Rettungseinsatz an der Großen Blies 

Ludwigshafen: Fuchs-Mutter verstößt Baby – und besiegelt damit sein Schicksal 

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Süßes Fuchs-Baby gestorben

Ludwigshafen-Mundenheim – Dramatischer Rettungseinsatz an der Großen Blies: Trotz schneller Reaktion von Polizei und Tierhilfe Kaiserslautern hat es ein kleiner Fuchs nicht geschafft.

Nur fünf Wochen alt ist der kleine Rotfuchs-Welpe geworden. Dabei ist sein Zuhause eigentlich ganz idyllisch gelegen: Der kleine Park rund um den Badesee „die Große Blies“, die grüne Lunge von Ludwigshafen. 

Schon am 30. Mai 2019 kommt es dort zu einem tierischen Einsatz. Hinter einer Bank entdecken Beamte von der Polizei Rheinpfalz das kleine Fuchsbaby. Ohne lange zu zögern, nimmt sich ein Ordnungshüter dem Kleinen an. Er fängt das völlig entkräftete Tier ein und legt es vorsichtig in eine Tiertransportbox. Da das Fuchsbaby sichtbar erschöpft und unterernährt erscheint, wird es sofort an die Wildtierhilfe Kaiserslautern übergeben.

Dass Polizisten es öfter mit tierischen Einsätzen zu tun haben, zeigt auch ein Fall in Bensheim: Hier muss die komplette B47 gesperrt werden, damit eine Gänsefamilie ungestört die Straße passieren kann.

Aufregung in Mannheimer Gaststätte: Frau schaut in Obstkiste – plötzlich bewegt sich etwas darin!

LUDWIGSHAFEN24 fragt bei Wildtierhilfe Kaiserslautern nach

Nachdem LUDWIGSHAFEN24 bei der Tierrettung nach dem Befinden des Fuchsbabys fragt, gibt deren Leiter, Karsten Tiede die traurige Auskunft: „Das Fuchs-Baby hat es leider nicht geschafft! Wir haben ihm zwar sofort Medikamente, Futter und Wasser gegeben. Aber es kam wohl zu spät. Der Kleine ist am Montag gestorben.“ Die Mutter habe das Tier wahrscheinlich auch deshalb „aussortiert“ und verlassen, weil sein Zustand schon zu schlecht war. 

Tiede erklärt weiter: „Die Kotproben ergeben, dass das Tier mit sämtlichen Bakterien und Kokzidien (Parasiten im Darmbereich) befallen war.“ Durch die starke Hitze in dieser Zeit und so geschwächt, hat der Kreislauf des kleinen Körpers einfach aufgegeben.

Dramatisch verläuft auch die Rettung dreier Rehbabys bei Speyer. Ihre Mutter wird überfahren, doch die Tierhilfe schafft es, die Rehe sicher auf die Welt zu bringen.

Ein weiterer Fall beschäftigt die Wildtierhilfe Kaiserslautern auf Facebook im Moment stark: Wildkatzen-Babys, die in Lebensgefahr schweben, weil sie von Passanten aufgesammelt werden und kein normales Katzenfutter vertragen.

Dass eine Tierrettung auch gut ausgehen kann, beweist ein Fall aus Sinsheim: Am 14. Juli muss die Feuerwehr ausrücken, um flauschige Katzenbabys aus einem Lüftungsschacht zu retten – doch wo ist die Mutter?

Die Berufstierrettung Rhein-Neckar geht mit einem besonderen Fall viral: Sie retten eine Ratte, die in einem Gully feststeckt. Das Video der Bensheimer „Gully-Ratte“ geht um die Welt. Sogar Hollywood-Stars twittern über das Tier.

pol/kpo

Quelle: Ludwigshafen24

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