Trassenverlauf

Radschnellweg Mannheim-Heidelberg: So soll die Strecke verlaufen (Karte)

Radschnellweg zwischen Mannheim und Heidelberg: Trassenverlauf steht fest!
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Radschnellweg zwischen Mannheim und Heidelberg: Trassenverlauf steht fest!

Heidelberg/Mannheim - Ein Radschnellweg soll Pendlern den Umstieg auf das Fahrrad „versüßen“. Jetzt steht der Verlauf der Fahrradtrasse. Wann die Strecke befahrbar sein wird:

  • Zwischen Mannheim und Heidelberg soll ein Radschnellweg eingerichtet werden.
  • Das Regierungspräsidium hat drei mögliche Trassenverläufe geprüft.
  • Im Frühherbst 2020 sollen offene Fragen bei einer Ortsbegehung geklärt werden.

Update vom 21. Juli 2020: Die Planung des lang ersehnten Radschnellwegs zwischen Mannheim und Heidelberg geht in die nächste Runde. Wie das Regierungspräsidium Karlsruhe am Dienstag (21. Juli) bekannt gibt, steht der Trassenverlauf des Radschnellwegs nun endlich fest.

Der Radschnellweg soll auf der Höhe des Paradeplatzes in Mannheim beginnen, wo er dann durch die Quadrate zum Friedrichsring führt. Von dort geht die Fahrradtrasse über die Friedrich-Ebert-Brücke zum Neckardamm und überquert dort den Neckar. Auf der nördlichen Neckarseite verläuft der Radweg dann gen Osten am Universitätsklinikum vorbei parallel zur Feudenheimer Straße. Dort schwenkt der Radweg dann auf den „Pfeifferswörth" und führt am Vereinsgelände vorbei zur Brücke über die B38a nach Mannheim-Feudenheim.

In Feudenheim angekommen durchquert der Radschnellweg den Stadtteil über die Spessartstraße bis zur Straßenbahnendhaltestelle „Feudenheim“, von wo es dann in Richtung Ilvesheim geht. Am Knotenpunkt Banater Straße wird, aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens, eine kreuzungsfreie Querung gebaut. Nach Angaben des Regierungspräsidiums wird es aller Voraussicht nach eine Unterführung werden.

Bei Ilvesheim müssen Radfahrende dann in Richtung Neckar abbiegen und dann entlang des Neckarkanals bis zum Industriegebiet Ladenburgs und dort über die „zukünftige Neckarbrücke“, wo es dann in Richtung Süden geht. Der Radschnellweg verläuft dann parallel zur neuen L597, bevor er zwischen Seckenheim und Neu-Edingen wieder nach Osten geht.

Im Stadtgebiet von Edingen-Neckarhausen verläuft der Radschnellweg zunächst entlang der Landstraße 637 und dann parallel zur OEG-Trasse. Am Wasserturm überquert der Radweg dann die Gleise und fährt von dort an auf der Nordseite der Bahngleise. Von Edingen kommend soll der Radweg dann die A5 durch einen neuen Tunnel unterqueren und dann weiter entlang der OEG-Trasse bis zur Mannheimer Straße in Wieblingen, die bis in den Stadtkerns Heidelberg führt.

Von dort könnte der Radweg an einer künftigen Neckarpromenade entlang bis zum Karlstor und weiter ins Neckartal geführt werden. Eine Rad- und Fußwegbrücke zwischen dem Neuenheimer Feld und Bergheim soll einen separaten Radschnellweg von der Bergstraße kommend über den Neckar in den Heidelberger Süden und perspektivisch über das Patrick-Henry-Village bis nach Schwetzingen verlängern.

Da das Bauvorhaben noch viele Fragen offen lässt, plant das Regierungspräsidium eine weitere Ortsbegehung im Frühherbst 2020, um die Öffentlichkeit in die Planung miteinzubeziehen. Mit einem Beginn des Planfeststellungsverfahrens wird 2021 gerechnet. Der Radschnellweg wird wohl erst 2025 oder 2026 komplett befahrbar sein und acht bis zwölf Millionen Euro kosten.

Radschnellweg Mannheim-Heidelberg: Der Strecken-Favorit steht fest!

Update vom 26. Juni 2019: Das Regierungspräsidium Karlsruhe hat in seiner zweiten Sitzung die favorisierten Routen zur geplanten Radschnellverbindung zwischen Heidelberg und Mannheim vorgestellt. Zuvor hat eine Machbarkeitsstudie des Verbands Region Rhein-Neckar drei mögliche Trassenverläufe aufgezeigt. Die Planer des Regierungspräsidiums haben die Aufgabe die drei Varianten eingehend zu untersuchen, bevor das nötige Planfeststellungsverfahren eingeleitet werden kann.

Nach Angaben des Regierungspräsidiums Karlsruhe sind folgende Kriterien maßgeblich für die Entscheidung:

  • Verkehrstechnische Aspekte (Knotenpunkte, Potenzial, Zeitverluste, Einbindung im Gesamtnetz)
  • Belange des Umweltschutzes (Schutzgüter nach Umweltverträglichkeitsprüfungsgesetz, Natur- und Artenschutz) 
  • Kosten (Strecke, Bauwerke, Unterhaltung).

