In Mannheim und Heidelberg 

Kampf gegen E-Scooter-Rowdys: So viele Fahrer gehen der Polizei ins Netz

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Mehr als 200 E-Scooter-Fahrer halten sich nicht an die Verkehrsregeln!

Mannheim/Heidelberg – Die Elektromobilität gewinnt zunehmend an Bedeutung. Doch das Verhalten einiger E-Scooter-Fahrer ruft nun die Polizei in Mannheim und Heidelberg auf den Plan: 

  • Der E-Scooter liegt als neues Fortbewegungsmittel absolut im Trend.
  • Jetzt kann man auch in der Region E-Scooter ausleihen!
  • Bei einer Kontrollwoche in Mannheim und Heidelberg gehen der Polizei viele Fahrer ins Netz

Update vom 29. August: Rund zwei Monate sind seit der Einführung der E-Scooter in Mannheim und Heidelberg vergangen. Die motorisierten Roller gehören mittlerweile zum festen Stadtbild – was allerdings nicht allen gefällt. Grund dafür sind zahlreiche Chaoten, die sich nicht an die Verkehrsregeln halten. Genau deshalb haben die Polizei Mannheim und Heidelberg eine Kontrollwoche durchgeführt, mit genauem Blick auf die E-Scooter. Zwischen dem 21. August und dem 28. August haben die Beamten den Fahrern genau auf die Lenker geschaut – und dabei einige Verstöße feststellen müssen!

Insgesamt haben die Beamten der Polizeireviere aus Mannheim und Heidelberg 233 Ordnungswidrigkeiten mit E-Scootern festgestellt. Davon spielen sich 187 in Mannheim und 46 in Heidelberg ab. Etwa die Hälfte dieser Verstöße bestehen daraus, dass Fahrer mit ihren E-Scootern durch die Fußgängerzone gefahren sind. Gleich 113 Personen gehen den Beamten dabei ins Netz – 106 in Mannheim und sieben in Heidelberg.

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E-Scooter in Mannheim und Heidelberg: Polizei zieht positive Bilanz

In 37 Fällen sind zwei Personen auf einem E-Scooter unterwegs und 17 Fahrer sind in die falsche Richtung unterwegs. Gleich 44 E-Scooter werden verbotenerweise auf dem Gehweg genutzt. Bei den letzten Fällen handelt es sich um fünf Leute, die während der Fahrt ihr Handy am Ohr haben und um vier Chaoten, die betrunken unterwegs sind. 

Zur gleichen Zeit ist auch der städtische Ordnungsdienst in Mannheim unterwegs und führt E-Scooter-Kontrollen durch. Auch hier gehen 78 Chaoten ins Netz. Neben dem Befahren von Gehwegen oder der Fußgängerzone ist den Mitarbeitern zudem eine Person aufgefallen, die mit ihrem privaten E-Scooter unterwegs gewesen ist – allerdings ohne eine Straßenzulassung. 

Insgesamt zieht die Polizei aus Heidelberg und Mannheim aber eine positive Bilanz. Die Beamten sind zuversichtlich, dass die Kontrollwoche Wirkung zeigen und Nachahmer abschrecken wird. Damit die Fahrer in Zukunft nicht auf weitere dumme Ideen kommen, soll auch in Zukunft vermehrt auf E-Scooter in Heidelberg und Mannheim geachtet werden. 

Die Kontrollen haben gezeigt, dass wir am Ball bleiben müssen. Auch nach dieser Woche wird unser Ordnungsdienst sehr genau auf E-Scooter-Fahrer schauen und wenn nötig Bußgelder verhängen“, kündigt Klaus Erberle, Leiter des Fachbereichs Sicherheit und Ordnung an. Die meisten betroffenen Fahrer hätten leider wenig Einsicht gezeigt. Diesen Personen müsse klar werden, dass E-Scooter keine Spielzeuge, sondern Verkehrsmittel seien – und für diese gelten Regeln. 

