Ganztägiger Warnstreik am 30. April

Uniklinik-Ärzte streiken erneut – was das für die Patienten bedeutet!

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Am Mittwoch findet am Universitätsklinikum Mannheim ein Warnstreik statt

Mannheim - Am Dienstag (30. April) legen Ärzte des Uniklinikums Mannheim ihre Arbeit nieder. Grund ist ein Warnstreik für bessere Arbeitszeiten. Was das für Patienten bedeutet:

Update vom 29. April: Nach dem Warnstreik am 10. April legen Ärzte am Universitätsklinikum am Dienstag (30. April) erneut für einen ganzen Tag die Arbeit nieder. Da die jüngsten Verhandlungen mit der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) nicht zum gewünschten Ergebnis geführt haben, hat die Gewerkschaft Marburger Bund nun abermals zum Warnstreik aufgerufen.

Doch Patienten müssen keine Sorge haben: Dank der Notdienstvereinbarung bleiben wichtige Bereiche am Uniklinikum von der Arbeitsniederlegung der Ärzte unbetroffen. So können alle Notfälle und alle bereits stationär aufgenommenen Patienten wie gewohnt behandelt werden. Ebenfalls nicht betroffen sind alle nicht aufschiebbaren onkologischen Operationen, die Intensivstationen und Transplantationen. Auch alle Patienten, die für eine sofortige Behandlungen von ihren Hausärzten an das Uniklinikum überwiesen wurden, können trotz des Streiks behandelt werden.

Aber: Durch den Streik kann es am Dienstag zu Beeinträchtigungen im Krankenhausbetrieb kommen, sodass sich Termine eventuell verzögern oder verschoben werden müssen. Beim eintreten eines solchen Falles, werden die betroffenen Patienten rechtzeitig informiert.

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Streik an der Uniklinik Mannheim – Auswirkungen für Patienten?

Am Mittwoch (10. April) werden in Mannheim die Ärzte in ihren weißen Kitteln vor der Uniklinik stehen, statt drinnen Patienten zu untersuchen. Grund: Ein Warnstreik ist an diesem Tag angesetzt.

Die Verhandlungen zwischen der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) und dem Marburger Bund sind bislang gescheitert. Der Bund fordert bessere Arbeitszeiten. So sollen die Ärzte beispielsweise zwei freie Wochenenden im Monat bekommen und keine Vollarbeit nach Bereitschaftsdiensten mehr machen müssen. Um ihren Forderungen mehr Druck zu verleihen, ruft der Marburger Bund deshalb zum ganztägigen Warnstreik auf. Rund 600 Ärzte vom Mannheimer Uniklinikum sind von den Tarifverhandlungen betroffen. 

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Ein Tag vor dem Streik versichert Dirk Schuhmann, Leiter der Unternehmenskommunikation und Marketing vom Universitätsklinikum Mannheim, dass die Patientenversorgung auf jeden Fall sichergestellt ist. 

Die Notdienstvereinbarung zwischen der Geschäftsführung des Universitätsklinikums und dem Marburger Bund beruht auf dem einvernehmlichen Grundsatz, dass streikbedingte Einschränkungen die Patienten nicht gefährden dürfen. Um das zu gewährleisten, wurden unter anderem für die Zentrale Notaufnahme und die Kindernotfallambulanz Mindestbesetzungen vereinbart, sodass Patienten jederzeit behandelt werden können“, so Schuhmann in einer Mitteilung.

Das bedeutet, dass alle wichtigen Bereiche an der Uniklinik Mannheim nicht von der Arbeitsniederlegung betroffen sind. Notfälle und stationär aufgenommene Patienten werden behandelt, auch nicht aufschiebbare Operationen und Therapien sind nicht vom Streik betroffen. „Auch Patienten, die von ihrem Haus- oder Facharzt mit der Bitte um sofortige Behandlung überwiesen werden, können trotz des Streiks wie üblich behandelt werden“, erklärt Schuhmann weiter.

Er weist allerdings darauf hin, dass es trotz der Notdienstvereinbarung zu Beeinträchtigungen im Krankenhausbetrieb kommen kann. 

Neben Mannheim wird auch in zahlreichen anderen Kliniken gestreikt, wie unter anderem in Ludwigshafen. Auch hier wird eine Versorgung der Patienten sichergestellt. 

Wie die Uniklinik Mannheim bekannt gibt, kommen immer mehr Patienten zur Notfallaufnahme – auch wenn sie keinen wirklichen Notfall haben. Doch nicht nur die Notfallaufnahmen sind vollgestopft, auch die Geburtsklinik. Denn wie das Universitätsklinikum berichtet, gab es 2018 einen neuen Rekord. Über 2.000 Babys erblicken das Licht der Welt – und damit sind es einige mehr, als im Jahr zuvor! 

pm/jol

Quelle: Mannheim24

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