Leichtathletik-WM in Doha

Gold-Malaika schreibt WM-Geschichte! Großes Lob von Weitsprung-Legende Drechsler

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Malaika Mihambo jubelt über den Gewinn der Gold-Medaille. 

Doha - Gold für Malaika Mihambo! Die Oftersheimerin ist nach einer sensationellen Leistung Weltmeisterin im Weitsprung - und wird auch von einer echten Legende gefeiert:

  • Malaika Mihambo gewinnt am Sonntag bei der Leichtathletik-WM Gold im Weitsprung.
  • Die gebürtige Heidelbergerin tritt damit in die Fußstapfen von Heike Drechsler.
  • Mihambo wird nun erstmal in den wohlverdienten Urlaub fliegen.

Update vom 7. Oktober: Die Goldmedaille nimmt die mitgereiste Mutter mit nach Deutschland, die Weitsprung-Weltmeisterin verabschiedet sich direkt in den Thailand-Urlaub. Dort will Malaika Mihambo erstmal abtauchen - und den Tauchschein machen. „Superglücklich“ beendet die 25-Jährige von der LG Kurpfalz ihren Doha-Trip. Ihre 7,30 Meter bereits im dritten Durchgang bedeuten die achtbeste Weite der Leichtathletik-Geschichte.

Nach einer Punktewertung des Weltverbandes IAAF ist Mihambos Leistung sogar die beste der ganzen WM. Denn die Topfavoritin hat nicht nur mit ihrer Siegesweite geglänzt, sondern noch Sätze über 7,09 und 7,16 Meter hingelegt. Dabei hatte sie am Schlusstag im Khalifa-Stadion nach 6,52 Meter zum Auftakt und einem ungültigen zweiten Sprung kurz zittern müssen. 

Malaika Mihambo mit Mega-Sprung zu WM-Gold

Ich habe mir gesagt, der dritte muss jetzt gültig sein. Und das habe ich gemacht“, sagt sie trocken. So krönt sich Mihambo bereits mitten im Wettkampf zur Weltmeisterin. „Es wird der beste Sprung meiner Karriere gewesen sein“, sagt sie im ZDF.

Zudem gewinnt die Europameisterin von Berlin 2018 mit dem größten Vorsprung der WM-Geschichte von 38 Zentimetern. Silber holte die Ukrainerin Maryna Bech-Romantschuk mit 6,92 Metern vor der Nigerianerin Ese Brume mit 6,91. 

Malaika Mihambo: Lob von Weitsprung-Legende Heike Drechsler

In der ewigen deutschen Bestenliste steht jetzt nur noch Heike Drechsler, die Weltmeisterin von 1983 und 1993 und Olympiasieger von 1992 und 2000, vor Mihambo. Sie hält seit 1988 den nationalen Rekord mit 7,48 Metern. 

Sie wird mal eine ganz Große", sagte Drechsler dem SID. Die Olympiasiegerin von 2000 zeigte sich besonders beeindruckt von Mihambos mentaler Stärke: „Sie strahlt dieses Gewinnen-Wollen aus.“ Der WM-Titel sei „ein gutes Omen für Olympia“. Eine neue Drechsler sei Mihambo aber nicht. „Sie wird ihre eigene Geschichte schreiben“, sagt Drechsler, die als bis dato letzte Deutsche vor 26 Jahren in Stuttgart WM-Gold gewonnen hat und Mihambos Triumph in ihrer Heimat Helsinki mit einer „Flasche Champagner“ feiert. 

Malaika Mihambo: Folgt bei Olympia der nächste Erfolg?

Bei den Sommerspielen in zehn Monaten in Tokio gehört die gebürtige Heidelbergerin, deren Mutter aus Deutschland und Vater aus Sansibar stammt, zu den Medaillenhoffnungen - wenn sie ihre Form halten kann. „Man muss einfach gesund bleiben. Wenn man davon ausgeht, dass ich gesund bleibe, noch ein bisschen an Kraft und Schnelligkeit zulegen kann, dann, ja dann kann ich mich nur freuen, wenn ich nächstes Jahr noch mal in so einer Form beim größten Wettkampf dastehe“, so Mihambo. (nwo/SID/dpa)

Malaika Mihambo springt sensationell zu Gold

Update vom 6. Oktober, 19:45 Uhr: Malaika Mihambo ist Weltmeisterin! Die Oftersheimerin hat am Sonntagabend (6. Oktober) in Doha souverän die Gold-Medaille - mit Weltjahresbestleistung von 7,30 Metern - im Weitsprung gewonnen. Damit blieb sie knapp unter dem Weltmeisterschaftsrekord von 7,36 Metern, den die US-Amerikanerin Jackie Joyneer-Kerser seit 1987 hält. Silber ging an Maryna Bekh-Romanchuk, Bronze an die Nigerianerin Ese Brume

Mihambo auf Gold-Kurs! Oftersheimerin steht souverän im Weitsprung-Finale

Erstmeldung vom 6. Oktober: Topfavoritin Malaika Mihambo ist souverän ins Weitsprung-Finale bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften in Doha eingezogen. Die Europameisterin von der LG Kurpfalz kam am Samstag (5. Oktober) in der Qualifikation im ersten Versuch gleich auf 6,98 Meter - dabei sprang sie deutlich vor dem Brett ab. 

Malaika Mihambo steht im Weitsprung-Finale der Leichtathletik-WM

Die vierfache Weltmeisterin Brittney Reese aus den USA hat das Finale am Sonntag (6. Oktober/18:15 Uhr, ZDF) im Khalifa-Stadion hingegen verpasst. „Es war optimal. Der Anlauf war so ausgelegt, mit ein bisschen Puffer", erklärt Mihambo und meint mit Blick auf den Medaillenkampf: „Die Vorfreude ist auf jeden Fall da. In so einer Verfassung bei der WM zu stehen, das ist einfach super. Da freue ich mich natürlich sehr. Trotzdem ist man natürlich auch angespannt, weil man es erst einmal zeigen muss."

Mihambo ist in diesem Jahr bereits 7,16 Meter weit geflogen und führt die internationale Bestenliste an. Sechs Mal hat die Oftersheimerin in dieser Saison die Sieben-Meter-Marke übertroffen. „Eine super Quali von Malaika. Sie kann 7,20 Meter und mehr springen", sagt Heike Drechsler, zweifache Weitsprung-Olympiasiegerin, der Deutschen Presse-Agentur.

Bereits bei der Leichtathletik-Europameisterschaft 2018 in Berlin hat Mihambo sensationell Gold gewonnen. Danach hat es einen feierlichen Empfang in Oftersheim gegeben.

dpa 

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