Unter bestimmten Umständen

Landwirte dürfen in Ludwigshafen auf Nilgänse schießen

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Eine Nilgans planscht vergnügt im Freibad.

Ludwigshafen - Das Problem der Verbreitung der Nilgans in Deutschland besteht schon seit Längerem. In Ludwigshafen darf man mit drastischen Mitteln dagegen vorgehen:

Die aus Afrika stammenden Tiere fühlen sich inzwischen auch hierzulande wohl. MANNHEIM24 berichtete bereits über eine Nilgans-Familie, die den gesamten Verkehr in Mannheim-Seckenheim aufhielt, indem sie die Straße überquerte.

Allerdings kommt es nicht immer nur zu so charmant-witzigen Vorfällen mit den afrikanischen Vögeln. Sie stellen ein großes Problem dar: Die Gänse leben sowohl außerhalb als auch in der Stadt - beispielsweise im Stadtpark Ludwigshafen. Leider sind die Folgen ihrer Anwesenheit verkotete Badegewässer und Fraßschäden in der Landwirtschaft. Außerdem verdrängen sie einheimische Arten wie Stockenten.

Nilgans-Familie auf Irrwegen.

Die Stadt Ludwigshafen gibt ihren Landwirten die Erlaubnis, mit drastischen Maßnahmen gegen die Nilgänse vorzugehen. Sie dürfen unter der Bedingung, direkte Schäden durch sie davonzutragen, auf die Tiere schießen! Diese Vorgehensweise nennt sich „Vergrämungsabschuss“.  

Wird der Antrag genehmigt, so darf eine festgelegte Zahl an Nilgänsen geschossen werden, um die anderen zu vertreiben, erklärt Stadtsprecherin Ulrike Heinrich. An ausgewählten Gewässern wird der Bestand noch beobachtet, bevor die Stadt Maßnahmen eingreift.

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dpa/hew

Quelle: Ludwigshafen24

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