Keine Betriebsschließungen 

Lebensmittelkontrolleure ziehen Bilanz für 2016 

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Lebensmittelkontrolle

Ludwigshafen - Rund 900 Betriebe haben Lebensmittelkontrolleure im Jahr 2016 kontrolliert. Die gute Nachricht vorweg: es mussten keine Betriebe geschlossen werden! Die Bilanz: 

Rund 900 Betriebskontrollen im Jahr 2016 haben die sechs städtischen Lebensmittelkontrolleure des Bereichs Öffentliche Ordnung in Ludwigshafen durchgeführt. Dabei kontrollierten sie unangemeldet Betriebe, die entweder Lebensmittel herstellen, verarbeiten oder in den Verkehr bringen. 

Im gesamten Stadtgebiet zählt man derzeit mehr als 1.460 solcher sogenannter lebensmittelrechtlicher Betriebe, die regelmäßig überprüft werden. Zudem sind die Lebensmittelkontrolleure zuständig für Betriebe, die Bedarfsgegenstände und Kosmetika herstellen oder damit handeln. 

Die Kontrolleure sind von April bis Oktober alle zwei Wochen auch am Wochenende im Einsatz, um Vereins- und Straßenfeste lebensmittelrechtlich zu prüfen. Auch der Handel mit freiverkäuflichen Arzneimitteln an zirka 300 Verkaufsstellen fällt in deren Aufgabengebiet.

„Die Lebensmittelkontrolleurinnen und -kontrolleure sorgen mit ihrer wichtigen Arbeit dafür, dass die Menschen in Ludwigshafen Speisen und Getränke sicher, genussvoll und ohne Beeinträchtigungen für die eigene Gesundheit konsumieren können", so Kämmerer und Ordnungsdezernent Dieter Feid.

Martin Graf, Leiter des Bereichs Öffentliche Ordnung, betont, dass die Lebensmittelkontrolle sich in erster Linie als Partnerin und Beraterin der von ihr beaufsichtigten Betriebe sieht. „Es geht primär darum, die Betriebe umfassend zu beraten und aufzuklären, so dass erst gar nichts zu beanstanden ist oder etwaige Fehler möglichst frühzeitig abgestellt werden.“

2016: Die Bilanz

Im Jahr 2016 ist die Lebensmittelkontrolle 49 Beschwerden aus der Bevölkerung nachgegangen. In weniger als der Hälfte dieser Fälle gab es von Seiten der Lebensmittelkontrolleure etwas zu beanstanden, beim Rest der Beanstandungen waren Nachbesserungen fällig. Grundsätzlich geht die Lebensmittelkontrolle jeder Beschwerde nach und prüft dann vor Ort, ob der beanstandete Zustand tatsächlich besteht und sorgt, falls er besteht, für Abhilfe.

Stellen die Lebensmittelkontrolleure gravierende Verstöße gegen gesetzliche Bestimmungen fest, leiten sie Maßnahmen wie Nachkontrollen, Ordnungswidrigkeitsverfahren und/oder Verwaltungsverfahren ein. 

Abhängig von Schwere und Art des Verstoßes können Bußgelder von bis zu 100.000 Euro verhängt werden

Es fanden 126 kostenpflichtige Nachkontrollen statt und 20 Bußgeldverfahren wurden 2016  eingeleitet. 

Die gute Nachricht: Betriebsschließungen wegen Gesundheitsgefährdungen waren ebenso wenig notwendig wie Meldungen an die Staatsanwaltschaft.

131 lebensmittelrechtliche Rückrufe überwacht 

In 131 Fällen stellte die Abteilung Lebensmittelüberwachung und Verbraucherschutz sicher, dass lebensmittelrechtlichen Rückrufen, die durch Herstellerfirmen oder das Landesuntersuchungsamt ergingen, auch Folge geleistet wurde. 

Ferner verfassten die Kontrolleure 32 lebensmittelrechtliche Baustellungnahmen, die Um- oder Ausbauten in Betrieben betrafen, für die die Lebensmittelkontrolle zuständig ist. 

In diesen Fällen begutachteten sie beispielsweise, auf welchen Wegen innerhalb des Betriebs die Waren zur Kundschaft gelangen oder welche lebensmittelrechtlichen Aspekte im Zuge der baulichen Änderungen zu beachten waren. Sechs Mal wurden Testate für Kindertagesstätten und Kindergärten erstellt, in denen Speisen in Umlauf gebracht werden. Hier erfolgte etwa die lebensmittelrechtliche Kontrolle der in der Institution ausgegebenen Verpflegung, des Essenlieferanten sowie der Zubereitung.

pm/kp

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>>>Rhein-Neckar-Kreis: Lebensmittelkontrollen führen zu 33 Schließungen

Quelle: Ludwigshafen24

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