesicht“

Update, 16:10 Uhr: Auch die SPD-Stadtratsfraktion reagiert mit Unverständnis auf den Eilantrag der Piraten und Grünen. „Es ist unverantwortlich so die notwendigen vorbereitenden Maßnahmen zum Abriss der Hochstraße Süd zu verzögern und damit den angestrebten schnellstmöglichen Abriss in Verzug zu bringen. Insbesondere für Straßenbahnen, aber auch für Fußgänger, Rad- und Autofahrer müssen die Querungen durch den Abriss der Hochstraße schnellstmöglich wieder ermöglicht werden. Jede Verzögerung, die durch derartige juristische Spielchen von Grünen und Piraten verursacht wird, ist ein Schlag ins Gesicht all derer, die auf die Querungen angewiesen sind“, erklärt der Partei- und Fraktionsvorsitzende der SPD Ludwigshafen, David Guthier. Vor allem kritisiert Guthier dieses Verhalten, da einstimmig entschieden wurde, dass alle Maßnahmen zum Abriss schnellstmöglich ergriffen werden sollten. 

Die Stadtverwaltung hatte mitgeteilt, dass die Fällung sowohl für die Baustelleneinrichtung unausweichlich ist und außerdem zur Gewährleistung der Feuerwehrzufahrt und der Zufahrt zur Tiefgarage des Moschhochhauses notwendig ist.

Hochstraße Süd: Grüne und Piraten verzögern Abriss

Update vom 16. Dezember: Eigentlich sollten heute die Vorbereitungen zum Abriss der Hochstraße Süd begonnen werden – und zwar mit dem Fällen von 14 Platanen an der Dammstraße. Doch die Stadtratsfraktion der Grünen und der Piraten haben am Sonntag einen Eilantrag an das Verwaltungsgericht in Neustadt geschickt, um das zu verhindern! 

Im Interesse der Sicherheit aller sowie im Interesse der Gewerbetreibenden rund um den Berliner Platz sowie der Nutzer*innen des ÖPNV ist uns an einer schnellen Lösung des Problems gelegen“, erklärt Oberbürgermeisterin Jutta Steinruck, die für die Aktion der Grünen und der Piraten nur wenig Verständnis aufbringen kann. Man werde das Vorgehen der beiden Parteien nun juristisch prüfen lassen und gehe davon aus, dass sich das Verwaltungsgericht in Kürze dazu äußern werde. 

Doch bis dahin wird das Fällen der Bäume an der Hochstraße Süd auf Bitten des Gerichts ausgesetzt. Jutta Steinruck will, dass die Abrissarbeiten so schnell wie möglich begonnen werden, damit Busse und Bahnen wieder fahren und der Bereich rund um den Berliner Platz wieder besser erreichbar ist. 

Hochstraße-Süd: Gesamtkosten könnten bei mehr als 15 Millionen Euro liegen

Update, 20 Uhr: Oberbürgermeisterin Jutta Steinruck hofft auf einen Abriss des maroden Teils der Hochstraße Süd bis spätestens Mitte 2020. Nächste Woche ende die Bewerbungsfrist für Unternehmen, und noch vor Weihnachten gehe die Stadt in die Vergabe, sagt die SPD-Politikerin am Donnerstag während eines Bürgerdialogs. „Im Januar geht es dann hoffentlich los, nach sorgfältiger Planung, weil man nicht einfach abreißen kann, es gibt dort zum Beispiel einen Bahndamm." Die Vorarbeiten seien aber gemacht, so Steinruck. „Ich gehe davon aus, dass es sehr schnell geht." Bis Mitte 2020 soll der Abriss abgeschlossen sein. Die Gesamtkosten werden auf mehr als 15 Millionen Euro geschätzt.

Bürgerdialog zum Abriss der Hochstraße Süd: Stadtspitze steht heute Rede und Antwort 

Update vom 12. Dezember: Im Fall der einsturzgefährdeten Hochstraße Süd in Ludwigshafen informiert Oberbürgermeisterin Jutta Steinruck (SPD) heute bei einem Bürgerdialog mit dem Titel „Nord, Süd? Oben, unten?“ über den aktuellen Stand. An der Veranstaltung in der Rheingalerie von 15 bis 19 Uhr nehmen auch Vertreter der Rhein-Neckar-Verkehr GmbH (rnv) und der Hochschule Ludwigshafen teil. Geplant sind unter anderem Gespräche und Kurzvorträge zur Verkehrssituation. Wer persönlich mit Jutta Steinruck oder Stadtkämmerer Andreas Schwarz sprechen will, kann das in einem 15-minütiges Gespräch tun. Dieses Format nennt sich „Lebendige Bibliothek“. 

Der Stadtrat hat diese Woche den Abriss der maroden Hochstraße Süd beschlossen. Wann genau die Demontage der auf pilzförmigen Stützen ruhenden Straße beginnen kann, ist aber unklar.

Hochstraße Süd: Stadtrat beschließt sofortigen Abriss – so geht es jetzt weiter 

Update vom 9. Dezember: Der Stadtrat von Ludwigshafen hat einstimmig den Abriss der einsturzgefährdeten Hochstraße Süd beschlossen. Bei der Sitzung am Montag beauftragt das Gremium mit großer Mehrheit zudem die Kommune mit der Planung eines Neubaus. Dagegen stimmten Grüne und Piraten. Angesicht der akuten Notlage soll bei einem Neubau auf eine umfangreiche Variantendiskussion verzichtet werden, so Oberbürgermeisterin Jutta Steinruck. Da ein Planfeststellungsverfahren Jahre dauern würde, käme nur ein Ersatzbau und kein Tunnel oder ebenerdige Straße in Frage. Der entsprechende Auftrag könnte möglicherweise noch vor Weihnachten vergeben werden. Im Januar 2020 könnte der Abriss der auf pilzförmigen Stützen ruhenden Straße schon beginnen. Es wird damit gerechnet, dass der Demontage bis spätestens Ende 2020 abgeschlossen sein könnte. 

