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Corona-Impfung: „Jetzt wieder zu versuchen“ – Tausende Ersttermine plötzlich frei!

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Von: Florian Römer

Das Impfzentrum in Mannheim auf dem Maimarktgelände.
Das Impfzentrum in Mannheim auf dem Maimarktgelände. © MANNHEIM24/Celine Burghardt

Mannheim/Heidelberg/Rhein-Neckar-Kreis - Wer einen Impftermin suchte, brauchte in der Vergangenheit vor allem Geduld. Jetzt sind tausende Ersttermine in den Impfzentren frei:

Wer für sich oder Verwandte schon mal einen Impftermin gesucht hat, kennt diesen Satz: „Zurzeit sind alle Impftermine ausgebucht“. An den Impfzentren in Baden-Württemberg war Impfstoff eher Mangelware, nur wenige fuhren unter Volllast. Impfstoffe waren bisweilen so knapp, dass wochenlang fast keine Termine für die Erstimpfung vergeben wurden. Das hat sich in den vergangenen Tagen offenbar grundsätzlich geändert: Wer aktuell über die Impfterminvergabe (Telefon: 116 117/www.impfterminservice.de) nach einem Termin für die Corona-Schutzimpfung sucht, wird voraussichtlich Erfolg haben. „In den letzten Wochen gab es fast keine freien Termine, jetzt gibt es bei uns zum ersten Mal eine Entspannung bei den Impfterminen“, konstatiert eine Sprecherin des Sozialministeriums auf Anfrage von HEIDELBERG24. „Menschen, die es in der letzten Zeit aufgegeben hatten, nach einem Termin zu suchen, raten wir deshalb, es jetzt wieder zu versuchen.

Mannheim/Heidelberg/Rhein-Neckar: Tausende freie Impftermine

Auch für die hiesigen Impfzentren in Mannheim, Heidelberg, Weinheim und Sinsheim gibt es derzeit tausende freie Termine, heißt es von den zuständigen Stellen. „Die große Welle an Zweitimpfungen ist nun vorerst abgeschlossen, dadurch ist mehr Impfstoff für die Erstimpfungen verfügbar“, erklärt Ralph Walther, Sprecher der Stadt Mannheim. Seit Freitag (25. Juni) seien wieder vermehrt Termine für Erstimpfungen im Impfzentrum in der Maimarkthalle möglich. Für die laufende Woche könne man rund 5.000 neue Ersttermine anbieten. „Damit sind jetzt auch kurzfristig Termine verfügbar. Auch in den nächsten Wochen kann mit zahlreichen neuen Terminangeboten gerechnet werden“, so Walther.

Auch in den drei Impfzentren des Rhein-Neckar-Kreises hat sich die Terminvergabe entspannt: „Aktuell haben wir tatsächlich noch etliche Termine für Biontech frei“, sagt Christoph Schulze, der ärztliche Leiter des zentralen Impfzentrums im Patrick-Henry-Village in Heidelberg sowie der Kreisimpfzentren in Sinsheim und Weinheim. Die drei Impfzentren können jetzt auch wieder viele Erstimpfungen anbieten, ergänzt Kreis-Sprecher Ralph Adameit. Die Auslastung des Zentralen Impfzentrums Heidelberg lag in den vergangenen vier Wochen (31. Mai bis 27. Juni) bei 96 Prozent. In Weinheim (70 Prozent) und Sinsheim (66 Prozent) sei hingegen „noch etwas Luft nach oben“.

Blick auf das zentrale Impfzentrum Heidelberg im Patrick-Henry-Village (PHV).
Zentrales Impfzentrum Heidelberg im Patrick-Henry-Village. © privat

Gebuchte Impftermine nicht wahrgenommen und auch nicht abgesagt

Seitdem Ärzte in die Impfkampagne eingestiegen sind, fahren viele Impfwillige auf der Suche nach einem Termin „mehrgleisig“. Manche scheinen aber zu vergessen, ihren gebuchten Termin abzusagen, wenn sie anderweitig die Impfspritze bekommen: „Alle unsere drei Impfzentren stellen fest, dass es in den letzten Wochen vermehrt dazu kam, dass gebuchte Termine nicht wahrgenommen und auch nicht abgesagt werden“, sagt Adameit. Auch im Kreisimpfzentrum Pfaffengrund kennt man das Phänomen. Laut Timm Herre, Sprecher der Stadt Heidelberg, die das Impfzentrum im Gesellschaftshaus betreibt, wird die genaue Zahl der nicht wahrgenommenen Termine nicht erfasst. Sie liege „aber meist zwischen fünf und zehn Prozent der täglich vereinbarten Impftermine.

Konkrete Zahlen zu nicht wahrgenommenen Impfterminen hat auch das Land Baden-Württemberg nicht. Wegen Krankheit oder anderweitigen Terminen sei „ein gewisses Maß an Absagen von oder Nichterscheinen bei Impfterminen gängig“, heißt es dazu aus dem Sozialministerium in Stuttgart. Allerdings nehme die Zahl der Menschen zu, die ihren Zweitimpftermin wegen Terminkollision verschieben wollen, so die Ministeriums-Sprecherin. Grundsätzlich, aber ganz besonders mit Blick auf die Ausbreitung der Delta-Variante ist der „vollständige Impfschutz der wichtigste Weg aus der Pandemie“. Deshalb sollten Menschen ihrer Zweitimpfung Priorität gegenüber anderen Terminen einräumen. (rmx)

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