Interview mit den Geschäftsführern 

Club „Homebase“ macht in Bahnhofstraße auf

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Schon bald geht's los im neuen Club „Homebase“ (Symbolfoto).

Ludwigshafen-Mitte – Im November 2014 wird die Diskothek „London Underground“ wegen einer Drogenrazzia geschlossen. Seitdem stellt sich die Frage: Wird es einen neuen Club geben?

Die Antwort ist jetzt klar: Ja! Doch die zwei neuen Geschäftsführer Serach und Michael wollen einiges anders machen und vor allem: besser.

LUDWIGSHAFEN24 trifft die beiden zu einem Interview. 

Wie habt ihr es geschafft, die Stadt von euch zu überzeugen?

Serach: „Wir haben unser Konzept beim Ordnungsamt vorgestellt und konnten sie damit überzeugen. Wir wollen aus den Fehlern lernen, die gemacht wurden. Ich war früher öfter in der ‚London‘ und kann mich, denke ich, gut hineinversetzen. Wird sind jetzt offiziell Konzessionäre und haben alle Voraussetzungen erfüllt.

Welches waren die Vorraussetzungen?

Michael:Zum einen ein eintragsfreies Führungszeugnis, steuerliche Unbedenklichkeit... Wir haben eine IHK Gaststättenschulung gemacht...

Serach:Eine Sachbearbeiterin hat uns auch eine Unbedenklichkeitserklärung ausgestellt. Die hat unsere Social Media gecheckt und uns gegoogelt. Sie war positiv überrascht. Aber vor allem haben wir sie mit unserem Konzept überzeugt.

Wie sieht das Konzept für die „Homebase“ aus?

Serach: „Wir wissen, dass viele eine enge Verbindung zur alten ‚London‘ haben. Wir wollen sie nicht einfach unter einem neuen Namen wieder neu eröffnen, sondern ein ganz neues Image aufbauen, dass für die Gäste und auch für uns eine große Bedeutung hat.

Konkret heißt das:Wir haben eine neue Security-Firma engagiert. Die wird für mehr Sicherheit im und vor dem Club sorgen. Damit wollen wir auf die Anwohner zugehen und den Lärm vermindern. Auch wollen wir die alten Hausverbote übernehmen. Nicht dass die Leute denken, sie können jetzt wieder rein, wenn sie früher schon einmal Ärger gemacht haben. Wir wollen auch einen besseren Draht zur Polizei haben.

Michael:Außerdem wollen wir den Wiedereinlass abschaffen. Wer raus ist, bleibt draußen. Das wird besonders im Sommer draußen für mehr Ruhe sorgen.

Außerdem werden wir uns einmal im Monat mit dem Ortsvorsteher zu einem runden Tisch treffen und besprechen, was gut läuft und was verbessert werden kann. Dann gibt es einen Austausch und die Anwohner fühlen sich nicht mit ihren Problemen alleine gelassen.

Warum seid ihr zwei die richtigen für den Job? 

Serach:Ich bin Barkeeper und DJ und war früher auch oft im Club. Deswegen denke ich weiß ich, worauf es ankommt und weiß, was die Leute daran mochten, aber auch was man besser machen kann.

Michael:Ich bin selbst Mannheimer Gastronom und der Betreiber einer Mannheimer Diskothek. ich denke deswegen bringe ich das nötige Know-how und die Erfahrung mit, was es heißt, eine Disco zu betreiben.

Wie wollt ihr mit dem Drogenproblem, welches es in der alten „London“ gab, umgehen?

Michael:Wie in allen anderen Clubs auch: Wer konsumiert, fliegt raus. Wer dealt, wird angezeigt. Wir werden wie in einem normalen Club kontrollieren und wir werden die Leute auch nicht zu zweit oder zu dritt auf ein Klo lassen. Die Vorgabe wird sein: immer nur einer. Die Securitys werden da auch gut gebrieft.

Serach:Wir wollen aber auch kein Stasi-Bunker sein und werden die Privatsphäre des Einzelnen schützen. Wir können ja keine Kameras auf dem Klo aufhängen.

Wieso soll der Club „Homebase“ heißen? 

Serach:Wir haben hin und her überlegt, wie wir den Laden nennen wollen. Witzigerweise hat mit Michael einen Screenshot von meinem Facebookpost von November geschickt und da habe ich geschrieben: ‚Ich hoffe sehr das wir unsere Homebase nicht weggenommen bekommen!‘  Und der Name ist perfekt! Er ist schlicht, emotional, er trifft dieses Wohnzimmergefühl was viele Gäste und auch ich im Laden hatten. Es war einfach unser zweites Zuhause. Und das will ich wieder haben, aber mit unserem Stempel darauf, weg von der alten ‚London‘. Wir wollen auch die Nachbarschaft einbinden. Beim Stadtfest mitmachen, mit den Nachbarn grillen, vielleicht so etwas Ähnliches wie das Enjoy Jazz Festival und natürlich auch DJs aus der Region einladen, die sich dann überregional einen Namen machen können. Das alles verbinden wir mit der ‚Homebase‘.

Wann geht‘s los und wie werden die Öffnungszeiten sein?

Serach:Also wenn alles klappt, werden wir noch im Dezember öffnen. Wir hoffen es. Vielleicht gibt es ja noch die ein oder andere Überraschung. Die Leute sollten am besten auf unserer Facebookseite Homebase Club schauen, um auf dem Laufenden zu sein.

Michael:Zu den Öffnungszeiten werden wir mal sehen, es gibt ja keine Sperrzeiten in Rheinland-Pfalz. Ein dynamisches Ende bewirkt ja auch, dass nicht plötzlich Menschenmassen vor dem Club stehen und Lärm machen. Wir werden am Anfang auf jeden Fall nicht den vollen Betrieb fahren. Vielleicht am Anfang ein Mal pro Woche. Wir werden sehen, wie es laufen wird. Und natürlich alles in Absprache mit dem Ortsvorsteher.

Abschließende Worte?

Michael:Wir freuen uns auf jeden Fall auf die Aufgabe, sowohl künstlerisch als auch betriebswirtschaftlich.

Serach:Es war ein langer Weg, keiner hätte es für möglich gehalten, aber jetzt geht‘s  endlich los! Wir wissen die Chance auf jeden Fall zu schätzen und denken, dass unsere Gäste das auch so sehen!

kp

Quelle: Ludwigshafen24

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