Nach Angaben von Oberbürgermeisterin Jutta Steinruck (SPD) steht die Finanzierung. Die Gesamtkosten werden auf 15,5 Millionen geschätzt – allein der eigentliche Abriss soll 8,5 Millionen Euro kosten. Mit der ursprünglich ab 2023 geplantenSanierung der Hochstraße Nord soll gewartet werden, bis eine neue Süd-Trasse zur Verfügung steht, wie es am Montag hieß. Beobachter sprachen von einer teilweise emotionalen Diskussion im Stadtrat

Wegen Rissen in der Konstruktion war die wichtige Hochstraße Süd Ende August gesperrt worden. Zuvor rollten darüber täglich etwa 60.000 Fahrzeuge. Am 22. November wurden die Sperrungen ausgeweitet, seither darf unter der Straße kein Verkehr mehr unterwegs sein, was auch Straßenbahnen betrifft. Die Süd-Trasse (B37) gilt mit der ebenfalls maroden Hochstraße Nord (B44) als wichtige Verkehrsachse der Region. Einsturzgefährdet ist dem Vernehmen nach ein etwa 500 Meter langer Teil der Hochstraße Süd. Wegen des Abrisses sei die Stadt im Kontakt mit drei Fachfirmen, hieß es. Angebote könnten zeitnah eingehen.

Hochstraße Süd: So viel soll der Abriss der maroden Strecke kosten

Update vom 5. Dezember: Die Hochstraße Süd soll möglichst schnell abgerissen werden – das ist bekannt. Doch wie viel der Abriss kosten soll, war bislang unklar. Wie „Rheinpfalz“ am Donnerstag berichtet, soll aus einer Kalkulation der Stadtverwaltung hervorgehen, dass der Abriss der Hochstraße Süd in Ludwigshafen mindestens 15 Millionen Euro kosten wird! Der eigentliche Abriss koste 8,5 Millionen Euro, die restlichen 6,5 Millionen werden für ergänzende Arbeiten und Projekte veranschlagt, heißt es weiter.

Am Montag (9. Dezember) wird der Stadtrat Ludwigshafen ab 13 Uhr beraten, wie es mit der Hochstraße und dem Abriss weitergehen soll. Auf dem Programm steht nicht nur die Vergabe des Abrisses und die Planung für die neue Hochstraße. Auch die ebenfalls baufällige Hochstraße Nord und wie sie den gesamten Verkehr zwischen Ludwigshafen und Mannheim in den nächsten Jahren bewältigen soll wird thematisiert.

Hochstraße Süd Ludwigshafen: Wer trägt die Kosten für den Abriss?

Update vom 26. Novemer, 12:14 Uhr: Die Finanzierung für den Abriss und Neubau der Hochstraße Süd ist geklärt! Das teilen Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) und Verkehrsminister Volker Wissing (FDP) am Dienstag in Mainz mit. Bund, Land und Stadt wollen sich die Kosten teilen. Wie viel am Ende auf sie zukommt, steht jedoch noch nicht fest. Was dafür aber feststeht, ist, dass die einsturzgefährdete Brücke so schnell wie möglich abrissen werden soll. „Es besteht eindeutig Gefahr im Verzug", sagt Wissing.

Die Landesregierung habe am Freitag auch erst von der Einsturzgefahr erfahren und stehe in engem Kontakt mit Oberbürgermeisterin Jutta Steinruck, Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) und Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU). Es müsse jetzt noch haushaltstechnische Fragen geklärt und eine Abriss-Statik erstellt werden. Dann gehe es darum, in einem beschleunigten Verfahren so schnell wie möglich Baurecht für einen Neubau der Hochstraße Süd zu bekommen.

„Ludwigshafen ist die Herzkammer unserer Wirtschaft", so Dreyer. Daher müsse alles getan werden, dass der Verkehr möglichst schnell wieder fließen könne. Wissing kündigt an, „die Verkehrsströme mit digitaler Technik so zu leiten, dass die Verkehrsbehinderungen so gering wie möglich gehalten werden". Außerdem sollen die S-Bahnen zwischen Mannheim und Neustadt an der Weinstraße zusätzliche Triebwagen erhalten, um 200 Plätze mehr anbieten zu können. Zusätzliche Züge seien wegen der Auslastung der Strecke nicht möglich.

Bürgerdialog zum Thema Hochstraße: Neues Format und neuer Ort

Das Thema Hochstraße Süd sorgt für Frust und Unverständnis bei Pendlern, Anwohnern und Gewerbetreibenden in der gesamten Metropolregion. Daher lädt die Stadtverwaltung Ludwigshafen zum Bürgerdialog am 12. Dezember in die Rheingallerie, um sich über das Thema zu informieren, zu diskutieren und um sich auszutauschen. Zwischen 15 und 19 Uhr sind verschiedene Vorträge, Themeninseln und persönliche Gespräche geplant.

Bei der Veranstaltung treffen interessierte Bürger auf verschiedene Mitgliedern des Stadtvorstands und Experten aus der Verwaltung. Außerdem gibt es an unterschiedlichen Themeninseln Informationen zum aktuellen Planungsstand der Hochstraße Süd.

Trotz schnellem Teilabriss: Hochstraße Süd frühestens 2030 fertig – Sanierung Hochstraße Nord verschoben

Update vom 25. November, 16:13 Uhr: So schnell wie möglich soll der Teilabriss der Hochstraße Süd erfolgen, um die Sperrungen für den Nahverkehr zu beenden. Das sagt Jutta Steinruck am Montag im Bau- und Grundstückausschuss. Konkrete Gespräche soll es am Dienstag geben. Laut dem Morgenweb sei eine Stahlkonstruktion für die Hochstraße Süd vorgesehen. Die Hochstraße Süd könne jedoch frühestens 2030 fertig sein, so ein Projektleiter am Montag. Das Planstellungsverfahren werde im Optimalfall 2027 abgeschlossen. Für die Bauzeit werden dann etwa drei Jahre veranschlagt. „Der Erste, der Zeit hat und den Abbruch vornimmt, bekommt den Zuschlag. Insofern sind wir kurz vor dem Abriss“, so Steinruck. Wann der Abriss und der Neubau aber beginnen können, ist abhängig vom Planfeststellungsverfahren. Die Dauer hierfür sei schlecht abschätzbar, weil die Arbeiten europaweit ausgeschrieben werden und die Anwohner gehört werden müssen. 

