Finanzierungs-Gutachten

Mannheim und Heidelberg werden ÖPNV-Modellkommunen

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In Verbundregion Rhein-Neckar wird ein ÖPNV-Gutachten durchgeführt (Archivbild). 

Mannheim/Heidelberg - Die Verbundregion Rhein-Neckar wird Teil eines Gutachtens, das kommunale Finanzierungsmöglichkeiten für den öffentlichen Nahverkehr untersuchen soll:

14 Kommunen im Ländle waren interessiert, vier werden ab dem Sommer dabei sein.

Das baden-württembergische Verkehrsministerium hat die Verbundregion Rhein-Neckar mit den Städten Mannheim und Heidelberg für ein Gutachten zur „finanziellen Auswirkungen von kommunalen Instrumenten der Drittnutzerfinanzierung im ÖPNV“ ausgewählt. Das gibt das Ministerium am Donnerstag (2. August) bekannt.

In die Untersuchung werden auch der Verkehrsverbund Rhein-Neckar (VRN) und das gemeinsam betriebene Verkehrsunternehmen Rhein-Neckar-Verkehr (RNV) integriert.

Modellkommunen sollen neue Finanzierungsmodelle für ÖPNV schaffen

Mit dem Gutachten will das Land untersuchen, wie der öffentliche Nahverkehr (ÖPNV) attraktiver werden kann und welche neuen Finanzierungsmöglichkeiten dafür in Frage kommen. Neben Mannheim und Heidelberg werden auch Stuttgart, Tübingen und Bad Säckingen Modellkommunen. Ab Sommer 2018 soll das Gutachten für etwa ein Jahr ausloten, welche neuen und innovativen Finanzierungsinstrumente für den ÖPNV gefunden werden können. 

Laut Verkehrsministerium stiegen die Fahrpreise im öffentlichen Nahverkehr deutlich stärker als die allgemeinen Lebenshaltungs- oder Mobilitätskosten. Dabei spielt der ÖPNV in Kommunen eine maßgebliche Rolle beim Klimaschutz, bei der Luftreinhaltung und beim Lärmschutz.

Politik freut sich über Entscheidung

Wir begrüßen diese Auswahl, die sich folgerichtig an die bereits im Februar erfolgte Wahl zur Modellstadt des Bundesumweltministeriums anschließt. Sie bestätigt die tragende Rolle, die der ÖPNV für den Wirtschaftsstandort Mannheim in der Metropolregion Rhein-Neckar innehat“, begrüßt Erster Bürgermeister und ÖPNV-Dezernent Christian Specht die Entscheidung des Landes.

Auch Elke Zimmer (Grüne) ist vom Nutzen des Gutachtens überzeugt: „Als Mannheimer Landtagsabgeordnete freue ich mich sehr, dass unsere Stadt als Modellkommune ausgewählt wurde. Schließlich stehen wir hier mit den neuen Stadtteilen auf den Konversionsflächen und der Glückssteinspange vor großen Herausforderungen hinsichtlich einer nachhaltigen und attraktiven Verkehrsplanung im Verbund mit der Region. Das Landesgutachten wird neue Wege im Kampf der Kommunen gegen die Luftverschmutzung eröffnen, wie es vom baden-württembergische Städtetag bereits gefordert wurde.

rmx/dpa/pm

Quelle: Mannheim24

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