Diskussionen um Zeitplan

Sanierung und Abriss der Hochstraßen: Alle Infos zum Mega-Projekt

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Planänderung im Ablauf der Hochstraßen-Sanierung (Symbolfoto)

Ludwigshafen - Nachdem die Sanierung der Hochstraße immer wieder nach hinten verschoben wurde, gibt es jetzt offenbar weitere Planänderungen:

Update, 29. Januar: Nach einer Sitzung des Bauausschusses am Montag (28. Januar) gehören die Pläne für ein Galeriebauwerk, das die marode Hochstraße Süd stützen soll, wohl endgültig der Vergangenheit an. Wie Baudezernent Klaus Dillinger in der Sitzung erklärt, gestalte sich die Umsetzung des rund 120 Millionen Euro teuren Bauwerks schwieriger, als gedacht. Der Bau würde länger dauern, als erwartet. So lange, dass das stützende Bauwerk keine Lösung wäre, die vor dem Baubeginn zum Abriss der Hochstraße Nord fertiggestellt werden könne.

Die mögliche Alternative – den Abriss der Hochstraße Nord zuerst zu beginnen – würde allerdings bedeuten, dass der Lkw-Verkehr über die Hochstraßen komplett stillstehen würde. Auf der maroden Hochstraße Süd besteht seit Herbst 2017 ein Lkw-Fahrverbot.

Diskussionen gibt es übrigens nicht nur um die Hochstraßen-Maßnahme. Auch das Hochhaus-Projekt am Berliner Platz beschäftigt die Stadt seit dem Abriss der ‚Tortenschachtel‘. 

Planänderung! So soll die Hochstraßen-Sanierung jetzt ablaufen (19. Januar 2019)

Wie Baudezernent Klaus Dillinger (CDU) gegenüber der Rheinpfalz ankündigt, werde der Zeitplan der Mega-Maßnahme geändert: Wie die Zeitung berichtet, solle zuerst mit dem Abriss der Hochstraße Nord begonnen werden. Weiter heißt es, dass erst 8 bis 10 Jahre später mit der Sanierung der Hochstraße Süd begonnen werden solle – dann, wenn die geplante Stadtstraße als Ausweichroute fertiggestellt sei.

Die CDU-Fraktion hatte Anfang der Woche mitgeteilt, dass sie die Pläne für den Bau des Galeriebauwerks, das die marode Hochstraße Süd von unten abstützen sollte, nicht mehr unterstützen wird und eine Neuplanung der Maßnahme gefordert. In der Sitzung des Bauausschuss am 28. Januar sollen weitere Details zu den neuen Plänen vorgestellt werden.

Hochstraße Nord: Planungen erneut verschoben (23. August 2018)

2019, 2021, 2023. Der Abriss der Hochstraße Nord wird immer weiter nach hinten verschoben. Doch wo liegt das Problem? 

Vor allem bei der Hochstraße Süd. Diese muss zunächst als Ausweichstrecke saniert sein. Finanzierung und Einzelheiten des Konzepts stehen aber noch nicht fest. Neben Bürgern werden im Planungs-Feststellungsverfahren auch Behörden und Träger öffentlicher Belange gehört. Einwände werden bei einem Erörterungstermin besprochen. Ergänzende Gutachten oder Klagen nicht ausgeschlossen.

Das Genehmigungsverfahren (für ein Jahr geplant) kann sich in die Länge ziehen. Erst mit der Genehmigung kann die Erteilung des Baurechts und die Ausschreibung der Arbeiten erfolgen.

Seit Mitte 2017 ist klar, dass der Bund 154 Millionen Euro, das Land 64 Millionen Euro Zuschüsse fließen lassen. Die restlichen 92 Millionen Euro muss die Stadt übernehmen. Die Gesamtkosten lagen mal bei 290 Millionen Euro. Heute werden 310 Millionen prognostiziert! Und die Kosten werden wohl weiter steigen. Daher pocht die Rathausspitze darauf, dass sich Bund und Land prozentual anstatt mit Festbeträgen an der Sanierung beteiligen.

FürAbriss der Hochstraße Nord und Errichtung der Stadtstraße werden insgesamt acht Jahre Bauzeit veranschlagt. Fertigstellung ist also frühestens 2031.