Die Sanierung der Hochstraße Nord soll außerdem verschoben werden. Eigentlich war die Sanierung für 2023 angesetzt. Wie Morgenweb berichtet, seien Maßnahmen vorgesehen, um die Standsicherheit der Hochstraße Nord zu gewährleisten. Die Sanierung soll erst nach dem Neubau der Hochstraße Süd erfolgen und könne acht Jahre lang dauern. 

Hochstraße Süd: Umleitungen und Sperrungen – auch für die S-Bahn

Update vom 25. November: „Die Einsturzgefahr der Hochstraße Süd ist eine Katastrophe für die Bürgerinnen und Bürger, für die Pendler und die regionale Wirtschaft“, sagt Christian Baldauf, Vorsitzende der CDU-Fraktion im rheinland-pfälzischen Landtag. Deshalb will er sich am Dienstag (25. November) selbst ein Bild von der Lage vor Ort machen.

Unterdessen geht das Verkehrschaos rund um die Hochstraße Süd weiter. Abhilfe soll nun auch durch die Deutsche Bahn geschaffen werden. Wie der Zweckverband Schienenpersonennahverkehr Rheinland-Pfalz Süd mitteilt, kommt es ab heute zu einer Änderung im Fahrplan. Die S-Bahn der Linie 1 hält hält nun auch an den Haltestellen Mundenheim und Rheinhönheim

Durch die Extra-Stopps könne es zu Verspätungen im S-Bahn-Verkehr kommen. Daher soll diese Sofortmaßnahme auch beim Fahrplanwechsel zum 15. Dezember berücksichtigt werden. 

Die rnv muss ein neues Liniennetz für Bus und Straßenbahn erstellen. So fährt der ÖPNV in Mannheim und Ludwigshafen ab dem 27. November

Hochstraße-Süd: Neue Sperrungen und Umleitungen

Update von 19:13 Uhr: Auch Peter Kurz, Oberbürgermeister von Mannheim nimmt Stellung zum aktuelle Zustand der Hochstraße Süd: „Dass erneut Sperrungen notwendig geworden sind, trifft uns überraschend. Die rnv hat aber bereits eine Reihe verschiedener Szenarien durchgespielt, sodass schnell auf die neue Situation reagiert werden kann. Wir müssen darauf setzen, dass die Teile der Hochstraße Süd, unter denen die Bahnen queren, so schnell wie möglich abgerissen werden können. Nur so kann der ÖPNV seine Entlastungsfunktion wieder voll übernehmen.

Update von 17:56 Uhr: Ab sofort sind die Mundenheimer Straße sowie die Berliner Straße für Autofahrer, Radfahrer, Fußgänger und den ÖPNV gesperrt. Lediglich Straßenbahnen dürfen bis Mittwoch noch über die Berliner Straße fahren. Dies ist allerdings nur möglich, da die Hochstraße Süd an dieser Stelle dauerhaft durch Bauwerksprüfer überwacht wird. Die Verbindung über Mannheim verläuft weiterhin über die Kurt-Schumacher-Brücke. Da fraglich ist, ob die Hochstraße Süd überhaupt noch ihr Eigengewicht tragen kann, ist auch das Parken unter dem Abschnitt ,Pilzhochstraße' ist außerdem auch ab sofort verboten

Angesichts dieser Erkenntnisse zum Zustand der Hochstraße Süd blieb der Stadtverwaltung nichts anderes übrig, als diese Sperrungen zu veranlassen“, sagt Oberbürgermeisterin Jutta Steinruck. „Uns ist bewusst, dass dies erhebliche Einschränkungen für die Bürgerinnen und Bürger sowie den städtischen Verkehrsfluss bedeuten, aber die Sicherheit für die Bevölkerung steht an erster Stelle“, fügt sie hinzu.

Hochstraße Süd: Einsturzgefährdete Brücke weitet Verkehrschaos aus! 

Update von 17:03 Uhr: Die RNV hat auf die Sicherheitsbedenken bezüglich der einsturzgefährdeten Hochstraße Süd reagiert. Seit 16:30 Uhr am Freitag (22. November) ist der Straßenbahn- und Busverkehr in Ludwigshafen umfassend eingeschränkt! 

Umleitungen und Sperrungen rnv-Bahnlinien Ludwigshafen / Mannheim ab dem 25. November.

Der Berliner Platz wird bis auf Weiteres nicht mehr von Straßenbahnen angefahren, teilt die RNV in einer Pressemitteilungen mit. Der Umstieg zwischen der Bus-Haltestelle Berliner Platz und Kaiser-Wilhelm-Straße ist über einen kurzen Fußweg möglich. Der S-Bahn-Verkehr zwischen Ludwigshafen-Hauptbahnhof, Ludwigshafen-Mitte/Berliner Platz und Hauptbahnhof Mannheim ist mit den S-Bahn-Linien S1-S4 und S6 möglich. 

