BASF-Betriebsunfall

Giftige Substanzen ausgetreten: Mitarbeiter verletzt

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Giftige Substanzen bei BASF ausgetreten (Symbolfoto).

Ludwigshafen-Nord - Am Donnerstagvormittag kommt es im Nordteil des BASF-Werksgeländes zu einem Betriebsunfall, bei dem mehrere Mitarbeiter verletzt werden. Was passiert ist:

Gegen 10:40 Uhr kommt es im BASF-Werksteil Nord zu dem Produktaustritt.

Dabei treten aus einem Behälter geringe Menge Methanoldämpfe und Spuren von Formaldehyd aus.

Sieben Mitarbeiter einer externen Firma erleiden Augen- und Atemwegsreizungen. Sie werden von einem BASF-Notarzt erstversorgt und in der Ambulanz verarztet. Die Mitarbeiter konnten die Ambulanz mittlerweile wieder verlassen.

Wie es zu dem Produktaustritt kommen konnte, ist derzeit unklar. Die BASF-Umweltmesswagen waren innerhalb und außerhalb des Werksgeländes unterwegs und stellten keine erhöhten Messwerte fest. 

Methanol ist im Sicherheitsdatenblatt folgendermaßen gekennzeichnet:

  • Flüssigkeit und Dampf leicht entzündbar
  • Giftig bei Verschlucken, Hautkontakt oder Einatmen
  • Schädigt die Organe (Auge, Zentralnervensystem) 

Formaldehyd ist im Sicherheitsdatenblatt folgendermaßen gekennzeichnet:

  • Giftig bei Hautkontakt
  • Lebensgefahr beim Einatmen
  • Gesundheitsschädlich bei Verschlucken
  • Kann allergische Hautreaktionen verursachen
  • Kann die Organe schädigen
  • Kann die Atemwege reizen
  • Kann Krebs erzeugen
  • Kann vermutlich genetische Defekte verursachen
  • Verursacht schwere Verätzungen der Haut und schwere Augenschäden

Methanol und Formaldehyd sind Ausgangsstoffe für zahlreiche chemische Produkte.

Die zuständigen Behörden sind informiert.

pm/rmx

Quelle: Ludwigshafen24

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