Erst fünf Tage später

Neuer Betreuer des Bombenbauers (13) auch nicht überprüft

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Auch der neue Betreuer des Bombenbauers wird zunächst ohne Überprüfung eingestellt. (Archivbild)

Ludwigshafen - Es soll kein Betreuer mehr ohne Überprüfung eingestellt werden - und doch ist auch der neue Betreuer des Bombenbauers zunächst nicht überprüft worden.

Nachdem der Betreuer des 13-jährigen Terrorverdächtigen entlassen wurde, weil er Kontakt zur salafistischen Szene hatte, ist auch der neue Betreuer des Jungen ohne eine Überprüfung eingestellt worden:

Das Jugendministerium wollte als Konsequenz deshalb neue Betreuer des Jugendlichen schon vor Beginn der Tätigkeit genauer überprüfen lassen.

Auch die Integrations-Staatssekretärin Christiane Rohleder (Grüne) erklärt dem „Mannheimer Morgen“ erst am Dienstag, es sei bereits veranlasst worden, dass künftig kein Betreuer mehr ohne eine solche - juristisch freiwillige - Überprüfung eingestellt wird.

Und doch soll der neue Betreuer fünf Tage lang gearbeitet haben, ehe das Ergebnis der Prüfung festgestanden habe, soll LKA-Chef Johannes Kunz nach Angaben des Innenministeriums gesagt haben.

Das sei anders vereinbart gewesen. Kunz betonte: „Das sind Abweichungen, die wir in Zukunft auf jeden Fall ausschließen müssen, weil wir sie in ihren Konsequenzen nicht abschätzen können.“

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Der damals erst 12-jährige Deutsch-Iraker soll am 26. November versucht haben ein mit Sprengpulver gefülltes Konservenglas auf dem Ludwigshafener Weihnachtsmarkt zu zünden. Am 5. Dezember soll er das Glas in einer Tasche nahe dem Rathaus deponiert haben, wo es entdeckt wurde. Der Fall hatte bundesweit für Aufsehen gesorgt.

>>> So wurde ein Salafist Betreuer des Bombenbauers (13).

jab/dpa

Quelle: Ludwigshafen24

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