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Mannheim: Polizei sprengt Dealerring bei Drogen-Razzia – 13 Festnahmen!

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Von: Peter Kiefer

Bei einer Razzia in insgesamt 25 Objekten im Rhein-Neckar-Raum hat die Polizei, wie hier in Eppelheim, Verdächtige festgenommen.

Bei einer Razzia in insgesamt 25 Objekten im Rhein-Neckar-Raum hat die Polizei, wie hier in Eppelheim, Verdächtige festgenommen. © PR-Video/Priebe

Mannheim/Heidelberg - Sie kamen am frühen Morgen und sie wurden fündig! Bei der Zerschlagung eines Drogen-Rings hat die Polizei Hunderte Kilo Rauschgift, Waffen und Bargeld beschlagnahmt:

Update vom 27. Mai, 14:12 Uhr: Großes Lob für die Ermittler am Donnerstagnachmittag aus Stuttgart von höchster Stelle: „Mein Dank gilt dem Polizeipräsidium Mannheim und allen beteiligten Behörden. Ihnen ist es durch ihre großartige Arbeit gelungen, den Verbrechern das Handwerk zu legen. Das ist ein empfindlicher Schlag gegen die organisierte Rauschgiftkriminalität. Die Polizei wird auch weiter alles daransetzen, so hochkriminelles, organisiertes Treiben zu beenden“ , lobt Innenminister Thomas Strobl (CDU).

Das aufgefundene Rauschgift sei jedoch „nur die Spitze des Eisberges“. Der stellvertretende Ministerpräsident von Baden-Württemberg weiter: „Durch die Auswertung der Kommunikation der Tatverdächtigen wissen wir, dass sie schon seit längerem mit Betäubungsmitteln handeln und hierdurch einen nicht unerheblichen Umsatz erwirtschaftet haben. Umso wichtiger ist es, dass kriminellen Strukturen ihre wirtschaftliche Grundlage entzogen wird. Niemand darf sich durch die Begehung von Straftaten bereichern oder durch den Verkauf von Rauschgift die Gesundheit und das Leben von Menschen gefährden.

Mannheim/Heidelberg: Drogen-Razzia! Polizei sprengt Dealer-Ring – 290 kg Rauschgift beschlagnahmt

Erstmeldung vom 27. Mai, 13:13 Uhr: Schwerer Schlag am Mittwoch (26. Mai) gegen den organisierten Drogenhandel in der Metropolregion Rhein-Neckar: Die Kriminalpolizeidirektion Heidelberg (Rauschgiftdezernat) des Polizeipräsidiums Mannheim und die Abteilung für Betäubungsmittelkriminalität und Organisierte Kriminalität der Staatsanwaltschaft Mannheim ermitteln bereits seit Ende 2020 gegen eine Gruppierung aus dem Rhein-Neckar-Raum wegen des Verdachts des bandenmäßigen Handeltreibens mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge. Die Gruppierung soll in wechselnden Besetzungen alleine im Zeitraum Ende März bis Mitte Juni 2020 unter anderem über 800 kg Haschisch und Marihuana sowie über 40 kg Kokain an- und mit Gewinn verkauft haben.

Der riesige Rauschgift-Fund.

Der riesige Rauschgift-Fund. © Polizeipräsidium Mannheim

Abnehmer sollen unter anderem zwei Tatverdächtige aus Weinheim gewesen sein, die im Verdacht stehen, mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge Handel getrieben zu haben. Ihnen wird im Zeitraum von Ende März bis Anfang Juni 2020 unter anderem der An- und gewinnbringende Verkauf von über 180 kg Marihuana sowie der Verkauf von über 40 kg Amphetamin zur Last gelegt, das vermutlich selbst produziert wurde.

Mannheim: Bei Razzia 25 Objekte durchsucht – 290 Kilo Drogen, Waffen und 76.000 Euro gefunden

Viele der Tatverdächtigen verfügten zur Kommunikation über spezielle „Krypto-Handys“ mit einem verschlüsselten Messenger-Dienst. Dadurch sollte eine „abhörsichere“ Kommunikation unter den Beteiligten gewährleistet sein. Die Ermittler der Kriminalpolizei kamen den Tatverdächtigen dennoch durch die Auswertung von Daten des Messenger-Dienstes auf die Spur.

Bei der Durchsuchung von insgesamt 25 Objekten, darunter elf Bunkerwohnungen zur Lagerung von Rauschgift, in Weinheim, Ladenburg, Heidelberg, Neckarsteinach und im gesamten Rhein-Neckar-Kreis wurden rund 276 kg Marihuana, rund 11 kg Haschisch, rund 1,2 kg Amphetamin, rund 1,6 kg Kokain, zwei scharfe Schusswaffen mit Munition, über 76.000 Euro Bargeld sowie vier hochpreisige Fahrzeuge sichergestellt. An dem Einsatz waren rund 400 Einsatzkräfte, unter anderem das Spezialeinsatzkommando Baden-Württemberg (SEK) sowie Beamte von benachbarten Dienststellen und aus den angrenzenden Bundesländern, beteiligt.

Staatsanwaltschaft Mannheim: 13 Tatverdächtige nach Vorführung beim Amtsgericht in Haft

Durch die Staatsanwaltschaft Mannheim wurden beim Amtsgericht Mannheim bereits im Vorfeld Haftbefehle gegen neun Tatverdächtige erwirkt. Im Zuge der Durchsuchungsmaßnahmen wurden zudem vier weitere Personen vorläufig festgenommen, gegen die ebenfalls Haftbefehle beantragt werden.

Vermummte Einsatzkräfte durchsuchen eine Lagerhalle in Neu-Edingen.

Vermummte Einsatzkräfte durchsuchen eine Lagerhalle in Neu-Edingen. © PR-Video/Priebe

Sechs der im Rahmen der Durchsuchungen festgenommenen Tatverdächtigen wurden bereits am gestrigen Mittwoch (26. Mai) dem Haft- und Ermittlungsrichter beim Amtsgericht Mannheim vorgeführt und nach der Eröffnung der Haftbefehle in verschiedene Justizvollzugsanstalten eingeliefert.

Die übrigen sieben Tatverdächtigen werden am heutigen Donnerstag (27. Mai) dem Haft- und Ermittlungsrichter beim Amtsgericht Mannheim zur Entscheidung über die Haftfrage vorgeführt. Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Mannheim und der Kriminalpolizeidirektion Heidelberg dauern an. (pol/pek)

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