Sperrung rund um die Hochstraße Süd: Änderungen im Bahnverkehr

  • Linie 4/4A: Bad Dürkheim – Oggersheim – LU Hauptbahnhof – Kaiser-Wilhelm-Straße; ab hier Umleitung über LU Rathaus – Kurt-Schumacher-Brücke – Rheinstraße – Paradeplatz (Steig A und B in der Breiten Straße) – Schloss bis MA Hauptbahnhof; ab dort reguläre Strecke Richtung Waldfriedhof/Käfertaler Wald und wieder zurück. 
  • Linie 6/6A: Rheingönheim – Wittelsbachplatz; ab hier Umleitung durch die Berliner Straße über die Haltestellen Pfalzbau und Kaiser-Wilhelm-Straße bis Ludwigstraße; ab hier weiter auf dem regulären Fahrweg Richtung Neuostheim/SAP Arena und zurück.
    Trennung der Linie 7 
  • Linie 7 Ludwigshafen: Oppau – BASF – LU Rathaus – Ludwigstraße, ab hier Umleitung und ab Kaiser-Wilhelm-Straße; weiter als Linie 10 über LU Hauptbahnhof zum Ebertpark und zurück. 
  • Linie 7 Mannheim: Vogelstang – Nationaltheater – Gewerkschaftshaus – Marktplatz – Paradeplatz – Schloss; ab hier Umleitung über MA Hauptbahnhof – Kunsthalle – Wasserturm – Paradeplatz (Steig C in den Planken); ab hier weiter auf regulärem Fahrweg Richtung Vogelstang. 
  • Linie 8: verkehrt nur in Mannheim zwischen Rheinau und MA Hauptbahnhof 
  • Linie 9: Bad Dürkheim – LU Hauptbahnhof – Kaiser-Wilhelm-Straße; ab hier Umleitung über LU-Rathaus – Kurt-Schumacher-Brücke – Rheinstraße – Paradeplatz (Steig A und B in der Breiten Straße) – Schloss bis MA Hauptbahnhof; ab dort reguläre Strecke Richtung Luisenpark/Technoseum 
  • Linie 10: Keine Bedienung zwischen Luitpoldhafen und Berliner Platz. Zwischen Kaiser-Wilhelm-Straße und Ebertpark bitte Fahrten der umgeleiteten Linie 7 nutzen.

Sperrung der Hochstraße Süd: Änderungen im Busverkehr

  • Linie 74/94: Ab Haltestelle Halberg Umleitung über Yorckstraße und Rheinuferstraße 
  • Linien 76, 77, 97: Haltestelle Walzmühle Richtung Maudach/Parkinsel/Pfingstweide entfällt

Hochstraße Süd: „Wir können nicht gewährleisten, dass das Bauwerk sicher steht“!

Update vom 22. November: Die Stadt Ludwigshafen hat wegen der „aktuellen Entwicklung des Zustands der Hochstraße Süd“ eine Pressekonferenzeinberufen. Ab 16 Uhr will Ludwigshafens Oberbürgermeisterin Jutta Steinruck über „dringend erforderliche Maßnahmen“ berichten. An der Pressekonferenz werden auch Kämmerer und Beigeordneter Andreas Schwarz sowie Vertreter der Stadtverwaltung und des Verkehrsunternehmens RNV teilnehmen. 

Die „Rheinpfalz“ berichtet, dass Prüfstatiker laut Kämmerer und Beigeordneter Andreas Schwarz „keine Verantwortung mehr für die Stabilität der Trasse übernehmen können“. Beide Straßen unter der „Pilzhochstraße“ müssen gesperrt bleiben. Die „Rheinpfalz“ geht von „akuter Einsturzgefahr“ für die Hochstraße Süd aus! Nach Berechnungen eines Prüfstatikers gilt es, für alle Flächen unter der Hochstraße Süd weitere Absicherungsmaßnehmen zu finden. Die „Rheinpfalz“ zitiert Björn Berlenbach, den Leiter des Tiefbauamts der Stadt Ludwigshafen: „Wir können nicht gewährleisten, dass das Bauwerk sicher steht“! 

Hochstraße Süd: Weiträumige Sperrungen wegen Einsturzgefahr 

Die Mundenheimer Straße wird derzeit für den Auto- und Fußgängerverkehr gesperrt, betroffen ist auch die Unterquerung zum zum Berliner Platz. Zudem müssen Parkverbote im Bereich der Hochstraße Süd ausgeweitet werden. Die Sperrungen betreffen auch den ÖPNV: RNV-Geschäftsführer Christian Volz berichtet, dass viele Linien neu aufgestellt werden müssen. Das Verkehrsunternehmen will auf seiner Webseite und über App über Änderungen informieren. Straßenbahnen können den Rhein nur noch über die Kurt-Schumacher-Brücke queren. Der Straßenbahnverkehr am Berliner Platz wird eingestellt. Für den Busverkehr muss ein neuer Plan her.

Verkehrschaos wegen der Hochstraße Süd.

Laut OB Steinruck bestehe „keine akute Einsturzgefahr“. Bei den zusätzlichen Sperrungen handele es sich um „vorbeugende Maßnahmen“. Eine kurzfristige Reparatur sei schwierig, so Steinruck. Die sinnvollste Lösung sei ein Neubau der Hochstraße Süd – das könne aber 12 bis 15 Jahre dauern, wenn das Planungsverfahren nicht abgekürzt werden kann. Dessen ungeachtet soll der Abriss der Hochstraße Nord unverändert umgesetzt werden. Eine Sanierung des Bauwerks sei unmöglich. 

Tiefbauamtsleiter Berlenbacher betont, dass ein Einsturz des Pilzhochstraße nicht auszuschließen sei. Anwohner seien aber im Falle eines Einsturzes nicht gefährdet, da dann größere Betonblöcke nach unten fallen würden. Das würde sich im Vorfeld ankündigen.

Auch die Disco „Musikpark“ muss geschlossen bleiben – die Rettungswege stehen durch die Sperrungen nicht mehr zur Verfügung.

Am Donnerstag (12. Dezember) soll in der Rheingalerie von 15 bis 19 Uhr eine Infoveranstaltungstattfinden, auf der Bürger ihre Fragen an Fachleute stellen können.   

„Nostalgie liegt in der Luft“: 3 alte Straßenbahnen fahren bald durch Mannheim und Ludwigshafen

Update vom 8. November: Drei alte Straßenbahnzüge werden für das neue Projekt der rnv wieder aus ihrem „Dornröschen“-Schlaf geweckt, wie die rnv auf Twitter mitteilt. Sie werden ab 2020 die Linie 6 bedienen. Die alten Straßenbahnen waren 20 Jahre lang nicht mehr in Betrieb. 300 Fahrgäste werden in den Wagons Platz finden. „Nostalg ie liegt in der Luft“, schwärmt sich die rnv. 

