Tarifstreit

Heute erneut Streiks im Einzelhandel: Welche Läden in Mannheim und Heidelberg betroffen sind

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Warnstreik im Einzelhandel (Symbolfoto).

Im Tarifstreit um die Vergütung im Einzelhandel hat die Gewerkschaft ver.di Streiks angekündigt. Folgende Läden in Mannheim und Heidelberg sind davon betroffen: 

Update vom 21. Juni: Weil in den Tarifverhandlungen für die rund 500.000 Beschäftigten im Einzelhandel in Baden-Württemberg am 12. Juni noch kein zufriedenstellendes Ergebnis erzielt wurde, erhöht die Gewerkschaft Verdi nun den Druck und ruft erneut zu Warnstreiks im Südwesten auf. „Der Sommer wird heiß. Wir machen ihn für den Einzelhandel noch heißer. Uns reicht es. Die Beschäftigten warten schon viel zu lange auf mehr Geld“, so Verhandlungsführer Bernhard Franke. In Stuttgart ist für den 21. Juni eine Kundgebung mit bis zu 1.000 Beschäftigten geplant.

Betroffen vom aktuellen Streik sind auch wieder Betriebe in Mannheim und Heidelberg. 

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Streik in Mannheim und Heidelberg: Welche Läden sind betroffen?

Mannheim:

  • Kaufhof Mannheim (P1)
  • Kaufhof Mannheim (N7) 
  • H&M Mannheim (O7) 
  • H&M Mannheim (E1) 
  • Kaufland Mannheim

Heidelberg:

  • H&M Heidelberg
  • Kaufhof (Hauptstraße) 
  • Kaufhof (Bismarckplatz)

Umgebung:

  • Ikea Walldorf
  • Kaufland Dossenheim

Update vom 7. Juni 2019: Vor der dritten Runde der Tarifverhandlungen im Einzelhandel läutet die Gewerkschaft Verdi die nächste Streikrunde ein. Wie vor einer Woche werden auch in Mannheim, Heidelberg und Umgebung wieder Einzelhandelsläden bestreikt – diesmal auch der Ikea in Walldorf! 

Verdi mit Angebot der Arbeitgeber unzufrieden

Die Gewerkschaft Verdi ist vom Angebot enttäuscht, das die Arbeitgeber in der zweiten Verhandlungsrunde am Donnerstag (6. Juni) vorgelegt haben. Demnach hätten die Arbeitnehmer ab 1. April 2019 im ersten Jahr 1,5 Prozent mehr verdienen sollen, im zweiten 1 Prozent. Verdi bezeichnet das Angebot als „viel zu niedrig“, fordert ihrerseits 6,5 Prozent mehr Lohn, eine Anhebung der Ausbildungsvergütung um 100 Euro und ein tarifliches Mindesteinkommen von 100 Euro.

In den Betrieben stoße das Angebot der Arbeitgeber auf großen Unmut, da es weit unter den zu erwartenden Preissteigerungen liege und damit einen Reallohnverlust bedeute, so Verdi. Verdi-Gewerkschaftssekretärin Sabine Möller: „Wir weiten mit dem heutigen Tag die Streiks in Mannheim und Heidelberg aus. Damit setzen wir ein Zeichen vor den Tarifverhandlungen am kommenden Mittwoch (12. Juni) und erwarten von den Arbeitgebern ein deutlich besseres Angebot.

Warnstreiks in zahlreichen Städten im Südwesten

Für Freitag hat die Gewerkschaft Beschäftigte in zahlreichen Städten im Südwesten zu Warnstreiks aufgerufen. Betroffen sind den Angaben zufolge unter anderem Filialen von Kaufland, Obi und Ikea sowie diverse Modehäuser. 

Zu einer Demonstration und anschließender Kundgebung in Stuttgart werden laut Gewerkschaft etwa 700 Teilnehmer erwartet, darunter auch Beschäftigte von Galeria Kaufhof, die sich laut Verdi für die Wiederaufnahme der Tarifbindung einsetzen. Warnstreiks gibt es außerdem unter anderem in Heilbronn, Pforzheim und Ulm.

Tarifstreit im Einzelhandel: Diese Läden in Mannheim und Heidelberg werden bestreikt

Grundtext vom 31. Mai 2019: Wie die Gewerkschaft ver.di ankündigt, werden am Freitag (31. Mai) erstmals Einzelhandelsbetriebe in der Kurpfalz bestreikt. Grund sind die gescheiterten Verhandlungen im Tarifstreit im Einzelhandel. Laut der Gewerkschaft hätten die Arbeitgeber Anfang Mai ein viel zu niedriges Angebot vorgelegt. Folgende Läden in Mannheim und Heidelberg sind vom Streik betroffen:

  • Kaufhof Mannheim (N7)
  • H&M Mannheim (O7)
  • H&M Mannheim (E1)
  • Kaufland Mannheim
  • H&M Heidelberg
  • Kaufland Dossenheim

Tarifstreit im Einzelhandel: Streik bei Kaufland, H&M und Kaufhof in Mannheim und Heidelberg

Die Gewerkschaft ver.di fordert für die Beschäftigten im Einzelhandel Baden-Württembergs eine Erhöhung der Gehälter um 6,5 Prozent, eine Anhebung der Ausbildungsvergütung um monatlich 100 Euro sowie ein tarifliches Mindesteinkommen von 2.100 Euro. Die Arbeitgeber hatten ein Angebot über eine Lohn-Erhöhung von 1,5 Prozent ab 1. April 2019 sowie eine Erhöhung um nochmal 1 Prozent ab April 2020 vorgelegt. Sabine Möller, ver.di-Gewerkschaftssekretärin: „Mit unseren beginnenden Aktionen diesen Freitag wollen wir Druck für die kommende dritte Verhandlungsrunde am 12.06.2019 machen. Wir erwarten von den Arbeitgebern ein deutlich besseres Angebot.“ 

Zuletzt hatten in Mannheim die Ärzte des Uniklinikums gestreikt. Im April legten sie ihre Arbeit für bessere Arbeitszeiten nieder. Im Februar gingen außerdem Lehrer und Erzieher in Mannheim und Heidelberg für mehr Lohn auf die Straße. 

Auch am 30. Oktober gehen junge Menschen in Mannheim auf die Straße um zu demonstrieren. In diesem Fall sind es Studenten, die für eine solide Grundfinanzierung im Hochschulsystem in Baden-Württemberg kämpfen.

kab/rmx/dpa

Quelle: Mannheim24

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