E-Scooter: Polizei kündigt Kontrollwoche in Mannheim und Heidelberg an

Die neuen E-Scooter werden auf den Straßen in Mannheim und Heidelberg immer sichtbarer. Eine Vielzahl an Menschen erfreut sich an der rasanten Fortbewegungs-Alternative. Doch nicht alle Einwohner der Rhein-Neckar-Region sind den trendigen Tretrollern positiv gesinnt. Ob wünschenswerte klimaneutrale Elektromobilität oder einfach nur ein ärgerliches Gerät lästiger Verkehrsrowdys: An den E-Scooter scheiden sich die Geister!

Auch letztere Haltung hat ihre Berechtigung, denn es häufen sich Beschwerden von Bürger/innen über das teils verkehrswidrige Verhalten einzelner E-Scooter-Fahrer. Auch zu vermehrten Unfällen, soll es schon gekommen sein. Das ist natürlich der Polizei in Mannheim und Heidelberg nicht entgangen und so haben sich die beiden Städten entschieden eine Kontrollwoche durchzuführen. 

E-Scooter in Mannheim und Heidelberg: Städte führen eine intensive Kontrollwoche durch 

Ab Mittwoch (21. August) werden sowohl die städtischen Ordnungsdienste als auch die Polizei in Mannheim und Heidelberg bei ihren Streifen den Fokus auf E-Scooter-Fahrer legen und mögliche Verstöße ahnden. Die intensiven E-Scooter-Kontrollen sind zunächst bis Mittwoch (28. August) angesetzt. 

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Da es sich bei den E-Rollern nicht allein um spaßige Flitzer, sondern um ein Kraftfahrzeug mit Höchstgeschwindigkeiten von bis zu 30 Kilometern pro Stunde handelt (im Straßenverkehr dürfen E-Scooter 20 Kilometer pro Stunde nicht überschreiten), können Unfälle mit schwerwiegenden Folgen passieren. 

Ohne Helm und Gelenkschoner kann man sich bei Fahrten auf dem E-Scooter schwer verletzten. So auch zuletzt im Mannheim, als eine junge Frau von einem Autofahrer abgedrängt worden und gestürzt ist.

E-Scooter in der Region: Das sind die Verkehrsregeln

Auch wenn bei diesem speziellen Unfall kein Verschulden seitens der E-Scooter-Fahrerin vorliegt, können zukünftige Unfälle durch risikofreudige Anhänger der Elektromobilität vermieden werden - natürlich sofern sich möglichst viele an die Regeln halten. Dieses verkehrswidrige Verhalten solltest Du dabei vermeiden: 

  • Fahren zu zweit 
  • Benutzung der Gehwege 
  • Fahren innerhalb der Fußgängerzonen 
  • Entgegen der vorgeschriebenen Fahrtrichtung fahren 
  • An- oder betrunken auf dem E-Scooter fahren 
„Ungünstig“ abgestellter E-Scooter an der Alten Feuerwache in Mannheim.

E-Scooter in der Region: Fahren unter Alkoholeinfluss 

Für E-Scooter gelten dieselben Alkoholgrenzwerte wie für Autofahrer: Wer alkoholisiert mit 0,5 bis 1,09 Promille E-Scooter fährt, dabei aber keine alkoholbedingten Auffälligkeiten zeigt, riskiert ein Bußgeld, zwei Punkte in Flensburg und einen Monat Fahrverbot. 

Übersteigt die Blutalkoholkonzentration 1,1 Promille oder zeigen sich bereits ab 0,3 Promille alkoholbedingte Ausfallerscheinungen, liegt auch beim Fahren von E-Scootern eine Straftat vor und es droht der Entzug der Fahrerlaubnis. Für Fahranfänger unter 21 Jahren gilt auch hier die 0,0-Promille-Grenze. 

Erst in der Nacht auf den 25. August gerät ein betrunkener E-Scooter-Fahrer in die Polizeikontrolle. Doch der Alkohol ist nicht sein einziges Problem...

esk

Quelle: Mannheim24

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