Über 16.000 Straftaten

Kriminalitätsstatistik Ludwigshafen: Weniger Einbrüche, mehr Raub

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Polizei veröffentlicht Kriminalitätsstatistik 2017 für Ludwigshafen (Archvifoto)

Ludwigshafen - Welche Straftaten haben im vergangen Jahr zu- und welche abgenommen? Auf diese Frage hat die Kriminalitätsstatistik 2017 die Antworten:

Am Dienstavormittag (27. März) stellt die Polizeidirektion und Kriminalinspektion Ludwigshafen die Kriminalitätsstatistik 2017 vor. 

Insgesamt 16.117 Straftaten müssen die Beamten im vergangen Jahr registrieren. Die Zahl klingt zwar hoch, ist allerdings ein neuer Tiefstand seit sieben Jahren. Dennoch heißt es, dass jeden Tag im Schnitt 44 Straftaten passieren!

Zum Vergleich: Im Jahr 2013 gab es über 18.300 Straftaten und im Vorjahr 16.487.

Vor allem Diebstähle, Rohheitsdelikte (dazu zählen Raub, Körperverletzung und Straftaten gegen die persönliche Freiheit) und Vermögens- und Fälschungsdelikte werden im vergangen Jahr in Ludwigshafen verbrochen. 

Mord, Totschlag, Vergewaltigung

Sechs Fälle von Mord, Totschlag und fahrlässiger Tötung zählt die Polizei im letzten Jahr. In allen Fällen können die mutmaßlichen Täter gefasst werden. 

Im Bereich der Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung werden Delikte der Vergewaltigung, sexuelle Nötigung, sexueller Missbrauch von Kindern, exhibitionistische Handlungen oder Besitz beziehungsweise Verbreiten von Kinderpornographie erfasst. Im Jahr 2017 gibt es 145 Vorfälle, das sind acht weniger als im Vorjahr. 

Zusammengefasst in der Gruppe ,Gewaltkriminalität‘ – darunter zählt unter anderem Erpressung, schwere Körperverletzung und Raub – muss die Polizei 799 Straftaten aufnehmen.

Weniger Ladendiebstähle und Wohnungseinbrüche

Die Zahl der Ladendiebstähle ist von 970 im Vorjahr auf 919 gesunken. Und auch der Trend im Bereich der Eigentumskriminalität erreicht mit 5.024 Fälle den niedrigsten Stand seit 2013. 

Zudem sind weniger Wohnungen Einbrechern zum Opfer gefallen. 2016 zählt die Statistik 280 Diebstähle, in 2017 sind es ,nur noch‘ 156 – also fast die Hälfte weniger. 

Allerdings: Sowohl die schweren Diebstähle an/aus Fahrzeugen haben um 33 Prozent (372 Fälle) zugenommen sowie die Zahlen der Körperverletzungen (2.371 Fälle, +3,5 Prozent), Raube (175 Fälle, +12 Prozent) und Straßenkriminalität (3.380, +2,7 Prozent).

Tatverdächtige

Die meisten Straftaten werden von Männern (73,2 Prozent) begannen. Insgesamt können 7.611 Tatverdächtige von den Beamten ermittelt werden. Davon sind wiederum 855 Zuwanderer (mit Berücksichtigung auf das Aufenthalts-, Asyl- und Freizügigkeitsgesetz). Sie machen etwas mehr als 5 Prozent der Gesamtstraftaten aus.

Die häufigsten Delikte, die Zuwanderer begehen, sind weiterhin Körperverletzungsdelikte, Diebstahlsdelikte sowie Beförderungserschleichung. Körperverletzungsdelikte wurden ungefähr hälftig (95 Fälle) untereinander begangen“, so die Polizei. 

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pm/jol

Quelle: Ludwigshafen24

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