Sicherheit geht vor 

Weihnachtsmärkte: Polizei warnt vor Taschendieben

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Polizei warnt vor Taschendiebstahl auf Weihnachtsmärkten (Symbolfoto)

Rhein-Neckar-Kreis - Viele freuen sich schon auf den Start der Weihnachtsmärkte – leider auch die Taschendiebe. Die machen in dieser Zeit nämlich besonders leicht Beute. 

Während die Besucher an den Ständen stöbern oder sich bei einem Glühwein unterhalten, schlagen die Diebe blitzschnell zu. Dazu nutzen die Täter am liebsten Menschenansammlungen und das unübersichtliche Gedränge, um Beute zu machen. Seit Jahren ist deshalb der Dezember in der Statistik der am meisten belastete Monat bei Taschendiebstählen. 

Impressionen vom Weihnachtsmarkt in Heidelberg

Die Zahlen

Laut polizeilicher Kriminalstatistik werden allein im Dezember 2016 im Stadtkreis Mannheim 124 Fälle und im Stadtkreis Heidelberg 88 Fälle registriert. Das sind durchschnittlich in Mannheim vier Diebstähle pro Tag (2015 noch fünf bis sechs), in Heidelberg immerhin knapp drei pro Tag. Im gesamten Rhein-Neckar-Kreis kommt es 2016 zu 36 Taschendiebstählen.

Doch es gibt auch gute Neuigkeiten: Im Bereich des Polizeipräsidiums Mannheim werden im gesamten Jahr 2016 insgesamt 2.333 Taschendiebstähle angezeigt, gegenüber 2.651 Fällen in 2015. Dies entspricht einem Rückgang um 12 Prozent. Auch die Aufklärungsquote ist auf 12,4 Prozent gestiegen. Und die Tendenz der ersten zehn Monate des Jahres 2017 zeigt eine weitere starke Abnahme in diesem Deliktsfeld. 

Offizieller Start für Weihnachtsmarkt am Wasserturm

Polizei ist vor Ort

Das Polizeipräsidium Mannheim ist auf die Weihnachtsmärkte vorbereitet und hat angekündigt, insbesondere auf den größeren Weihnachtsmärkten der Region, verstärkt sowohl sichtbare als auch verdeckte Überwachungsmaßnahmen durchführen. 

Die Polizei warnt besonders vor den Maschen der Taschendiebe: In den engen Gassen zwischen den Weihnachtsmarktständen ist zum Beispiel der Drängel-Trick sehr beliebt. „Ein Dieb rückt unangenehm dicht an das Opfer heran, bis es sich ärgerlich abwendet und dadurch eine umgehängte Tasche oder die Geldbörse in der Manteltasche quasi ‚griffbereit‘ anbietet“, so Gerhard Klotter, Vorsitzender der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes. „Innerhalb weniger Sekunden sind Brieftasche, Kreditkarte oder das Handy verschwunden.“ Dabei laufen die Maschen der Diebe oft nach dem gleichen Schema ab: Einer lenkt das Opfer ab, der Zweite stiehlt die Beute und gibt sie an einen Dritten weiter, der dann verschwindet. Werden die Diebe nicht auf frischer Tat ertappt, sind sie meist nur schwer ausfindig zu machen – zumal die Opfer den Verlust meist erst spät bemerken und die Täter in vielen Fällen nicht beschreiben können.

Taschendiebe lassen sich manchmal schon am typisch suchenden Blick erkennen. Sie meiden den direkten Blickkontakt zum Opfer und schauen eher nach der Beute. 

Eine weitere erfolgreiche Masche der Diebe ist, die Kleidung des potenziellen Opfers angeblich versehentlich mit Ketchup, Senf oder einer Flüssigkeit zu beschmutzen. Beim anschließenden Reinigungsversuch lenken sie das Opfer wortreich vom zeitgleichen Diebstahl der Wertsachen ab.

So schützt Du dich vor Taschendieben

  • Nimm am Besten nur so viel Bargeld mit, wie Du benötigst.
  • Trage Dein Geld oder Papiere immer in verschiedenen verschlossenen Innentaschen der Kleidung, möglichst dicht am Körper.
  • Trage Deine Tasche immer mit der Verschlussseite zum Körper
  • Achte im Gedränge verstärkt auf Deine Wertsachen. Werde unbedingt misstrauisch, wenn Du plötzlich angerempelt wirst.
  • Notiere niemals Deine PIN irgendwo im Geldbeutel (schon gar nicht auf der EC-Karte).
  • Sollte Deine Karte verschwunden sein, lass sie sofort sperren. Bundesweiter Sperr-Notruf: 116 116.

Die Polizei gibt hilfreiche Tipps auf ihrer Klappkarte „Schlauer gegen Klauer“, die auch einen Notfallpass zum Heraustrennen mit allen wichtigen Telefon- und Sperrnummern enthält. Die Karte ist kostenlos bei jeder polizeilichen Beratungsstelle erhältlich oder kann HIER heruntergeladen werden. 

pol/kab

Quelle: Mannheim24

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