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Rhein-Neckar-Kreis: Polizei-Bilanz nach „Speed-Marathon“ – Über 40 Fahrverbote

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Von: Marten Kopf

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Mannheim/Heidelberg/Rhein-Neckar-Kreis - Beim europaweiten Blitzermarathon ging es zahlreichen Rasern an den Kragen. Jetzt zieht die Polizei Bilanz.

Der ein oder andere wird es – vermutlich unglücklicherweise – bemerkt haben: Am Donnerstag, den 24. März, fand im Rahmen der europaweiten ROADPOL-Kontrollwoche der europaweite „Speed-Marathon“ statt. Auch wenn es die Bezeichnung vielleicht anders suggerieren mag, geht es dabei eben nicht darum, möglichst schnell zu fahren, sondern im Gegenteil darum, Rasern auf den Leib zu rücken. Per Blitzer nämlich.

RegionRhein-Neckar-Kreis
RegierungsbezirkKarlsruhe
Einwohner548.233 (Stand: 31. Dezember 2020)
LandratStefan Dallinger (CDU)

„Speed-Marathon“: Autofahrer sensilibisieren

Auch das Polizeipräsidium Mannheim – zuständig für Heidelberg und Umgebung – ist an der Aktion beteiligt und führt ganztägig an insgesamt 28 Örtlichkeiten in Mannheim, Heidelberg und dem Rhein-Neckar-Kreis mobile und stationäre Geschwindigkeitsmessungen durch. Insgesamt 90 Beamte sind im Einsatz, ausgestattet mit Geschwindigkeitsmessgeräten aller Couleur.

Ziel des sogenannten Speedmarathons ist es, die Verkehrsteilnehmer hinsichtlich der Gefahren zu sensibilisieren, aufgrund nichtangepasster oder überhöhter Geschwindigkeit in einen schweren oder gar tödlichen Unfall verwickelt zu werden.

„Speed-Marathon“ im Rhein-Neckar-Raum: 44 Fahrverbote

Insgesamt messen die Beamten 4.462 Verkehrsteilnehmer, bei 404 von ihnen wird eine überhöhte Geschwindigkeit festgestellt. Das entspricht einer „Beanstandungsquote“ von fast 10 Prozent, wie die Polizei mitteilt. Ergebnis der Überschreitungen sind 77 Verwarnungen und 327 Bußgeldverfahren, aus denen 44 Fahrverbote resultieren. Der höchste gemessene Wert lag bei 189 km/h bei erlaubten 120 km/h auf der A6 in Fahrtrichtung Mannheim in Höhe Sinsheim.

Der überwiegende Teil der Kontrollmaßnahmen des Polizeipräsidiums Mannheim wird an diesem Tag übrigens in Form von Anhaltekontrollen durchgeführt, bei denen zu beanstandende Verkehrsteilnehmer unmittelbar mit ihrem Geschwindigkeitsverstoß konfrontiert werden. Trotz allem dürften diverse Autofahrer auch nachträglich noch Post bekommen.

Raser im Visier: Geschwindigkeitsmessungen „dringend erforderlich“

Das Polizeipräsidium zeigt sich im Anschluss zufrieden und betont die Wichtigkeit der Maßnahme: „Wie die hohe Zahl von 44 Fahrverboten deutlich zeigt, sind solche Kontrollen dringend erforderlich, daher wird die Polizei auch in Zukunft intensive Geschwindigkeitsüberwachungsmaßnahmen durchführen“.

Und weiter: „Diese Kontrollmaßnahmen der Polizei werden hauptsächlich an Örtlichkeiten durchgeführt, an denen sich schwere Unfälle aufgrund nichtangepasster Geschwindigkeit häufen. Dadurch wird ein wichtiger Beitrag zur nachhaltigen Verbesserung der Verkehrssicherheit geleistet.“ (mko/pol)

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