Update vom 5. November: Das rnv-Angebot für Bus und Straßenbahn in Ludwigshafen wird ausgebaut. Diesem Paket stimmt der Stadtrat Ludwigshafen einstimmig am Montagabend zu. Wie die Rheinpfalz berichtet, kommt für die Stadt dadurch Mehrkosten von über einer Million Euro zu. Die rnv verzeichnet bereits seit der Hochstraßen-Sperrung einen Zuwachs von 10 Prozent – Tendenz steigend durch die kalten Wintermonate. 

Um das Angebot der rnv in Ludwigshafen auszubauen, wird die Taktung der Linien 4 und 6 verdichtet und alte Straßenbahnen wieder in Betrieb genommen. Dies soll unter anderem für eine verbesserte Anbindung nach Mannheim sorgen. Auch zusätzliche Busse will die RNV zur Verfügung stellen, um so rund vier Millionen Fahrgäste mehr pro Jahr transportieren zu können. Ab dem 11. November fährt die erste neue Buslinie, Anfang Januar soll der Rest folgen.

Trotz Sperrung - Risse in der Hochstraße Süd werden größer!

Update vom 4. November: Die Lage wird nicht besser! Wie Oberbürgermeisterin Jutta Steinruck laut dem „Morgenweb“ berichtet, werden die Risse in der Hochstraße Süd größer – „ohne dass Verkehr drauf war“. Sie betont dabei, dass die Entscheidung der Hochstraßen-Sperrung richtig sei, auch wenn sie wissen, was sie damit den Menschen und Pendlern aus der Region angetan habe. Würde die Brücke jedoch einstürzen und Personen kämen zu Schaden, wären die Vorwürfe noch größer. „Wir haben kein Zaubermittel, wir können die Schäden an der Hochstraße Süd nicht in Wochen oder Monaten beheben“, so Steinruck. Durch ein besseres ÖPNV-Angebot wolle man aber unter anderem den Umstieg auf die Öffentlichen Verkehrsmittel attraktiver machen. Dies könne Ludwigshafen aber nicht alleine schaffen. Von einer neuen Diskussion über die Hochstraße Nord rät die Oberbürgermeisterin übrigens deutlich ab, da die Straße eine neue Planung nicht überleben würde.

Untersuchungsergebnisse zur Hochstraße Süd werden am 9. Dezember vorgestellt

Am Montag (4. November) kündigt Jutta Steinruck an, dass am 9. Dezember die Untersuchungsergebnisse zur gesperrten Hochstraße Süd vorgestellt werden. Sie zeigt sich optimistisch, dass in der Stadtrat-Sitzung im Dezember auch über denkbare Sanierungsvarianten abgestimmt werden kann. Mitte Dezember sollen die Menschen in Ludwigshafen über die aktuelle Entwicklung informiert werden. Das berichtet die Rheinpfalz. 

Schlechte Nachrichten für Autofahrer: Hochstraße Süd bleibt gesperrt – für die nächsten 4 Jahre!

Update vom 1. Oktober: Der Bereich „Pilzhochstraße“ der Hochstraße Süd wird voraussichtlich bis Ende 2023 gesperrt bleiben, das teilt die Stadt Ludwigshafen am Dienstagnachmittag mit. Gutachter und Ingenieure sind nach aufwändigen Nachberechnungen zum Zwischenergebnis gekommen, dass der Brückenabschnitt nicht ohne weitere Maßnahmen geöffnet werden darf, da die Standfestigkeit sonst nicht gewährleistet wäre. „Die aus den 50er Jahren des vergangenen Jahrhunderts stammende "Pilzhochstraße" als Teilstück der Hochstraße Süd weist schwere statische Defizite auf. Technisch bewegt sich die Konstruktion außerhalb jeder Norm. Das hat zur Folge, dass sich Wissenschaftler mittels aufwändiger Modellrechnungen Sanierungslösungen annähern müssen“, so die Stadt Ludwigshafen in einer Mitteilung. Seit dem 22. August ist die „Pilzhochstraße“ wegen Vergrößerungen von Rissen aus Sicherheitsgründen für den Verkehr gesperrt. 

Des Weiteren ist die Rheinbrücke Maxau zwischen Karlsruhe und Wörth am Wochenende komplett gesperrt! Umleitungen existieren.

Oft gelesen: „Gravierende Schäden“: Kurt-Schumacher-Brücke an drei Wochenenden dicht

Die Stadtverwaltung prüft aktuell, ob es Maßnahmen gibt, damit die Brücke früher wieder befahren werden kann. So sei beispielsweise eine provisorische Behelfsbrücke sowie Abriss und Neubau denkbar. Bis Ende November oder Anfang Dezember will die Stadtverwaltung dem Stadrat Varianten vorzeigen. Ziel ist es, dass die Hochstraße Süd wieder befahren werden kann, wenn die intensiven Arbeiten an der Hochstraße Nord beginnen. 

Hochstraße Süd bleibt weiter gesperrt! Wann es laut Stadt eine Lösung geben soll:

Update vom 25. September: Für die gesperrte Hochstraße Süd muss eine Lösung her. Experten der Stadt Ludwigshafen werden deshalb gemeinsam mit Statikern verschiedene Sanierungsvarianten prüfen. Wie die Stadt Ludwigshafen am Mittwoch mitteilt, werden Ingenieure und Prüfstatiker im Oktober die Fahrbahndecke der „Pilzhochstraße“ öffnen und weitere Bohrungen vornehmen. Die Stadt kündigt außerdem an, dass sie noch im Laufe des Jahres – voraussichtlich im Herbst – Lösungsvorschläge vorstellen werde. 

