Gegen „die Abschottung der Europäischen Union“ 

Demo zu Orbán-Besuch bei Altkanzler Kohl 

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Kohl hatte Orban ausdrücklich gegen die internationale Kritik an dessen politischem Kurs verteidigt. (Symbolbild)

Ludwigshafen-Oggersheim – In Ludwigshafen wird auf Grund eines besondreren Gastes die Post abgehen. Denn: Der umstrittene ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orbán besucht Altkanzler Helmut Kohl: 

Der Besuch des ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orban bei Altkanzler Helmut Kohl (CDU) am Dienstag den 19. April in Ludwigshafen wird von Protesten begleitet.

Eine Privatperson habe eine Demonstration angemeldet, die sich „Für offene Grenzen – gegen die Abschottung der Europäischen Union“ richte, teilt ein Sprecher der Stadt Ludwigshafen mit.

Helmut Kohl empfängt Viktor Orban

Geplant sind demnach eine öffentliche Versammlung und ein Aufzug durch Kohls Heimatstadtteil Oggersheim. Erwartet werden etwa 50 Personen. Auch die linke Szene kündigte Protest so dicht wie möglich vor Kohls Haus an. Viktor Organ soll gegen Mittag eintreffen. 

Der Ablauf der Demo: 

– Ab 08:30 Uhr: Treffpunkt Bahnhof Lu-Oggersheim 

– Ab 09:00 Uhr: Demoroute zum Hans-Warsch-Platz 

– Ab 09:10 Uhr: Zwischenkundgebung auf dem Hans-Watsch-Platz 

– Ab 09:35 Uhr: Demoroute zur Malbücher Straße

– Ab 10:00 Uhr: Kundgebung Marbacher Straße 

– Spätestens 15:00 Uhr: Ende der Kundgebung

Hintergrund

Orbán setzt in der Flüchtlingspolitik auf Abschottung und ist gegen eine europaweite Verteilung der Flüchtlinge. Er gilt als schärfster Kritiker von Kanzlerin Angela Merkel (CDU). Kohl hatte Orban ausdrücklich gegen die internationale Kritik an dessen politischem Kurs verteidigt.

SPD und Grüne fordern, dass Kohl mäßigend auf Orban einwirkt. Der hatte sein Land im vergangenen Jahr mit Grenzzäunen abgeschottet, als mehr als eine Million Flüchtlinge nach Europa kamen.

Das Büro des Altkanzlers stellt unterdessen klar, dass das Treffen im Rahmen von Orbans Deutschland-Besuch privat-freundschaftlichen Charakter habe. Er sei nicht öffentlich, Presse sei nicht vorgesehen. Danach werde es eine gemeinsame Pressemitteilung und Fotos, aber keine Interviews des Altkanzlers geben.

>>>„Besuch ist ein Schlag ins Gesicht für alle Demokraten“

>>>Stacheldraht-Orban in Ludwigshafen – Nicht mit uns!

dpa/kp

Quelle: Ludwigshafen24

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