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Landgericht Mannheim: Fahrlehrer soll Schülerinnen missbraucht haben

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Von: Eliran Kendi

Landgericht Mannheim (Symbolfoto)

Fahrlehrer auf der Anklagebank: Missbrauchsfall wird am Landgericht Mannheim verhandelt (Symbolfoto). © picture alliance/dpa

Mannheim - Bei Fahrstunden sind sich Lehrer und Fahrschüler*innen sehr nahe. Ein Fahrlehrer soll die Situation ausgenutzt und Kundinnen genötigt haben. Der Angeklagte legt ein Teilgeständnis ab. 

Für Fahrlehrer gilt dasselbe wie für Lehrer im schulischen Betrieb: Sie haben gegenüber ihren Schülerinnen und Schülern eine Fürsorgepflicht. Das gilt besonders während der praktischen Fahrstunden. Umso mehr schockiert ein Fall der gegenwärtig am Landgericht Mannheim verhandelt wird: Dort sitzt ein Fahrlehrer auf der Anklagebank. Dem 50-Jährigen wird vorgeworfen seine Tätigkeit dazu ausgenutzt zu haben, Frauen dazu zu bewegen, sexuelle Handlungen an sich zu erdulden. Es geht in dem Prozess um sieben Fälle im Raum Mannheim, Heidelberg und Frankenthal zwischen 2013 und 2016. Nun hat der Fahrlehrer ein Teilgeständnis abgelegt.

Mannheim: Opfer des Fahrlehrers kommen zu Wort

Der Angeklagte habe Teile der ihm vorgeworfenen Übergriffe eingeräumt, sagt ein Sprecher des Mannheimer Landgerichts am Mittwoch (9. Juni) gegenüber der Deutschen Presse-Agentur. Beim nächsten Verhandlungstermin des wegen eines Krankheitsfalles und der Coronavirus-Pandemie mehrfach verschobenen und jetzt neu aufgerollten Prozesses werden Opfer des Mannes gehört. Insgesamt sind neun Termine geplant. Das Urteil wird am 23. Juli erwartet. (esk mit dpa)

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