Pendler-Schock! Hochstraße Süd bleibt bis auf Weiteres gesperrt

Update vom 24. September: Am Dienstagnachmittag erörtert ein Gutachter gemeinsam mit der Stadtverwaltung die ersten Ergebnisse des Gutachtens zur Hochstraße Süd in Ludwigshafen. Bei den vorläufigen Auswertungen gilt es zu bewerten, welche Folgen die festgestellten Rissvergrößerungen in der Trägerkonstruktion für die Standfestigkeit des Bauwerks haben – und das Ergebnis dürfte vor allem den Pendlern gar nicht gefallen. Denn: Die Hochstraße Süd in Ludwigshafen bleibt aus Sicherheitsgründen bis auf Weiteres gesperrt!

Wie die Stadt Ludwigshafen in einer Pressemeldung mitteilt, sei es aber Ziel, „die Hochstraße Süd zumindest behelfsmäßig wieder für den Verkehr zu öffnen.“ Wann das jedoch sein wird, ist derzeit noch völlig unklar. Aktuell sind Wissenschaftler damit beauftragt, modellhaft zu berechnen, wie und wo sich Belastungen durch Lkw oder Autos auf die Standfestigkeit der Tragwerkskonstruktion auswirken. Das ist von Nöten, da die „Pilzhochstraße“ aufgrund ihrer einzigartigen Konstruktion mit gängigen Berechnungsmethoden nicht begutachtet werden kann. Wie die Stadt weiter informiert, werden nach dem Erzielen von belastbaren Untersuchungsergebnissen auf deren Grundlage unterschiedliche Lösungsszenarien bewertet. 

Update vom 23. September 2019: Die Hochstraße Süd bleibt noch bis mindestens Oktober gesperrt. Wie die Rheinpfalz am Montag berichtet, habe Oberbürgermeisterin Jutta Steinruck in einer Sitzung des Stadtrats gesagt, dass sich bautechnische Untersuchungen an der Pilzkonstruktion noch bis Mitte oder Ende Oktober hinziehen würden. Im Bericht heißt es weiter, dass sich erst entscheiden würde, ob die Straße wieder geöffnet werde, wenn das Ergebnis des Gutachtens vorliege. Auch für den Fall, dass die Hochstraße nicht mehr geöffnet werden kann, würden bereits Pläne entwickelt. 

Sperrung der Hochstraße Süd: Weitere Schäden festgestellt! 

Update vom 11. September: Bei einer erneuten Überprüfungen der „Pilzkonstruktion“ an der Hochstraße Süd haben Gutachter und Stadt Ludwigshafen weitere Risse am Bauwerk festgestellt! Neben den bereits bekannten größer gewordenen Schäden an der Stützkonstruktion „Pilz 12“ wurden nun auch an den Stützen 11 und 13 der Hochstraße gravierende Risse festgestellt.

Hochstraße Süd gesperrt: Weitere Risse festgestellt!

Wie die Stadt Ludwigshafen am Mittwoch mitteilt, wurden am Morgen durch Kernbohrungen Betonproben entnommen, die nun ausgewertet werden müssen. Die Untersuchungen an der Hochstraße Süd hätten außerdem kleinere Rissveränderungen an „Pilz 10“ gezeigt. Es müssten jedoch keine weiteren Sperrungen für den Verkehr vorgenommen werden. 

Die Stadt Ludwigshafen hatte die Hochstraße Süd am 22. August für den Verkehr gesperrt, als bei Kontrollen festgestellt worden war, dass sich die Risse an der Konstruktion deutlich vergrößert hatten. Die Ursache hierfür ist unklar. Es wurde eine komplette Überprüfung des Bauwerks der Hochstraße Süd sowie ein Gutachten zu Ursachen und Auswirkungen des Schadens veranlasst. Die Ergebnisse der Untersuchung soll bis Ende September vorliegen. Erst dann kann entschieden werden, wie es mit der Hochstraße Süd weitergeht. 

Sperrung der Hochstraße Süd: Ein neuer Abteilungsleiter soll es jetzt richten 

Update vom 9. September: Ob ein neuer Abteilungsleiter die Problematik rund um die Hochstraße Süd und die Hochstraße Nord lösen kann? Diese Hoffnung hegt zumindest die Stadt Ludwigshafen. Per Stellenanzeige sucht sie jetzt nämlich einem Abteilungsleiter, der sich um die beiden sanierungsbedürftigen Hochstraßen kümmern soll. Das Ziel: „die Projekte Hochstraße Nord und Süd im Zeit- und Kostenrahmen umzusetzen“, heißt es in der Anzeige. Der neue Abteilungsleiter soll zudem den Stadtvorstand bei den Hochstraßen-Themen beraten. Zu diesem Zweck soll eine neue Abteilung mit 10 Mitarbeitern eingerichtet werden. Gesucht wird ein Ingenieur mit abgeschlossenem Studium in Ingenieurbau oder Verkehrswegebau und mehrjähriger Berufserfahrung. Dotiert wird die Stelle mit A 14, das entspricht einem Monatsgehalt von 5102.96 Euro. Die Bewerbungsfrist läuft noch bis zum 25. Oktober.

Bei der aktuell gesperrten Hochstraße Süd ist es noch völlig offen wie die Sanierung aussehen wird und wie viel das Ganze kosten soll. Bei der Hochstraße Nord läuft aktuell das Planfeststellungsverfahren, die Arbeiten an der Hochstraße Nord sollen im Jahr 2020 beginnen und im Jahr 2023 der Abriss stattfinden. Laut der Rheinpfalz sind dafür derzeit 530 Millionen Euro im Gespräch.  

Sperrung Hochstraße Süd: Ist BASF-Standort durch Verkehrschaos gefährdet?

Update 5. September, 17 Uhr: Die Verwaltung der Stadt Ludwigshafen prüft im Rahmen der Sperrung der Hochstraße-Süd derzeit weitere Maßnahmen. Durch diese soll der Verkehrsfluss des Teilstücks „Pilzhochstraße“ verbessert werden. Eine Maßnahme wird bald umgesetzt werden. So soll die Ampelschaltung an der Kreuzung Lagerhausstraße und Kaiserwörthdamm angepasst werden. Vor allem während der Hauptverkehrszeit am Nachmittag soll es eine längere Grünphase für Fahrer geben, die aus der Lagerhausstraße kommen. Im Gegensatz dazu wird die Grünphase aus Richtung des Kaiserwörthdamms reduziert. So sollen in Ludwigshafen pro Stunde etwa 350 Fahrzeuge mehr aus der Lagerhausstraße herausfahren können. 