Radschnellweg von Mannheim nach Heidelberg: Wird das die Route sein? 

Bei der Auswertung der Untersuchungsergebnisse hat sich nun eine Kombi-Variante aus zwei Teilabschnitten herausgebildet:  Die Route verläuft im Abschnitt Mannheim bis Ladenburg nördlich des Neckars, quert von Ladenburg aus den Neckar entlang der derzeit im Bau befindlichen L 597 in Richtung Seckenheim und führt weiter von Seckenheim über Edingen nach Heidelberg.

Der Baubeginn für den Radschnellweg zwischen Mannheim und Heidelberg ist für Herbst 2022 geplant (Symbolfoto).

Im nächsten Schritt wird anschließend die Entwurfsplanung für diese Strecke erstellt. Dabei wird es auch eine breit angelegte Öffentlichkeitsbeteiligung geben. Dafür hat das Regierungspräsidium Karlsruhe unter anderem unter radschnellweg-hd-ma.de eine Homepage eingerichtet. 

Im Rahmen einer Bürgerinformationsveranstaltung wird die interessierte Öffentlichkeit am 24. Juli 2019 in der Kulturhalle in Mannheim-Feudenheim über Details zur Varianten-Entscheidung informiert. 

Radschnellweg Mannheim-Heidelberg: Entscheidungsprozess zur Route beginnt 

Update vom 6. Februar 2019: In einer nicht-öffentlichen Sitzung nimmt der „Projekbegleitkreis zum Vorhaben Radschnellverbindung“ am Dienstagabend (5. Februar) die Arbeit auf. Damit befindet sich das Projekt mitten in der heißen Phase der Varianten-Entscheidung, in der die abschließende Trasse festgelegt wird. Der Baubeginn ist schon für Herbst 2022 geplant!

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Radschnellweg Mannheim-Heidelberg: Baubeginn für 2022 geplant

Die rund 50 Teilnehmer des Kreises bestehen aus Mitarbeitern des Regierungspräsidiums, Vertretern der Gebietskörperschaften, der Politik, Wirtschaft, Umweltverbände, Landwirtschaft, ÖPNV und Trägern öffentlicher Belange und weitere Multiplikatoren.

In diesem Kreise sollen regelmäßig und auch nach Bedarf über alle anstehenden Schritte informiert und Fragen geklärt werden.

Alle Infos über aktuelle Aktionen und Baumaßnahmen 

Mannheim/Heidelberg Fahrradschnellweg Trassen

Im Mannheimer Gemeinderat geht es rund

Weniger ruhig verläuft dagegen die zeitgleich laufende Gemeinderatssitzung, wie das Mannheimer Morgenweb berichtet. Auf einmal gibt es Streit um das längst verabschiedete Vorhaben „Fahrradschnellweg durch die Feudenheimer Au“. 

Grund sind die 26 zu verlegenden Kleingärten und eine seltene geschützten Orchideenart, dem Bienenragwurz: Diese müssen wegen einer Minute Zeitersparnis weichen. 

Übrigens: Am 23. Juli wird der alte Heidelberger Gemeinderat verabschiedet und der neue vereidigt. Doch vor dem Rathaus starten einige Aktivisten eine ungewöhnliche Protestaktion: Sie täuschen den Hitzetod vor!

Eine Minute Zeitersparnis durch Trasse Feudenheimer Au

Dabei hat der Rat das rund 6,1 Millionen Euro teure Vorhaben sogar im Leitentscheid zum Grünzug schon genehmigt. Gegen Ende wird eine weitere Diskussion im Plenum ganz knapp erfolgreich abgelehnt, mit zwei Stimmen Mehrheit. Das bedeutet: ein weiterer Schritt ist geschafft!

Radschnellweg Mannheim-Heidelberg: Erstmeldung vom 9. Juli 2018:

In Heidelberg legen rund 35 Prozent der Bürger ihre Wege innerhalb der Stadt mit dem Fahrrad zurück – nur die Radhochburgen Münster und Freiburg erreichen in Deutschland solch einen Wert.

Doch damit nicht genug! Der Radverkehr in der Stadt am Neckar soll weiter an Attraktivität gewinnen. „Dazu gehen wir eine Rad-Offensive mit einem ganzen Maßnahmenbündel an“, so OB Eckart Würzner.

Eine der Hauptmaßnahmen: Der Bau einer zusätzlichen Rad-Achse vom Heidelberger Süden über den Neckar in das Neuenheimer Feld.

Zu Spitzenzeiten sind hier jeden Tag rund 12.000 Menschen auf zwei Rädern unterwegs. „Das ist ein schöner Erfolg unserer Radpolitik. Auf den wollen wir aufbauen. Wir brauchen deshalb eine Nord-Süd-Achse in einer ganz neuen Qualität“, so Würzner weiter.

