Nach Todesfahrt in Berlin

Rheinland-Pfalz schickt mehr Polizisten auf Weihnachtsmärkte

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Rheinland-Pfalz erhöht die Sicherheitsvorkehrungen auf Weihnachtsmärkten. (Symbolfoto)

Mainz - Nach der Todesfahrt eines Lastwagens auf einem Berliner Weihnachtsmarkt erhöht Rheinland-Pfalz die Sicherheitsvorkehrungen.

Innenminister Roger Lewentz (SPD) hält die Weihnachtsmärkte im Land nach eigenen Worten für sicher. „Wir haben keine Erkenntnisse, dass es konkrete Hinweise auf Attentate et cetera gibt.", sagt Lewentz am Dienstag dem SWR. „Wir werden natürlich die Polizeipräsenz deutlich hochfahren, einfach auch, um den Menschen das Gefühl zu geben, die Polizei ist an ihrer Seite", so Lewentz. „Die Polizei wird alles dafür tun, dass die innere Sicherheit gewährleistet ist", sagt er. „Allerdings kann man ein solches Attentat, wie wir es jetzt möglicherweise in Berlin erleben mussten, nicht zu 100 Prozent ausschließen." Mit den Polizeipräsidenten habe er besprochen, „dass wir uns auch potenzielle Zufahrtswege anschauen, wo man möglicherweise auch mit einer Art Straßensperre arbeiten muss". Er gehe derzeit nicht von der Schließung von Märkten aus.

In Heidelberg wurden am Dienstag sogar schon Sperrpoller aufgestellt um die Weihnachtsmärkte zu sichern:

Nach Berlin-Anschlag: Sperrpoller sichern Weihnachtsmarkt! 

In Berlin soll ein Mann am Montagabend vorsätzlich einen Lkw in den Weihnachtsmarkt an der Gedächtniskirche im Herzen der Hauptstadt gesteuert haben. Dabei wurden mindestens zwölf Menschen getötet, 49 zum Teil schwer verletzt. „Das, worauf wir uns schon immer vorbereitet haben, ist eingetroffen", sagte Lewentz. „Man musste leider mit einem solchen Angriff rechnen."

Die Polizei werde auch einen Blick auf Wintermärkte haben, die noch nach Weihnachten geöffnet hätten. Die Ereignisse in Berlin werden nach Angaben des Ministers aber auch in die Vorbereitungen auf die Rosenmontagsumzüge einbezogen. 

Trauer auch in Rheinland-Pfalz

Bundesratspräsidentin Malu Dreyer (SPD) beschwor den Zusammenhalt. „Wir sind ein freies und starkes Land, das auch in schweren Stunden zusammensteht", schrieb die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin auf Twitter. Rheinland-Pfalz trauere.

Die Landesregierung ordnete Trauerbeflaggung für alle Landesbehörden an. Auf dem Gebäude der Staatskanzlei war die Flagge halbmast gehisst. 

Bereits nach dem mutmaßlichen Anschlagsversuch auf einen Weihnachtsmarkt in Ludwigshafen durch einen Zwölfjährigen wurden die Sicherheitsvorkehrungen für die Märkte laut Lewentz erhöht. Am Freitagabend hatte das Ministerium erklärt, es gebe eine abstrakte Gefährdung von Weihnachtsmärkten 2016, aber keine konkrete. Von erhöhter Polizeipräsenz war zunächst nicht die Rede gewesen.

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dpa/kab

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Quelle: Mannheim24

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