Hochstraße Süd: BASF-Direktor fordert Mobilitätspakt

Update vom 5. September: Mit Blick auf die gesperrte Hochstraße Süd in Ludwigshafen fordert ein Vorstandsmitglied der BASF einen Mobilitätspakt von Bund, Ländern, Kommunen und Wirtschaftsvertretern. Bei der Koordination in der Metropolregion gebe es „Luft nach oben“, sagt Michael Heinz. „Deshalb brauchen wir endlich eine Verkehrssimulation über den Rhein hinweg, die Auswirkungen einzelner Maßnahmen auf den Gesamtverkehr berechnet.“ 

Ein Projekt wie der geplante Abriss der Hochstraße Nord könne Ludwigshafen nicht allein stemmen, so Heinz. „Deshalb müssen sich alle an einen Tisch setzen und einen transparenten und verlässlichen Plan entwickeln. Unternehmen brauchen auch Planungssicherheit“, sagte der Arbeitsdirektor des Chemiewerks. 

Hochstraßensanierung: Bedrohung für BASF-Standort Ludwigshafen? 

Sollten beide Hochstraßen gleichzeitig saniert werden müssen, wäre das eine Bedrohung für den Standort Ludwigshafen: „Das könnten wir nicht alles auf Schiene oder Rhein verlagern, der uns zudem ja im vergangenen Jahr schmerzlich im Stich gelassen hat." In Vorbereitung auf die Abrisspläne für die Hochstraße Nord arbeitet BASF an einem Konzept für den Personen- und Güterverkehr. 

Mit Blick auf die Entwicklungen bei der Hochstraße Süd hat das Chemie-Unternehmen nach eigenen Angaben Schritte überlegt, die sich zur Entlastung der Verkehrssituation in Ludwigshafen und Mannheim umsetzen lassen – etwa eine Flexibilisierung von Arbeitszeiten oder die Förderung von Fahrgemeinschaften.

Sperrung Hochstraße Süd: Verkehrschaos droht – diese Maßnahmen sollen helfen

Update vom 2. September: Am Montag informiert OB Jutta Steinruck den Hauptausschuss in Ludwigshafen über den aktuellen Stand zur Sperrung der Hochstraße Süd. Obwohl das befürchtete Verkehrschaos weitestgehend ausgeblieben sei, ist klar, dass dies mit dem Ende der Sommerferien in Baden-Württemberg eintreten werde, so die Oberbürgermeisterin. Die Hochstraße Süd wird von Experten begutachtet. Dieses Verfahren dauert mindestens vier Wochen. Das heißt, frühestens Ende September wird entschieden, wie es mit der Hochstraße Süd weitergeht. 

Seit der Sperrung der Hochstraße Süd am 22. August ist ein Notfallkonzept der Stadt Ludwigshafen in Kraft getreten. Neben Umfahrungsempfehlungen ist auch die Verkehrsführung rund um die Hochstraße Süd teilweise geändert:

  • Von der A650 in Richtung Mannheim wird der Verkehr auf die Hochstraße Nord (B44) weitergeleitet. In Richtung Ludwigshafen bleibt die Hochstraße Süd bis unmittelbar östlich der Pylonbrücke befahrbar.
  • Abfahrt zur Wredestraße in Richtung Mannheim und die Auffahrt von der Mundenheimer Straße sind in östlicher Richtung offen; auch aus Richtung Bad Dürkheim ist die Abfahrt von der Konrad-Adenauer-Brücke zur Zollhofstraße und die Auffahrt nach Westen von der Kaiser-Wilhelm-Straße sind weiterhin offen.

Anfang November muss die Kondrad-Adenauer-Brücke auch geschlossen werden. Doch dieses Mal ist es nicht die marode Bausubstanz, sondern ein Großeinsatz der Feuerwehr. Denn ein Auto steht hier im Vollbrand und die Brücke muss voll gesperrt werden.

Ludwigshafen: Hochstraße Süd gesperrt – neue Maßnahmen geplant

Jetzt prüft die Stadt Ludwigshafen weitere Maßnahmen, um den Verkehrsfluss nach den Sommerferien rund um die Hochstraße Süd zu verbessern:

  • Ob und wie die Rampe von der Konrad-Adenauer-Brücke zur Zollhofstraße, Wredestraße und Rheinallee kurzfristig leistungsfähiger gestaltet werden kann.
  • Ob und wie die Ampelschaltung in der Rheinallee, Lagerhausstraße und Hauptfeuerwache geändert werden sollte.
  • Ob die Situation der Busse in der Deutschen Straße und Feyastraße verbessert werden kann.
  • Situation in der Mundenheimer Straße wird beobachtet: Sollte es zu Staus kommen, soll eine freie Durchfahrt für Busse gewährleistet werden. 

Ludwigshafen: Sperrung der Hochstraße Süd – „Wir bauen hier keine Legobrücke“

Ursprüngliche Meldung vom 23. August: Einen Tag nach der Hiobsbotschaft über die Sperrung der Hochstraße Süd in Ludwigshafen haben viele Anwohner und Pendler die Nachricht noch nicht so ganz verdaut. Plötzlich dürfen sie ihre gewohnte Strecke nicht mehr fahren und müssen auf Umleitungen ausweichen – was teilweise zu langen Staus und Verkehrschaos führt! Der Auslöser für das große Theater ist eigentlich ganz klein. Bei einer Routineuntersuchung in einer der Pilzkonstruktionen unter der Hochstraße Süd in Ludwigshafen haben Arbeiter entdeckt, dass bereits bekannte Risse größer geworden sind. Zwar handele es sich dabei nur um Schäden in Millimetergröße, doch diese könnten bereits verheerenden Folgen haben. 

