In Secondhand-Shop

Über 5.000 Jahre alt: Gefäß aus dem Alten Ägypten zwischen Spenden entdeckt!

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Catja Schulze, Gabriele Pieke, Restauratorin Elke Michler und Inka Dreyer bei der Übergabe im Museum. Das Tongefäß wird in eine Grabinszenierung integriert.

Mannheim - Große Überraschung in einem Mannheimer Secondhand-Shop: Zwischen den gespendeten Objekten findet sich ein ganz besonderes Stück aus dem Alten Ägypten!

Inka Dreyer, Ehrenamtliche im Oxfam Shop Mannheim, macht eine ganz besondere Entdeckung zwischen den Spenden. Inmitten von Büchern, Schuhen und Spielen befindet sich ein 21 Zentimeter hohes Tongefäß, das das Interesse der Mitarbeiterin weckt...

Im Inneren findet Dreyer ein zusammengerolltes Zertifikat, das bestätigt, um was für einen seltenen Fund es sich handelt. Das Tongefäß stammt aus dem Alten Ägypten und ist mehr als 5.500 Jahre alt!

Da solche Objekte durch das Kulturgutschutzgesetz vom Verkauf ausgenommen sind, steht schnell fest, dass der seltene Fund als Geschenk an die Reiss-Engelhorn-Museen (rem) gehen soll. Dort erhält es einen Ehrenplatz in der beliebten Ausstellung „Ägypten – Land der Unsterblichkeit“. 

Das Exponat stammt aus einer Zeit, bevor die Pharaonen am Nil regierten – und gehört jetzt zu den ältesten Stücken der Ausstellung. Es handelt sich um ein Vorratsgefäß, das Verstorbenen, mit Speisen gefüllt, ins Grab gelegt wurde, um sie für ihr Leben im Jenseits vorzubereiten.

„Es freut uns natürlich sehr, dass die Vase einen Ehrenplatz in der Ausstellung bekommt“, so Inka Dreyer, die zusammen mit Filialleiterin Catja Schulze zur Übergabe ins Museum gekommen ist. „Es ist uns wichtig, dass die Spender sehen, dass wir verantwortungsvoll mit den Objekten umgehen.“

„Im Museum werden die Schätze der Vergangenheit für kommende Generationen bewahrt. Das ist eine unserer Hauptaufgaben“, betont Dr. Gabriele Pieke, Leiterin der Altägyptischen Sammlung der rem. „In Zeiten, in denen im Nahen Osten auch Kulturgüter Konflikten zum Opfer fallen, bieten wir einen sicheren Ort. Hier werden die Objekte professionell betreut. Auf diese Weise können wir auch in Zukunft Kinder und Erwachsene für die Hochkultur am Nil begeistern.“

pm/kab

Quelle: Mannheim24

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