Wie genau diese Qualität erreicht werden soll, ist schon jetzt erkennbar: Die Stadt hat in den vergangenen Jahren eine neue Trasse von der Südstadt in die Bahnstadt angelegt. Auf den ehemaligen Bahntrassen werden Radfahrer und Fußgänger gemeinsam geführt. Die gesamte Trasse ist kreuzungsfrei, Straßen werden per Brücken überspannt. 

Das Angebot kommt hervorragend an“, freut sich der Oberbürgermeister. „In einer noch besseren Qualität setzen wir die Trasse fort bis an den Ort, der den meisten Verkehr in Heidelberg anzieht: das Neuenheimer Feld.“ 

Die Stadt geht jetzt die zwei letzten großen Teilprojekte für die Nord-Süd-Achse an. Die Gneisenaubrücke verbindet die Bahnstadt mit Bergheim über die Bahngleise hinweg. Derzeit läuft das Genehmigungsverfahren beim Regierungspräsidium. Das Geld – 8,5 Millionen Euro – steht bereits bereit, inklusive Fördermitteln von 1,7 Millionen Euro durch das Land.

Die Bauarbeiten sollen noch in diesem Jahr beginnen.

Die Stadt wächst – und mit ihr das Verkehrsaufkommen

Der Verkehr ist die wichtigste Herausforderung in unserer Stadt – das ergibt regelmäßig die Heidelberg-Studie. Ein Grund ist, dass wir uns in einem innerstädtischen Bereich bewegen, der hoch verdichtet ist, und das Straßennetz ist weder quantitativ noch qualitativ den heutigen Anforderungen gewachsen“, so Erster Bürgermeister Jürgen Odszuck.

In nur zehn Jahren sei die Einwohnerzahl um rund 15.000 Bürgerinnen und Bürger gestiegen. Mit der Entwicklung der Bahnstadt und der Konversionsflächen setze sich der Trend fort.

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Daneben ist die Weiterentwicklung der Ost-West-Achse geplant. Sie sieht beispielsweise eine Umgestaltung des Adenauerplatzes vor. Dort soll die Radwegeführung in Ost-West-Richtung klarer strukturiert werden, unter anderem mit neuen Fahrradstreifen und Ampeln. Die Arbeiten sollen ab Februar 2019 beginnen – Kosten: voraussichtlich 1,15 Millionen Euro.

Hinzu kommt der schrittweise Lückenschluss des bestehenden Radwegenetzes. Die Stadt hat hierzu ein Programm definiert, um 15 Lücken zu schließen. Das Spektrum reicht von wenigen Metern wie in Neuenheim an der Haltestelle Kußmaul-Straße bis hin zu mehreren Kilometern entlang der Peterstaler Straße in Ziegelhausen. Ebenfalls geplant sind weitere Fahrradstraßen. In der Vorbereitung sind derzeit 20 Abschnitte.

Mögliche Trassenführung von Heidelberg nach Mannheim.

Gemeinsam mit anderen Kommunen und dem Verband Region Rhein-Neckar setzt sich Heidelberg dafür ein, interkommunale Radschnellwege zu schaffen.

Hintergrund ist, dass Heidelberg eine Stadt mit sehr hoher Pendlerquote ist: Der Anteil der Einpendler an den Beschäftigten am Arbeitsort beträgt 70 Prozent. Anvisiert werden Radschnellwege in nördlicher Richtung entlang der Bergstraße bis nach Darmstadt, nach Südwesten bis Schwetzingen, nach Süden bis Bruchsal. Zudem soll die Radverbindung nach Leimen ausgebaut werden.

Unsere Vision ist eine schnelle und komfortable Fahrradwegeverbindung von Schwetzingen über Heidelberg bis nach Darmstadt beziehungsweise bis nach Mannheim“, sagte Alexander Thewalt, Leiter des Amts für Verkehrsmanagement. 

Mit Pedelecs und E-Bikes lassen sich heute auch größere Distanzen zurücklegen – ohne verschwitzt ins Büro zu kommen. Fast jeder dritte Weg, der mit dem Auto gefahren wird, ließe sich ersetzen, wenn die Potenziale des Fahrrads ausgeschöpft werden. Das hat eine Studie des Umweltbundesamts vor fünf Jahren ergeben. Aus Fahrradmetropolen wie Amsterdam oder Kopenhagen weiß man, dass mit der Verbesserung der Fahrradinfrastruktur der Anteil an Fahrradfahrerinnen und -fahrer erheblich ansteigt. Daher sind wir mit unseren Radverkehrsaktivitäten auf einem guten Weg.

Der Ausbau neuer Radschnellwege ist dringend geboten. Nicht zuletzt aufgrund des dramatischen  Anstiegs tödlich verunglückter Radfahrer. 

Unverletzt bleibt zum Glück eine Gruppe vom Radfahrern am Mittwochabend (14. August) - Ein Autofahrer verliert die Kontrolle und löst eine gefährliche Kettenreaktion aus! In der dunklen Jahreszeit kommt es auch oft zu schlimmen Radunfällen, so wie in der Pfalz bei Deidesheim. In Niedernkirchen stürzt ein Radfahrer auf einem Feldweg in einen Bach - die Rettungskräfte können ihn nicht mehr retten.

pm/rob

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