Hilfsangebot 

Plankenumbau: Entschädigung für existenzbedrohte Händler!

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Der Plankenumbau kostet Geschäftsinhaber Nerven. (Archivbild)

Mannheim-Innenstadt - Viele Geschäftsinhaber sind verärgert, denn der Plankenumbau und die damit einhergehenden Sperrungen verhageln ihnen das Geschäft! So will die Stadt existenzbedrohte Händler entschädigen: 

In der Zeit von März 2017 bis Frühjahr 2019 wird die Fußgängerzone Planken neu gestaltet und die Gleise der Straßenbahn sowie Leitungen im Tiefbau erneuert. Bauherren sind die Stadt Mannheim, die RNV GmbH und die MVV Energie AG. 

Doch durch die Sperrungen sind einige Geschäfte nur schwer oder gar nicht zu erreichen. Auch eine direkte Anbindung mit der Straßenbahn ist nicht mehr gewährleistet. Die Konsequenz: Die Kunden bleiben aus und einige kleinere Unternehmen fühlen sich in ihrer Existenz bedroht! 

Viel Aufregung um Planken-Großbaustelle

Damit die betroffenen Läden auf und um die Planken nicht schließen müssen, startet die Stadt Mannheim jetzt ein Hilfsangebot. 

Ab dem 18. Oktober können sich betroffene inhabergeführte, kleine und mittlere Unternehmen auf der Internetseite www.mannheim-planken.de informieren und dort entsprechende Anträge herunterladen. 

Ausgefüllt werden diese Unterlagen dann dem Rationalisierungs- und Innovationszentrum der Deutschen Wirtschaft (RKW) vorgelegt. Innerhalb von fünf Beratungstagen entscheiden unabhängige Wirtschaftsprüfer, ob eine durch die Baumaßnahme auf den Planken hervorgerufene Existenzgefährdung vorliegt. 

Sollten die Wirtschaftsprüfer einen Rechtsanspruch auf eine Ersatzleistung feststellen, um die Existenzgefährdung abzuwenden, wird ein Entschädigungsbetrag festgesetzt. „Mit dem vom Fachbereich für Wirtschafts- und Strukturförderung entwickelten Verfahren kann nun objektiv und individuell geprüft werden, ob ein Anspruch auf Entschädigung besteht“, so Wirtschaftsbürgermeister Michael Grötsch. 

Doch die Überprüfung kostet...

Neben dem Antrag müssen die Händler ihre aktuellen betriebswirtschaftlichen Unterlagen, einschließlich einer Vermögensaufstellung, einreichen. Liegt eine Existenzgefährdung vor, wird der Entschädigungsbetrag in Form eines Zuschusses ausbezahlt. Die Kosten für eine Beratung durch das RKW in Höhe von 4.000 Euro netto (fünf Tagessätze à 800 Euro) werden durch Landesmittel sowie Zuschüsse der Stadt Mannheim und der IHK Rhein-Neckar ermäßigt. Antragsteller müssen jedoch ein Eigenanteil von 660 Euro (zuzüglich Mehrwertsteuer) zahlen! 

Unabhängige Wirtschaftsprüfer schauen sich die Umsätze der Unternehmen an, erstellen einen Analysebericht und schaffen damit eine Entscheidungsgrundlage. Wie viele Betriebe betroffen könne noch nicht gesagt werden. Auch wie hoch die Entschädigung ausfallen könnte, sei von Fall zu Fall unterschiedlich. 

Manfred Schnabel, Präsident des Handelsverbands Nordbaden, und Lutz Pauels, Vorsitzender der Werbegemeinschaft Mannheim City, begrüßen das Hilfsangebot für die Planken-Händler: Wir sind sehr froh, dass die Stadt Mannheim nun einen weiteren zentralen Punkt unseres Forderungskataloges zur Verbesserung der Baustellensituation erfüllt hat und ein klarer Prozess für eine gütliche Klärung von Entschädigungsfragen betroffener Händler definiert wurde.“

Doch sie merken auch an: „Nicht einverstanden sind wir damit, dass den Betroffenen eine Kostenbeteiligung in Höhe von 660 Euro abverlangt wird. Dennoch hoffen wir, dass auf diese Weise Ansprüche nun schnell geprüft und berechtigte Forderungen ohne langwierige Prozesse festgestellt und erfüllt werden können.“

Bleibt zu hoffen, dass keine Läden wegen des Plankenumbaus schließen müssen... 

pm/kp

Quelle: Mannheim24

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