Verschiedene Maßnahmen

Gesundheitsamt will Asiatische Tigermücke 2018 ausrotten

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Die Asiatische Tigermücke kann gefärliche Krankheitserreger übertragen. 

Rhein-Neckar-Kreis - Die Asiatische Tigermücke bereitet dem Gesundheitsamt Rhein-Neckar-Kreis schon länger Kopfzerbrechen: Die Behörde geht nun verstärkt gegen das Ungeziefer vor:

Im Kampf gegen die Asiatische Tigermücke wollen die Behörden im Rhein-Neckar-Kreis konsequente Maßnahmen ergreifen und gegen das für den Menschen gefährliche Insekt verstärkt vorgehen.

Verschiedene Maßnahmen gegen Asiatische Tigermücke

Dazu setzen die Mückenjäger in der Mannheimer Neckarstadt auch auf das Bakterium BTI, wie eine Sprecherin des Rhein-Neckar-Keises sagt. BTI (Bacillus thuringiensis israelensis) tötet die Larven noch vor dem Schlüpfen. „Erfahrungen zeigen, dass eine vollständige Auslöschung nur mit Hilfe der Bevölkerung möglich ist“, meint sie. Dazu müssten insbesondere Regentonnen auf Eier der aggressiven Stechmückenart abgesucht werden. 

Zur Ausrottung setzen die Behörden zudem eine biotechnologische List ein: Sie lassen sterilisierte Männchen im Zielgebiet frei, die sich mit den Weibchen paaren - doch führt das nicht zu Nachwuchs. „Die Bekämpfung im Auftrag des Gesundheitsamtes Rhein-Neckar-Kreis und der Stadt Heidelberg erfolgt schrittweise“, sagt die Sprecherin.

Das Insekt kann gefährliche Erreger übertragen

Die Asiatische Tigermücke (Aedes albopictus) kann gefährliche Viren übertragen, darunter das Denguefieber, eine Krankheit mit hohem Fieber sowie Kopf- und Gliederschmerzen, die tödlich enden kann. Außerdem Chikungunya-Fieber, das ebenfalls mit hohem Fieber und Gliederschmerzen einhergeht und chronisch werden kann. 

Vor mehr als zehn Jahren kommen die ersten Exemplare des Insekts nach Deutschland. Die erste größere brütende Population wird im September 2015 im Heidelberger Stadtteil Wieblingen nachgewiesen. Ein Jahr zuvor ist eine kleinere Population in Freiburg entdeckt worden. Im August 2017 kann man die Asiatische Tigermücke erstmals in Karlsruhe nachweisen.

dpa/hew

Quelle: Mannheim24

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