Nach Straßensperrung und Wohnungssturm

SEK-Einsatz in Wohnung: Der Schütze (32) aus der Bahnhofstraße meldet sich zu Wort!  

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Täuschend echt: Das Abfeuern einer Schreckschusspistole. (Symbolfoto)

Ludwigshafen - In der Nacht von Samstag auf Sonntag klingelt das Telefon bei der Polizei. Ein Zeuge meldet Schüsse. Er irrt nicht. Polizei und SEK stürmen die Wohnung. Jetzt meldet sich der Beschuldigte. 

Update, 29. Januar: Nach dem Vorfall in der Nacht von Samstag (26. Januar) auf Sonntag (27. Januar), bei dem ein Zeuge Schüsse aus einer Wohnung in der Bahnhofstraße vernimmt, die er gegen 1:45 Uhr bei der Polizei meldet, nimmt am Dienstag (29. Januar) der Beschuldigte Kontakt zu uns auf. 

Er präzisiert den Einsatzzeitpunkt und sagt: „In dem Artikel ist die Rede davon, dass kurze Zeit später (also kurz nach dem Anruf bei der Polizei gegen 1:45 Uhr) die Wohnung vom SEK gestürmt wurde. Wie auf dem zugesendeten Foto vom Protokoll der Polizei zu sehen ist, wurde erst gegen 5:30 Uhr meine Wohnung gestürmt. Alle anwesenden Personen waren schlafend in ihren Betten, ein Bekannter schlafend auf der Couch.“

Ein Auszug aus dem Einsatzprotokoll der Polizei: Oben links der Verstoß, unten Ort und Zeitraum des Einsatzes.

Oben links ist §102 StPo (Strafprozessordnung) zu lesen, der besagt: Bei dem, welcher als Täter oder Teilnehmer einer Straftat oder der Datenhehlerei, Begünstigung, Strafvereitelung oder Hehlerei verdächtig ist, kann eine Durchsuchung der Wohnung und anderer Räume sowie seiner Person und der ihm gehörenden Sachen sowohl zum Zweck seiner Ergreifung als auch dann vorgenommen werden, wenn zu vermuten ist, daß die Durchsuchung zur Auffindung von Beweismitteln führen werde.“

Zudem wird die Zugriffszeit, unten zu lesen, von 05 Uhr bis 06 Uhr angegeben. Wir fragen nochmals bei der Polizei nach, die uns diese Angaben bestätigt. Zudem wird uns aber gesagt, dass der Einsatz tatsächlich um 1:45 Uhr beginnt. Grund für die späte Zugriffszeit, ist die Gefahrenlage, die SEK und Polizeibeamte zum Zeitpunkt des Anrufes nicht einschätzen können, sodass sie ihren Einsatz vor dem Zugriff zunächst vorbereiten.  

Der Beschuldigte fügt an: „Ich hoffe mal da glimpflich aus der Geschichte zu kommen. Der Schreck sitzt jedenfalls gehörig in den Knochen, wenn ein Vollvermummter einem seine automatische Waffe ins Gesicht hält und alle Türen eingetreten werden.“
Bereits vor eineinhalb Jahren berichten wir über das Aufrüsten mit Schreckschusspistolen.

Im Juli stürmt das SEK die Wohnung eines Mannes, der auf seinem Balkon mit Messern hantiert. Dieser wird danach in eine psychische Klinik eingeliefert.

Mann (32) schießt mit Pistole in Wohnung um sich und verbreitet Schrecken!

Gegen 1:45 Uhr in der Nacht von Samstag (26. Januar) auf Sonntag (27. Januar)geht ein Notruf bei der Polizei ein. Was ist passiert? Ein Zeuge meldet, dass jemandin einer Wohnung mehrere Schüsse abgegeben hätte. Die Polizei reagiert sofort, sperrt die Zufahrtsstraße zu der besagten Wohnung und fordert Spezialkräfte an. Kurz darauf sind die Beamten vor den vier Wänden, in denen die Schüsse abgegeben worden seien sollen. 

Angetrunken gegen das Waffengesetz verstoßen

Sie betreten die Wohnung und treffen dort drei Männer und eine Frau an. Einer der Anwesenden, ein 32-Jähriger, gibt zu, dass er die Schüsse abgegeben hat. Er ist leicht alkoholisiert. Bei der Waffe handelt es sich lediglich um eine Schreckschusspistole. Die Polizisten stellen diese sicher und nehmen die Personalien aller Anwesenden auf. 

Den 32-Jährigen erwartet nun eine ein Verfahren wegen des Verstoßes gegen das Waffengesetz. Das ist aber nicht alles. Kommt es ganz bitter, werden ihm die Einsatzkosten auferlegt, die sich auf mehrere tausend Euro belaufen. 

Zudem nimmt die Polizei einen 29-Jährigen in Gewahrsam, der einen Platzverweis nicht befolgt.  

pol/chh

Quelle: Ludwigshafen24

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