Weit über 50 Milligramm

Rhein-Neckar-Kreis kämpft gegen Nitrat im Grundwasser

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Nitratüberprüfung von Grundwasser an einer Messstelle in St. Leon Rot.

Mannheim/Heidelberg/Ludwigshafen - Die Nitratbelastung des Grundwassers in der Region geht zwar langfristig gesehen zurück. Jedoch gibt das Landratsamt Heidelberg keine Entwarnung:

In sechs früheren Problem- und Sanierungsgebieten mit einer Größe von 4500 Hektar werden sinkende Nitratwerte festgestellt. „Entwarnung kann und darf aber nicht gegeben werden“, so eine Sprecherin des Landratsamtes in Heidelberg.

Einige Brunnen liegen weit über der Grenze von 50 Milligramm Nitrat pro Liter, die von EU-Richtlinien und nationalen Umsetzungen der Grund- und Trinkwasserverordnung vorgegeben sind. „In den betroffenen Gebieten sind weitere, erhebliche Anstrengungen nötig.“

Nitrat ist eine Verbindung aus Stickstoff und Sauerstoff - ein für den Menschen ungefährlicher Stoff. Allerdings kann sich Nitrat zu Nitrit umwandeln. Es blockiert den Sauerstofftransport im Blut. Außerdem besteht der Verdacht, dass Nitrit indirekt krebserregend ist. 

Noch bis zum 15. November sind Spezialfahrzeuge unterwegs, um etwa 1000 Bodenproben in Wasserschutzgebieten des Kreises zu entnehmen. Ein Labor untersucht die Proben dann auf Nitratstickstoff.

Landwirte können Maßnahmen auswählen, um das Grundwasser zu schonen. Bei deren Umsetzung unterstützt sie das Land mit finanziellen Fördermitteln.

dpa/hew

Quelle: Mannheim24

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