Ludwigshafen: Pressekonferenz zur Hochstraße Süd mit OB Jutta Steinruck

Am Freitagnachmittag (23. August) gibt die Stadt Ludwigshafen deshalb eine Pressekonferenz in der Hauptfeuerwache im Kaiserwörthdamm. Dort erklären ab 14 Uhr Oberbürgermeisterin Jutta Steinruck und Joachim Maurer vom Baustellenmanagement, wie die Lage aktuell aussieht. Seit gestern werde daher die Feuerwache in Ludwigshafen als Lagezentrum genutzt. 

Laut der Oberbürgermeisterin seien die Veränderungen am Tag zuvor in Pilz 12 bemerkt worden. Daraufhin habe sie eine Sperrung für die Hochstraße Süd in Ludwigshafen angeordnet, um die Sicherheit der Bürger zu garantieren. Schon seit ihrem Amtsantritt habe sie angekündigt, dass sie in einem solchen Fall genau so reagieren würde – die Risse sind nämlich nicht erst seit gestern bekannt. 

Ludwigshafen: Unter Hochstraße Süd geparkte Autos müssen weg - Einsturzgefahr?

Nun würden Statiker an dem Problem arbeiten und Berechnungen anstellen, wie nutzbar die Hochstraße Süd in Ludwigshafen überhaupt noch sei. Die Experten hätten dafür heute noch einmal den betroffenen Bereich in Augenschein genommen. Wie lange das insgesamt dauere, sei derzeit nicht zu sagen – man gehe aber von mindestens vier Wochen aus

Nach Sperrung der Hochstraße Süd: Wie geht es jetzt weiter? 

Es tut mir leid für die Bürgerinnen und Bürger. Ich bitte um Verständnis“, sagt Steinruck, der diese Entscheidung auch nicht leicht gefallen sei, da sie eine große Wirkung auf die Bürger, den Handel und die Region habe. Jedoch macht sie auch klar, dass keine akute Gefahrenlage bestehe! Dennoch werden die Parkplätze unter der Hochstraße Süd in Ludwigshafen präventiv gesperrt. Auch für die Dammstraße gelte ein Halteverbot. 

Bereits kurz nach der Pressekonferenz in Ludwigshafen werden Zettel auf den Parkplätzen unter der Hochstraße Süd verteilt. Die Fahrer der derzeit geparkten Autos werden aufgefordert, diese so schnell wie möglich zu entfernen. Der Grund: Einsturzgefahr

Ludwigshafen: Trotz Sperrung der Hochstraße Süd – Abriss von Hochstraße Nord soll planmäßig beginnen

Mittlerweile sei ein Notfallkonzept eingeleitet worden. Seit Donnerstag stünde Jutta Steinruck in Verbindung mit der rnv, der Polizei, der Landesregierung und dem Mannheimer Baubürgermeister Lothar Quast. Gemeinsam mit allen Stellen überlege man sich, was für Akutmaßnahmen durchgeführt werden sollen – auch in Bezug zur Hochstraße Nord in Ludwigshafen.

Diese soll nämlich Ende 2019 abgerissen werden. Sollte nun auch die Hochstraße Süd nicht mehr nutzbar sein, würde das ein Verkehrs-Chaos in Ludwigshafen und Mannheim bedeuten. Doch die Stadt Ludwigshafen wolle an den bisherigen Plänen festhalten – auch wenn dann kein Weg mehr über den Rhein führe! Als Lösung solle es dann Umleitungen geben, wie sie bisher auch schon für Lkw gelten. Diese dürfen die Hochstraße Süd in Ludwigshafen nämlich schon seit längerer Zeit nicht mehr nutzen. 

Ludwigshafen: Stadt hofft auf Hilfe des Bundes

Dass die Stadt Ludwigshafen an dem Abriss der Hochstraße Nord festhält, habe auch einen Grund. Nämlich den, dass bereits alle Planungen abgeschlossen seien und feste Baupläne bereits bestünden. Die jahrelangen Planungen nun über den Haufen zu werfen und spontan etwas neues für die Hochstraße Süd in Ludwigshafen zu gestalten, sei nicht möglich. Wir bauen hier keine Legobrücke, sagt Steinruck dazu.

Zudem hoffe man auch auf die Hilfe des Bundes, da es keine Kommune schaffen könnte, zwei solcher Projekte allein zu stemmen. Wann genau die Planungen für die Hochstraße Süd in Ludwigshafen fertig sein werden, kann die Oberbürgermeisterin von Ludwigshafen noch nicht sagen. Man sei sehr weit im Planungsprozess, aber es müsse noch viel getan werden. So werde auch bis Ende 2021 das Rathauscenter erst noch leer geräumt werden müssen.  

Ludwigshafen: Bürger sollen öffentliche Verkehrsmittel nutzen 

Die rnv erklärt zudem, auch bei der Verhinderung des Verkehrschaos in Ludwigshafen mithelfen zu wollen. Dafür werden Kapazitäten verlagert. Im Notfall müssen auch Busspuren eingerichtet werden, damit die öffentlichen Verkehrsmittel in Ludwigshafen nicht im Stau stehen. 

Im Laufe der nächsten Woche sollen konkrete Pläne dazu erstellt werden - der Verkehrsminister von Rheinland-Pfalz habe bereits Hilfe zugesichert. Generell habe Jutta Steinruck die Hoffnung, dass nun mehr Bürger ihr Auto stehen lassen und auf öffentliche Verkehrsmittel umsteigen – oder generell mit ihrem Fahrzeug die Innenstadt erstmal meiden.

Am Ende der Pressekonferenz sind zwar viele Fragen beantwortet worden, doch die Zukunft der Hochstraße Süd in Ludwigshafen ist weiterhin unklar. Wenn in etwa vier Wochen die neuen Ergebnisse bekannt sind, wird es neue Informationen geben – wir halten Dich auf dem Laufenden!  

dh/dpa/jab/kab/rmx/jol

Quelle: Ludwigshafen24

Rubriklistenbild: © LUDWIGSHAFEN24/Omar Ali

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