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Mannheim: „Lolli-Tests“ – Stadt plant Pilotversuch an mehreren Schulen

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Von: Daniel Hagen

Coronavirus - Corona-Selbsttests für Grundschüler
Mannheim will an mehreren Schulen „Lolli-Tests“ ausprobieren. (Symbolfoto) © Michael Reichel/dpa

Mannheim - In Baden-Württemberg geht bald die Schule wieder los. Aufgrund der Corona-Pandemie müssen sich Schüler weiter testen. Dafür sollen an einigen Schulen „Lolli-Tests“ genutzt werden.

Ein Leben ohne Corona-Testungen ist aktuell kaum vorstellbar. Selbst in der Schule müssen sich Kinder und Jugendliche mehrfach die Woche testen lassen. Dafür wird meist ein Antigen-Schnelltest gemacht, der zwar schnell ein Ergebnis liefert, aber nicht so genau ist, wie ein im Labor analysierter PCR-Test. Seit kurzem gibt es aber noch eine weitere Methode der Testung – die sogenannten „Lolli-Tests“. Zahlreiche Kommunen, wie zum Beispiel Freiburg, nutzen diese neue Form bereits. Das Land Baden-Württemberg unterstützt sogar alle interessierten Städte und Gemeinden mit einer Finanzspritze.

NameMannheim
BundeslandBaden-Württemberg
Bevölkerung310.658 (Stand: 31. Dez. 2019)
OberbürgermeisterDr. Peter Kurz (SPD)

Mannheim: Stadt plant Modelversuch an mehreren Schulen

Schüler müssen morgens in der Schule für 30 Sekunden an einem Tupfer wie an einem Lolli lutschen. Anschließend landen alle Tupfer in einem Behälter (auch „Pool“ genannt), der daraufhin ins Labor geschickt wird. Die Proben werden nun auf Corona untersucht. Das Ergebnis liegt innerhalb von 24 bis 60 Stunden vor. Kann in einem Pool kein Virusnachweis gefunden werden, ist kein Schüler an Covid-19 erkrankt. Ist der PCR-Pool positiv, bedeutet das, dass mindestens ein Kind mit dem Virus infiziert ist. Alle Kinder müssen daraufhin einen Corona-Test machen.

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Während der Rhein-Neckar-Kreis und Städte wie Weinheim oder Heidelberg weiterhin auf den Antigen-Schnelltest setzen, ist man in Mannheim interessiert an dem neuen System. „Im kommenden Schuljahr plant die Stadt Mannheim einen Pilotversuch an zunächst fünf bis sechs Schulen mit sogenannten PCR-Lolli-Tests, um Erfahrungen zu Implementierbarkeit und Praxistauglichkeit von PCR-Pooltestungen an Schulen zu gewinnen. Neben einer unkomplizierteren Handhabung der Tests für die Nutzer*innen spricht das sicherere Testergebnis für ein solches Verfahren“, schreibt die Stadt Mannheim auf MANNHEIM24-Anfrage.

Mannheim: Stadt arbeitet mit Labor der Uniklinik zusammen

Ein weiterer Grund für den Testversuch ist, dass die Stadt Mannheim mit dem CoV-Lab der UMM einen „kompetenten und erfahrenen Labor-Partner“ habe, der sich daran beteiligt. Sollten sich die Pool-Tests bewähren, sollen weitere Schulen damit beliefert werden. Allen weiteren Schulen werden aber weiterhin die Antigen-Schnelltests zur Verfügung gestellt. Aktuell würde die Stadt etwa 107.000 Testkits pro Woche ausgeben.

Die Kosten für den Pilotversuch können noch nicht abgeschätzt werden. Die „Lolli-Tests“ werden allerdings vom CoV-Lab der UMM bereitgestellt werden. An welchen Schulen der Versuch durchgeführt wird, ist übrigens auch noch unklar. Man würde die Ferien für „organisatorischen Vorbereitung“ nutzen soweit die Schulen in den Schulferien erreichbar sind. (dh)

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