Alle Hände voll zu tun...

Fast 11.000 Einsätze! KVD zieht Bilanz für 2016

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Der KVD war im Jahr 2016 rund 30 Mal am Tag in Ludwigshafen im Einsatz.

Ludwigshafen - Im vergangenen Jahr hatte der Kommunale Vollzugsdienst alle Hände voll zu tun. Die Mitarbeiter haben insgesamt Fast 11.000 
Einsätze und Streifengänge geleistet! 

Das sind durchschnittlich rund 30 Einsätze und Streifegänge pro Tag. Dabei ahndeten die Mitarbeiter des KVD 2.500 Ordnungswidrigkeiten gegen die Gefahrenabwehrverordnungen zur Begrenzung des Alkoholkonsums im öffentlichen Verkehrsraum sowie zur Aufrechterhaltung der Sicherheit und Ordnung auf öffentlichen Straßen und in öffentlichen Anlagen.

Der KVD griff ein, wenn beispielsweise Verstöße gegen das Alkohol- oder Glasflaschenverbot auf dem Berliner Platz vorlagen, auf Grünflächen oder Spielplätzen verbotenerweise geraucht sowie die Anleinpflicht für Hunde außerhalb der besonders dafür vorgesehenen Freilaufflächen ignoriert wurde.

An zweiter Stelle bei der Anzahl der Einsätze rangierten Beschwerden wegen Lärms. In rund 1.300 Fällen gingen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des KVD solchen Meldungen nach, versuchten die Ursache der Störung zu lokalisieren und umgehend Abhilfe zu schaffen. 

In etwa 750 Fällen waren die Einsatzkräfte als Begleitung von Menschen gefordert, von denen für sie selbst oder für andere im Sinne des PsychKGs Gefahr ausging. Die KVD-Streifen wurden von der Polizei angefordert, um die betroffenen Personen in Kliniken zu bringen, wo weitere Behandlungen, psychiatrische Begutachtungen oder auch stationäre Aufnahmen erfolgten. 

Bei mehr als 600 Kontrollen leistete der KVD Amtshilfe, wenn Polizei und Gewerbeaufsicht Gaststätten kontrollierten und bekämpfte somit die Schwarzarbeit mit

Ferner unterstützten die Streifen Polizei und Jugendamt bei Testkäufen, bei denen überprüft wird, ob Waren wie zum Beispiel Zigaretten, Spirituosen, alkoholische Mischgetränke oder auch einige Computerspiele – die von Person erst ab einem gewissen Alter erworben werden dürfen – von Verkäufern tatsächlich erst an Kunden im entsprechenden Alter abgegeben werden.

Stadtteile mit den meisten Einsätzen 

Annähernd 200 Mal registrierten die Streifen im Stadtgebiet illegale Müllablagerungen, über welche die zuständigen Verwaltungsstellen informiert wurden. Der Großteil der Einsätze konzentrierte sich auf den Innenstadtbereich (Mitte, Süd, Nord-Hemshof, West)

In diesen Stadtteilen fielen für den Kommunalen Vollzugsdienst mit zirka 7.600 Einsätzen und Streifengängen rund zwei Drittel der Gesamtzahl hier an. 

Entsprechend den jeweiligen Einwohnerzahlen war der KVD daher in bevölkerungsreichen Stadtteilen wie Oggersheim (zirka 1.000 Einsätze und Streifengänge) oder Friesenheim (mehr als 700 Einsätze und Streifengänge) häufiger in Aktion als zum Beispiel in Ruchheim (rund 200 Einsätze und Streifengänge).

Mitarbeiter sind Drohungen und Beschimpfungen ausgesetzt

Für die Verfolgung von Straftaten ist einzig die Polizei zuständig. Feid dankt den engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des KVD. „Sie leisten einen wertvollen Beitrag für die Stadtgesellschaft.“ „Der Kommunale Vollzugsdienst wurde in den vergangenen Jahren unter der Leitung von Peter Sebastian weiter optimiert“, erklärt Martin Graf, Bereichsleiter Öffentliche Ordnung.

Er weist gleichzeitig darauf hin, dass zum Alltag der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des KVD in den vergangenen Jahren leider vermehrt mangelnder Respekt, Beschimpfungen, Drohungen und sogar tätliche Angriffe gegenüber den Einsatzkräften gehörten. Alle Beleidigungen und Angriffe werden konsequent bei der Staatsanwaltschaft angezeigt.

Beitrag für Sicherheit und Sauberkeit 

Kämmerer und Ordnungsdezernent Dieter Feid betont, dass der KVD in großem Umfang auch kriminalpräventive Aufgaben wahrnehme und damit einen wichtigen Beitrag für mehr Sicherheit und Sauberkeit in Ludwigshafen leiste. „Die Präsenz des Kommunalen Vollzugsdienstes in der Innenstadt und im übrigen Stadtgebiet stärkt das subjektive Sicherheitsempfinden der Bürgerinnen und Bürger, aber auch der auswärtigen Besucherinnen und Besucher durch die zeitnahe Feststellung beziehungsweise Beseitigung von Ordnungsstörungen“, fasst Feid zusammen.

Bei diesen Ordnungsstörungen, die nicht bestraft werden, handelt es sich insbesondere um Wegwerfen von Kleinmüll, Taubenfüttern, Vandalismus, fliegende Händler, freilaufende Hunde, Nichtbeseitigung von Hundekot, Lärm oder wildes Plakatieren

Stärke des KVD wird auf 32 Stellen angehoben

Seit 1999 gibt es in Ludwigshafen den KVD, an den sich Einwohnerinnen und Einwohner bei akuten Belangen werden können. Er übernimmt die Aufgaben im Zuge der öffentlichen Ordnung, die bis dahin die Polizei wahrgenommen hatte. 

Der KVD, dessen Einsatzstärke 2013 bereits von 24 auf 28 Stellen angehoben worden war, wird in diesem Jahr noch einmal auf dann insgesamt 32 Stellen aufgestockt. Der KVD ist neben seiner originären Zuständigkeit insbesondere als Dienstleister für die Stadt beziehungsweise für einzelne städtische Bereiche tätig. Seit 2015 ist der KVD in komplett blauen Uniformen unterwegs und mit Digitalfunkgeräten ausgerüstet. 

Die Mitarbeiter sind zudem mit Mobiltelefonen, Pfefferspray, Handfesseln und Schlagstöcken ausgerüstet. Derzeit sind von den bislang 28 Stellen insgesamt 26 Stellen besetzt, neun Stellen mit Frauen. 

Die beiden unbesetzten Stellen und die vier neu geschaffenen Stellen in 2017 sollen unverzüglich besetzt werden. Von April bis Oktober sind Einsatzkräfte von 6 bis 3 Uhr und von November bis März von 6 bis 1 Uhr im Dienst. Die Mitarbeiter des Vollzugsdienstes sind mindestens zu zweit auf Streife, je nach Situation auch zu dritt oder mit zwei Teams à zwei Einsatzkräften.

pm/kp

Quelle: Ludwigshafen24

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