Regelung für Radfahrer

Grüne Pfeile an roten Ampeln? Das denken unsere Leser

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Bei einem Pilotversuch testen mehrere Städte grüne Pfeile an roten Ampeln – aber nur für Radfahrer.

Mannheim/Heidelberg/Ludwigshafen - In ein paar deutschen Städten soll eine Neuerungen im Straßenverkehr für Radfahrer getestet werden. Unsere Leser haben eine klare Meinung dazu:

Ein Radfahrer fährt auf der Straße an eine rote Ampel, hält kurz an und fährt dann einfach weiter, während die Autos stehen bleiben müssen. Möglich macht dies ein grüner Pfeil, der neben der Ampel hängt und somit markiert, dass Radler hier einfach abbiegen dürfen. 

Regel besteht schon seit vielen Jahren

Die Regelung an sich ist nicht neu. Seit 1994 steht sie in der Straßenverkehrsordnung, wurde sogar 1978 in der DDR eingeführt – doch wirklich genutzt wurde sie nie. Das soll sich aber bald ändern. Die Bundesanstalt für Straßenwesen führt mit mehreren Kommunen einen Pilotversuch durch, um eine Umsetzbarkeit zu prüfen.

Deshalb gibt es in den Städten Bamberg, Darmstadt, Düsseldorf, Köln, Leipzig, München, Münster, Reutlingen und Stuttgart an ausgewählten Kreuzungen solche Pfeile an den Ampeln. Im Jahr 2020 soll dann eine Anpassung aufgrund des Versuchs beschlossen werden.

Meinungen der Leser

Wir haben unsere Leser auf Facebook befragt, ob eine solche Regelung auch in der Region sinnvoll wäre. Während bei den Likes die Idee gut angenommen wird, zeigen die Kommentare aber deutlich eine Abneigung gegen den grünen Pfeil! 

Viele Leser schreiben, dass einige Radfahrer sich sowieso nicht an geltende Verkehrsregeln halten würden. So zum Beispiel Rolf, nach dem die Biker mit Regeln nur wenig am Hut hätten. Alles sei nach dem Motto: freie Fahrt für freie Biker.

Ein paar Kommentatoren, wie zum Beispiel Mario, sehen in dem grünen Pfeil zudem eine erhöhte Quelle für Verkehrsunfälle. Die Fußgänger dürfen während dieser Phase nämlich auch über die Straße laufen. Dann gibt es schnell mal einen Zusammenstoß!

Orientierungslos im Schilderwald

Das zweite große Thema der Kommentare bezieht sich darauf, dass man im Schilderwald der Städte doch sowieso schon Probleme habe, sich zu orientieren. Das werde sich durch ein weiteres Schild nicht verbessern. Das findet unter anderem auch Steven.

Da keine Stadt aus der Region bei dem Pilotversuch mitmacht, bleibt es abzuwarten, wie es sich in den Teststädten entwickelt und ob ab 2020 überall ein grüner Pfeil an Ampeln hängt.

dh

Quelle: Mannheim24

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