Für einen Vierbeiner kommt die Rettung wohl zu spät

Hunde-Hölle in Mannheim: 22 Tiere aus schrecklichem Zuhause befreit! 

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Hunde aus schrecklichen Zuhause gerettet (Symbolfoto)

Mannheim - 22 Hunde werden unter schrecklichen Bedingungen gehalten. Die Polizei und das Veterinäramt können die Tiere zwar beschlagnahmen, aber für eine Hündin kommt die Rettung wohl zu spät:

  • Polizei und Veterinäramt Mannheim beschlagnahmen 22 Hunde.
  • Die Tiere werden unter schrecklichen Bedingungen gehalten.
  • Eine Hündin kämpft um ihr Leben.
  • Der Besitzer wird angezeigt, er ist aber bereits in der Vergangenheit aufgefallen.

Es muss ein schreckliches Bild sein, das sich am Dienstagmorgen (12. November) dem Veterinäramt der Stadt Mannheim sowie den Beamten der Polizeihundeführerstaffel in Hochstätt bietet: 22 Hunde werden in Zwingern gehalten, die auf einem Gartengrundstück im Bösfeld stehen. Ihre Ausläufe sind mit Abfall und Kot übersät, alle Tiere machen einen kranken Eindruck. Eine Blutspur führt zu einer Malinoishündin, die nahezu leblos vor sich hin vegetiert. Der Vierbeiner hat zahlreiche Bisswunden auf dem Körper. „Aufgrund des Gesundheitszustandes ist bislang davon auszugehen, dass sie ihren Verletzungen erlegen wird“, so ein Sprecher der Polizei Mannheim. Doch wer ist für diesen traurigen Anblick verantwortlich? Es ist ein Mann, der bereits in der Vergangenheit mehrfach gegen das Tierschutzgesetz verstoßen hat. 

In Karlsruhe ereignet sich kürzlich ein schlimmer Unfall, bei dem ein Hund von einem Fahrradfahrer totgerast wurde. Doch anstatt sich zu kümmern und Verantwortung zu zeigen, haut der Täter einfach ab.

Mannheim: Hunde werden unter schrecklichen Bedingungen gehalten

Der Halter der 22 Hunde wurde bereits vor einem Jahr der Polizei gemeldet. Damals wurden sieben Tiere beschlagnahmt und der Fall wurde zur Anzeige gebracht. „Aufgrund von neuen Hinweisen aus der Bevölkerung wurde bekannt, dass auf dem Gelände wieder Hunde gehalten werden - obwohl gegen den Verantwortlichen eine behördliche Haltungsuntersagung ausgesprochen wurde“, erklärt der Sprecher weiter. Nachdem Veterinäramt und Polizei einen Durchsuchungsbeschluss beim Verwaltungsgericht beantragt haben, können sie am Dienstag um 8 Uhr das Gelände betreten und die desaströsen Zustände vorfinden. 

Mannheim: Hunde aus furchtbaren Zuhause befreit – Halter angezeigt

Laut dem Sprecher handelt es sich bei den Hunden um Cane Presa- und American Staffordshire-Mischlinge. Die Zucht dieser Tiere ist aufgrund der sogenannten Kampfhundeverordnung verboten. Alle Hunde, darunter 15 Jungtiere, werden beschlagnahmt. Nachdem sie von Tierärzten untersucht worden sind, kommen sie in umliegenden Tierheime unter. „Eine endgültige Wegnahme wurde bereits in die Wege geleitet“, versichert der Polizeisprecher. Der Hundehalter aus Mannheim wird wegen der festgestellten Verstöße gegen das Tierschutzgesetz, Tierschutzhundeverordnung, sowie der Polizeiverordnung gefährlicher Hunde angezeigt.

Mannheim: Halter verstieß in der Vergangenheit mehrfach gegen das Tierschutzgesetz

Am 1. Oktober 2018 beschlagnahmten Beamte der Polizei-Hundeführerstaffel gemeinsam mit Vertretern der Stadt bereits sieben Hunde. Der Grund: Sie wurden widerrechtlich gehalten. Gegen den Halter wurde aufgrund mehrfacher Verstöße gegen das Tierschutzgesetz zuvor ein Haltungsverbot verfügt. 

Auflage: Unterbringung der Tiere im Tierheim. Das hatte er aber nicht eingehalten! Der Tierquäler wollte alle Vierbeiner weiterverkaufen. Dafür war es dann aber glücklicherweise zu spät. Die Beamten suchten die Zwinger des Tierquälers im Bösfeld auf. Neben einem Rottweiler fanden sie fünf Carne-Bresa-Mischlinge im Alter von gerade mal neun Monaten. Sie wurden auf der Stelle ins Tierheim Mannheim gebracht. Der siebte Vierbeiner, eine Molosser-Hündin, kam in das Heppenheimer Tierheim. 

Mannheim: Gerettete Hunde suchen neue Besitzer

Da die Wegnahme der Tiere endgültig war, konnten sie sofort weitervermittelt werden. Der ehemalige Halter hingegen musste sich wegen Verstößen gegen das Tierschutzgesetz, das Abfallgesetz sowie dem Errichten nicht genehmigter Bauten verantworten. Darüber hinaus war keines der Tiere bei der Stadt Mannheim angemeldet, sodass zu den bestehenden Vorwürfen wohl auch noch eine Steuernachzahlung auf den Tierquäler hinzukommt. 

Erst vor wenigen Wochen wurden Katzen aus einer Messie-Hölle in Mannheim befreit. Allerdings hagelt es für das Veterinäramt an heftiger Kritik. In Heidelberg wird im November Hund Balu verzweifelt gesucht. Er ist in Panik geraten und weggerannt. Für die Besitzer beginnt ein Albtraum.

pol/chh/jol

Quelle: Mannheim24

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