Die neue vierspurige Stadtstraße mit zusätzlichen Abbiegespuren soll 860 Meter lang und bis zu 64 Meter breit werden. Dafür müssen der Würfelbunker und der nördliche Teil des Rathaus-Centers abgerissen werden. Die neue Verbindung hat zehn Kreuzungen, durchgängige Rad- und Fußwege sowie Baumreihen entlang der Fahrbahn. Grünflächen sind am Rheinufer geplant.

Abriss der Hochstraße Nord: So wird die neue Stadtstraße aussehen (5. September 2017)

Eine rund 860 Meter lange, ebenerdige Straße soll künftig die marode Hochstraße Nord ersetzen. Die wichtige Verbindungsachse zwischen der A650 im Westen, der Kurt-Schumacher-Brücke im Osten sowie der BASF im Norden ist so geplant, dass sie die erwartete Verkehrslast aufnehmen kann. Im Umfeld der neuen Stadtstraße entsteht ein neues Stadtquartier mit Wohnungen und Büros: City West.

Nach umfangreichen Planungen kann die Stadtverwaltung nun die abschließende Entwurfsplanung zu City West vorlegen. 

Die Entwurfsplanung der Stadtstraße

Zuvor hatte die Bundesregierung ihre Unterstützung des Projekts in Form einer 60 prozentigen Förderung zugesagt (mehr als 154 Millionen Euro). Auch das Land Rheinland-Pfalz wolle sich zu 25 Prozent an den Kosten beteiligen, so Lohse. Das entspreche rund 64 Millionen Euro.

Das Projekt City West, mit dem Abriss der Hochstraße und dem Neubau der Stadtstraße, soll insgesamt 290 Millionen Euro kosten. Beginn der Maßnahme ist frühestens Ende 2019.

OB Lohse bestätigt: Abriss der Hochstraße Nord später (11. Januar 2017)

Jetzt ist es auch hochoffiziell bestätigt – vor 1.300 Augen- und Ohrenzeugen: Der Abriss der 1,8 Kilometer langen Hochstraße Nord beginnt frühestens Ende 2019!

Wie Oberbürgermeisterin Dr. Eva Lohse (60, CDU) am Mittwochabend beim traditionellen Neujahrsempfang der Stadt im Pfalzbau-Theater betont, kommt er zu der Verschiebung des ursprünglich für Mitte 2018 anvisierten Startdatums. Der ‚Richtwert‘ Ende 2019 war bereits Ende November 2016 bei einer Sitzung des Bauausschusses durchgesickert.

Mammut-Projekt Hochstraße: Baubeginn verzögert sich bis 2019 (1. Dezember 2016)

Acht Jahre sollen die Arbeiten für den Bau der neuen Stadtstraße in Ludwigshafen dauern. Geplant war der Beginn des Projekts für Mitte 2018. Davon sind die Planer offenbar jedoch noch weit entfernt.

Die Gründe: Abgesehen davon, dass die Finanzierung (rund 300 Millionen Euro) des Mammut-Vorhabens noch weitestgehend unklar ist, weil die Stadt Ludwigshafen noch keine Rückmeldung von den Fördergebern des Bundes und Landes, die immerhin 85 Prozent der Kosten tragen sollen, bekommen hat, stehen zuvor noch zahlreiche Sanierungsarbeiten in der Stadt und der Region an, die zuerst in Angriff genommen werden müssen.

Darunter die Arbeiten an den Rheinbrücken auf der Mannheimer Seite, an der B9 und an der A650. Außerdem die Sanierung der Theodor-Heuss-Brücke an der A6 im Jahr 2017 und der Ersatzneubau der A6-Brücke über die Frankenthaler Straße in Mannheim-Sandhofen im Jahr 2018.

Die Folge: Der Baubeginn wird auf Ende 2019 verschoben, um „einen Puffer für eventuelle bauliche Unwägbarkeiten einräumen zu können. Gleichzeitig bedeutet dies Planungssicherheit für das Rathaus-Center für die kommenden drei Jahre“, so Chefplaner Johannes Lorch im Bau- und Grundstücksausschuss. 

kab

Quelle: Ludwigshafen24

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