Extinction Rebellion

Klimaaktivisten stoppen erneut bundesweit Verkehr

Klimaaktivistin blockiert Straße an der Tiefburg in Heidelberg-Handschuhsheim.
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Klimaaktivistin blockiert Straße an der Tiefburg.

Mannheim/Heidelberg - Wie Ende März haben Aktivisten der Umweltschutzbewegung „Extinction Rebellion“ am Samstag wieder an mehreren Orten den Verkehr gestoppt. Die Bilanz der Polizei:

An mehreren Orten in Mannheim und Heidelberg haben sich Aktivisten der Umweltschutzbewegung „Extinction Rebellion“ am Samstag (15. Mai) allein auf die Straßen gesetzt und den Verkehr gestoppt. Ziel der Aktion war es, mit Passanten ins Gespräch zu kommen und die Angst vor der Klimakrise und dem kommenden Ende der natürlichen Lebensgrundlagen auszudrücken. Die Protestaktion unter dem Namen „Rebellion of One“, Rebellion der Einzelnen, fand zeitgleich deutschlandweit statt – unter anderem in Hamburg, Berlin, Nürnberg, Dortmund und Köln. Wie die Polizei mitteilt, setzten sich drei Aktivisten in Heidelberg und zwei in Mannheim für wenige Minuten auf die Fahrbahn.

Klimaaktion in Heidelberg und Mannheim: Aktivisten stoppen Verkehr

In Heidelberg setzten sich Teilnehmende gegen 12 Uhr an der Tiefburg, der Alten Brücke und auf der Vangerowstraße auf die Straße. Sie trugen Schilder, auf denen sie sich zu ihren Ängsten bekannten. Auf diesen stand zum Beispiel. „Ich habe Angst, mein Kind an einen Ressourcenkrieg zu verlieren wegen des Klimakollaps“ oder „Ich habe Angst um meinen Lebenswillen, wenn die Natur verstummt wegen des Klimakollaps“. „Ich habe mich für diese Aktionsform entschieden, weil sie die verletzliche Seite eines Menschen zeigt. Wir Klimaaktivist*innen sind kein wütender Mob der über die Straßen rennt, wir sind Menschen, die ehrliche Angst um unser aller Zukunft haben“, so Malu Antrobus-Thorweihe, eine Teilnehmerin an der Aktion.

Klimaaktivisten blockiert Fahrbahn an der Ernst-Walz-Brücke.

Nach einer Stunde wurde die letzte der drei Blockaden durch die Polizei geräumt. Polizeiangaben zufolge verursachte die Aktion nur in der Marktstraße in Mannheim für Verkehrsbehinderungen. An den anderen Stellen konnten die Verkehrsteilnehmer auf andere Fahrbahnen ausweichen. Alle Personen verließen die Fahrbahn, nachdem sie von den Beamten dazu aufgefordert wurden. Laut Extinction Rebellion bekam eine Blumen und Applaus für ihre Aktion.

Klimaaktivist blockiert Marktstraße in Mannheim.

Extintion Rebellion: Ähnliche Aktion bereits Ende März

Bereits Bereits Ende März hatte Extinction Rebellion eine bundesweite Aktion durchgeführt ‒ auch in Mannheim und Heidelberg kam der Verkehr teilweise zum Erliegen. Auch international breitet sich diese neue Aktionsform weiter aus. So blockierten am 1. Mai über 200 Aktivisten einzeln Straßen in Großbritannien.

Extinction Rebellion setzt sich mit friedlichem zivilen Ungehorsam für einen repräsentativen Bürger:innenrat ein, der Maßnahmen gegen den drohenden ökologischen und zivilisatorischen Kollaps beschließen soll. Die Bewegung fordert die Politik auf, den Klimanotfall anzuerkennen und Klimaneutralität bis 2025 zu erreichen. Sie wurde 2018 in UK gegründet und ist mittlerweile in über 70 Ländern auf sechs Kontinenten vertreten. In Deutschland gibt es etwa 130 aktive Ortsgruppen. (pm/pol/rmx)

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