Ein Augenzeugin berichtet

Nach Großeinsatz am Pfingstbergweiher: „Ich hatte Angst, dass man den Jungen nicht findet.“ 

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Augenzeugin Alexandra S.: Sie beobachtet den Jungen und alarmiert die Rettungskräfte.

Mannheim-Rheinau - Am Donnerstagabend (24. Januar) bricht Junge in den Pfingstbergweiher ein. Er kann sich selbst befreien. Nach dem Happy End spricht eine Augenzeugin am Tag danach mit uns. 

+++ UPDATE, 25. Januar, 19:37 Uhr

Am Freitagmorgen (25. Januar) interviewen wir die Augenzeugin Alexandra S., die Hilferufe aus dem Pfingstbergweiher hört und den Jungen im Wasser sieht. Währenddessen steht sie mit ihren beiden Hunden oberhalb des Pfingsbergweiher. Sofort verständigt die Frau die Retter. 

Sie berichtet: „Ich habe Hilferufe vernommen und geschaut, wo es her kommt. Als ich gesehen habe, dass es aus dem Wasser kommt, war ich zuerst überfordert.“ Daraufhin will sie zunächst selbst zum Wasser gehen. Ihre beiden Hunde hindern sie daran. Sie will sie nach Hause bringen. Auf dem Weg dorthin wählt sie den Notruf. Dabei sieht sie wie ein Junge ganz verzweifelt mit lauter und ängstlicher Stimme ruft. 

Das Eis ist brüchig auf dem Pfingstbergweiher.

Dass mehrere Kinder vor Ort sind, vermutet sie nur:„Ich habe keine weitere Person gesehen aber es hat so ausgesehen als wenn er zu einer Person gesprochen hat.“ Noch während die Hundehalterin mit der Feuerwehr telefoniert, sieht sie die ersten Blaulichter.„Ich hatte Angst, dass man den Jungen nicht findet.“ 

Als Alexandra S. erfährt, dass es dem Jungen gut geht, fällt ihr ein Riesen Stein vom Herzen.„Es gibt nichts wertvolleres wie das eigene Leben“, betont sie und fügt an:„Ich sehe hier sehr oft Kinder, sobald es anfängt zu schneien.Ich appelliere auch an die Eltern, rennt nicht gleich zu dem Pfingstbergweiher. 

Ein Besuch im Eisstadion kostet vielleicht einige Euros, aber was ist ein Menschenleben? Ich finde es unverantwortlich. Die fangen an Steine und Stöcke zu werfen und denken das hält. Und dann machen sie die ersten Gehversuche. Das kann schnell tragisch enden.“

Und tatsächlich sind während des Gesprächs Kinder am Ufer, die einen prüfenden Blick auf das Wasser werfen. 

Kinder am Ufer des Pfingsbergweiher

Ähnlich sieht es die Mannheimer Stadtverwaltung, die betont, dass das Betreten und das Eislaufen auf gefrorenen städtischen Badeseen generell verboten ist. Hintergrund des Verbotes ist, dass die Eisfläche nicht die notwendige Eisdicke garantiert und somit keine Haftung von Seiten der Stadt Mannheim übernommen werden kann.

Lebensgefahr: Betreten der Eisfläche verboten!

Die Stadt Mannheim bittet alle Bürger deshalb um Verständnis und zur eigenen Sicherheit, vom Betreten und Eislaufen auf städtischen Badeseen abzusehen.

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+++ UPDATE, 25. Januar, 6 Uhr

Suchaktion mit Happy End! Gegen 21 Uhr meldet sich ein 14-Jähriger bei der Polizei. Er erklärt, dass er der Junge sei, nach dem die Helfer suchen. Er sei am Pfingstbergweiher joggen gegangen und habe gegen 17 Uhr seine Schuhe säubern wollen. Dabei sei er durch das Eis in den See gefallen. Er habe sich aber selbst befreien können und sei mit nasser Kleidung mit einem Freund nach Hause gelaufen. Als er von der Suchaktion gehört hat, habe er sich gleich gemeldet.

+++ UPDATE, 21:08

Insgesamt zehn Taucher der Berufsfeuerwehr Mannheim und der DLRG haben den See ohne Ergebnis abgesucht. Auch ein Polizeihubschrauber war mit einer Wärmebildkamera im Einsatz. Mehrere Zeugen beobachten zuvor, wie ein Kind in das Eis des Sees einbricht. Deren unterschiedlichen Aussagen zufolge besteht allerdings die Möglichkeit, dass eine Person zwar ins Eis einbrach, jedoch nicht im Wasser unterging. In der Nähe des Ufers wird zwar eine Einbruchstelle entdeckt. Diese befindet sich jedoch in einem flachen Teil des Sees..

Darüber hinaus beobachtet ein Zeuge, wie zwei Kinder/Jugendliche zuvor vom See wegrennen. Da zum Zeitpunkt der Suchaktion kein Kind/Jugendlicher als vermisst gemeldet ist, wird die Suche nach zwei Stunden abgebrochen. Sofern in den kommenden Stunden keine weiteren konkreten Erkenntnisse folgen, die einen erneuten Einsatz notwendig machen, wird die Situation durch die Polizei und alle anderen Rettungskräfte am Freitagmorgen neu bewertet.

Um die Gesamtumstände letztendlich aufzuklären zu können, werden die beiden Kinder/Jugendlichen, die beobachtet wurden, als sie vom See wegrannten, gebeten, sich im Lagezentrum des Polizeipräsidiums Mannheim unter ☎ 0621 174 3333 melden.

+++UPDATE, 20:10

Gegen 19:15 Uhr stellen die Rettungskräfte ihre Suche ein. 

+++ UPDATE, 19:00

Immer mehr Einsatz Kräfte versammeln sich vor Ort. Eine Zeugin, die den Einsatz gemeldet hat, berichtet, dass sie einen Jungen im Eis einbrechen gesehen hätte. Mittlerweile ist auch ein Hubschrauber vor Ort, der den See mit Wärmebildkameras absucht. Auf dem Eis seien Fußspuren zu sehen, die darauf hinweisen, das eine Person den See betreten hat. Zudem sind Taucher im Wasser, die nach dem Kind suchen. 

Fotos: Großeinsatz am Pfingstbergweiher: Junge im Eis eingebrochen!

+++ Erstmeldung

Es ist gegen 17:30 Uhr am Donnerstagabend, als eine Person, vermutlich ein Kind, auf dem Pfingstbergweiher unterwegs ist.

  

Feuerwehr und DLRG sind vor Ort.

Zwar ist es winterlich kalt, anscheinend jedoch nicht so kalt, dass das Eis es tragen könnte. Es bricht ein. Aktuell sind Notarzt, DLRG und Feuerwehr vor Ort. 

Ein Taucher macht sich zum Einsatz bereit. 

Auch In Kronau hat ein kleiner Junge (5) einen Polizeieinsatz ausgelöst - am Ende ging alles gut aus!

chh/Priebe/Braun/pol

Quelle: Mannheim24

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