Terrasse blockiert Parkbucht

Wirte machen sich breit: Sitzplätze statt Parkplätze!

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Das boland‘s ist der erste Betrieb, der das neue Konzept in die Tat umsetzte. 

Mannheim-Innenstadt – Sitzplatz statt Parkplatz heißt es seit Kurzem in der City: Gastronomen in Kunststraße und Fressgasse dürfen ihre Außenbestuhlung jetzt auf die Parkbuchten ausweiten. 

Mit dem Bau von Q6/Q7 fing alles an: Breitere Gehwege rund um das neue Stadtquartier, eine große Flanierzone – ein Bild, das sich künftig auch in den neugestalteten Planken fortsetzen soll. Nun stand jedoch auch die Frage im Raum, wie man auch die Bereiche rund um die Planken aufwerten könnte – und das mit möglichst geringem finanziellen Aufwand.

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Die zündende Idee kam von Klaus Elliger, Fachbereichsleiter der Stadtplanung: Inspiriert von ähnlichen Konzepten in Kopenhagen und San Francisco können Gastronomen in Fressgasse und Kunststraße ab sofort ihre Außenbestuhlung auf die bereits vorhandenen Parkbuchten ausweiten.

„Wir wollen, dass der öffentliche Raum in der Wahrnehmung anders wird“, begründet Elliger die Idee. Das Bild von parkenden Autos am Straßenrand solle aufgelöst werden. Laut Elliger sei es allerdings eher ungewöhnlich, dass die Stadt bei solch einem Thema selbst aktiv wird. 

Zwölf Gastronomen in der Fressgasse und fünf in der Kunststraße wurden im Vorfeld ins Rathaus eingeladen, wo das Konzept vorgestellt wurde. Die Betreiber können bei Interesse einen Antrag stellen, jeder einzelne wird dann individuell geprüft. Die Genehmigungen gelten dann immer für zwei Jahre, auch im Winter. 

Eine offizielle Gestaltungsrichtlinie der Außenbereiche gibt es noch nicht. Doch bevor diese im Herbst im Gemeinderat beschlossen wird, können die Gastronomen sich freiwillig an den ersten Entwurf halten. Hier gilt: nicht unbedingt Plastikstühle, alles etwas „wertiger“, wie Elliger beschreibt. Auch die Entwässerung muss noch funktionieren. 

Das boland‘s in der Kunststraße (O4,1) ist der erste Betrieb, der die Chance ergriff und einen Antrag für die Umsetzung des neuen Konzepts stellte. Jetzt gibt es vor dem Café dank einer Podestkonstruktion eine nagelneue Terrasse mit 20 zusätzlichen Sitzplätzen in der Parkbucht – und drei Parkplätze fallen weg!

Für Klaus Elliger „die Edelvariante“ in der Umsetzung, würde doch eine Abgrenzung durch Blumenkübel auch ausreichen. 

Wo jetzt Kaffee getrunken wird, konnte vor Kurzem noch geparkt werden. 

Ein weiterer Gastronom in der Fressgasse habe ebenfalls einen Antrag gestellt, drei weitere Betriebe hätten bereits Interesse bekundet. Auch eine Ausweitung des Konzepts auf weitere Bereich der Innenstadt wäre für Elliger denkbar: „Wenn hinter den G und H Quadraten ein Gastronom auf uns zukommen würde, würden wir das auch prüfen.“

Und was ist mit den Parkplätzen?

Wo in Zukunft in der Sonne Kaffee getrunken wird, kann nicht mehr geparkt werden! In der ohnehin schon vom Parkplatz-Mangel geprägten Innenstadt könnte das für Autofahrer zur Belastungsprobe werden.

Für Klaus Ellinger ist das Parkhaus in Q6/Q7 die Lösung: „Hier gibt es 1.300 neue Stellplätze und das Parkhaus ist auch zu Spitzenzeiten nicht ausgelastet.“ Sollten alle Gastronomen in Kunststraße und Fressgasse das neue Konzept umsetzen, würden laut Ellinger weniger als 50 Parkplätze wegfallen. 

Was hältst Du von dem neuen Konzept? Sag uns Deine Meinung!

Die Abstimmung ist beendet.
Wie findest Du die Idee, Parkbuchten in Sitzfläche zu verwandeln?
Schlecht! Parkplätze wären mir viel wichtiger.
47.97%
Gut! So können mehr Menschen draußen sitzen.
45.76%
Das ist mir egal.
6.26%

kab

Quelle: Mannheim24

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