Für Terror-Opfer von Paris

1.200 Teilnehmer bei Schweigemarsch durch Mannheim!

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Der Schweigemarsch durch die Mannheimer Innenstadt.

Mannheim-Innenstadt – Über 1.200 Menschen setzen am Mittwoch ein deutliches Zeichen gegen Fanatismus und Gewalt – beim Schweigemarsch für die Opfer der Terror-Anschläge in Paris.

Sie laufen Hand in Hand, tragen Kerzen, demonstrieren Stärke – Christen, Muslime und Juden nicht nur aus Mannheim...

Der Schweigemarsch zum Gedenken an die Opfer der schrecklichen Terroranschläge in Paris am Mittwochnachmittag – auch ein deutliches Zeichen gegen Gewalt und Fanatismus.

Über 1.200 Teilnehmer folgen dem Aufruf der Deutsch-Französischen Vereinigung Rhein-Neckar und die Deutsch-Französische Gesellschaft Ludwigshafen und Mannheim versammeln sich um 17 Uhr am Marktplatz, ziehen zum Toulonplatz.

Der Schweigemarsch für die Pariser Terror-Opfer

Nachdem die Mannheimer Bläserphilharmonie auf der Bühne das „Lied ohne Worte“ (Mendelssohn) spielen, treten die Redner ans Pult.

Vor den Reiss-Engelhorn-Museen ergreift vor dem in den französischen Nationalfarben beleuchteten Zeughaus Reiss-Engelhorn-Museen auch Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz (SPD) das Wort.

Wir alle sind entsetzt und fassungslos über diese feigen Taten. Wir trauern um die Opfer, fühlen mit den Angehörigen. Wir gedenken auch den Terror-Opfern in aller Welt. Dieser Angriff galt nicht Paris oder Frankreich, sondern uns allen. Wir wollen heute nicht nur trauern, sondern auch die Stimme erheben, dem Terror unsere Brüderlichkeit entgegensetzen“, so Kurz sichtlich betroffen.

116 Institutionen in der gesamten Metropolregion sind dem Aufruf zur Teilnahme am Schweigemarsch gefolgt. 

Auch François Eybalin, Generalkonsul der Französischen Republik (Stuttgart), und Talat Kamran vom Mannheimer „Forum der Religionen“ sprechen zu den Menschen.

Eybalin in seiner bewegenden Rede: „Vor zehn Monaten galt der Terror Journalisten und Intellektuellen. Am 13. November wurde blind geschossen, wo sich junge Leute am Wochenende gerne treffen. Der Feind der Terroristen heißt Frankreich mit seiner Lebensfreude.“ Und fügt an: „Ich habe mich nie so stolz gefühlt Franzose und Europäer zu sein, wie am diesem Tag!

Laut Generalkonsol Eybalin befinden sich noch 30 Verletzte in kritischem Zustand! Die Toten stammen aus 19 verschiedenen Ländern.

Dieser barbarische Akt ist ein Angriff auf unsere Menschlichkeit und unsere Religion.  Wir achten das Leben aller Menschen! Wir sind als Gesellschaft stark genug, uns nicht einschüchtern zu lassen. Shalom, Selam, Friede sei mit euch!“, ruft Kamran den Zuhörern zu.

Das „Forum der Religionen“ veranstaltete um 16:30 Uhr auch den Auftakt mit einem interreligiösen Friedensgebet in die CityKirche Konkordien (R2).

Wir trauern mit unseren französischen Freunden! Unsere Gedanken sind bei den Opfern, ihren Familien und Freunden. Die Anschläge von Paris sind ein direkter Angriff auf die Werte unserer offenen und freiheitlichen Gesellschaft und richten sich gegen das, was uns wichtig ist“, betonen Schulter an Schulter der evangelische Dekan Ralph Hartmann, der katholische Stadtdekan Karl JungTalat Kamran (Moscheegemeinden) sowie Schoschana Maitek-Drzevitzky (Jüdische Gemeinde).

Und geben sich ‚kämpferisch‘: „Die Attentäter verfolgen die Absicht, uns in eine Spaltung zu treiben, eine Spaltung zwischen Menschen unterschiedlicher Kulturen und Religionen, zwischen Menschen, die glauben und Menschen, die nicht glauben. Wir sind eine Stadt, in der viele Menschen aus verschiedenen Nationen zusammenleben. Wir setzen uns dafür ein, gemeinsam die uns verbindenden Werte, insbesondere den Respekt vor dem menschlichen Leben, zu verteidigen.“ 

Somit setzen Christen, Juden und Muslime in Mannheim ein gemeinsames Zeichen gegen Hass, Toleranz, Gewalt und die Spaltung der Gesellschaft, stehen für die Werte der Freiheit und Demokratie ein.

So trauerte Mannheim am Tag nach den schrecklichen Anschlägen mit 129 Toten:

Für Terror-Opfer von Paris: Kerzenmeer am Wasserturm

>>>Schweigemarsch für Paris am Marktplatz geplant

pek

Quelle: Mannheim24

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