Hausbesetzung in Hafenstraße

Zu hohe Mieten! Aktivisten ‚eröffnen‘ Grand Hotel Jungbusch

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Das Haus in der Hafenstraße am Samstag gegen 21 Uhr.

Mannheim-Innenstadt/Jungbusch - Kuriose Szenen am Samstagvormittag im Jungbusch: Wo früher noch ein leerstehendes Haus stand, eröffnet plötzlich das Grand Hotel Jungbusch. Was dahinter steckt:

UPDATE Montag: Aktivisten sprechen mit Stadt über Konzept für Hafenstraße 66

+++ UPDATE Samstag 21 Uhr:

Gegen 21 Uhr ist von den Hausbesetzer nichts mehr zu sehen. Zwei Polizeibeamte stehen vor dem Haus der Hafenstraße 66 und stellen sicher, dass sich keiner mehr unbefugt Zutritt verschafft.

In Kürze treffen Kollegen ein, die das Gebäude versiegeln sollen. Eine Polizeibeamtin bestätigt uns, dass sich niemand mehr im Gebäude aufhält.

Währenddessen ist das Käsebrezelfestival an der Aral-Tankstelle, dessen Initiatoren auf den Gentrifizierungs-Prozess im Jungbusch aufmerksam machen wollen, in vollem Gang. 

An Aral-Tankstelle: Jungbusch-Fans feiern ihre Käsebrezel!

>>> Der Jungbusch im Wandel der Zeit

Der Jungbusch ist mit seiner hohen Künstlerdichte und den zahlreichen hippen Bars und Läden DAS Szeneviertel in Mannheim. Investoren und Immobilienfirmen lassen sich da natürlich nicht zwei Mal bitten und stecken jede Menge Geld in herunterbekommene (Wohn-)Gebäude und sanieren, was das Zeug hält.

Die Folge: immer weiter steigende Mieten!

Am Samstag haben mehrere Aktivisten, die eigenen Angaben zufolge dem Bündnis „Wem gehört die Stadt? - Mannheim“ angehören, das Grand Hotel Jungbusch ‚eröffnet‘.

Das besetzte Haus in der Hafenstraße im Jungbusch.

Mit der Hausbesetzung wollen sie der weiteren Gentrifizierung des Stadtteils entgegenwirken. Die Aktivisten fordern, dort müsse günstiger Wohnraum entstehen.

Die Stimmung im Jungbusch droht zu kippen!”, heißt es in einer Erklärung des Bündnisses. „In den letzten Jahren sind die Mieten explodiert. Zahlreiche Häuser wurden aufgekauft und luxussaniert – für die Bewohner*innen des Jungbuschs ist das ein Riesenproblem. Denn häufig können sie die neuen Mieten nicht zahlen und müssen ihre Wohnungen verlassen.

>>> Zur ‚Rettung‘ des Jungbusch: Käsebrezel-Festival an der Aral!

Momentan sei noch offen, wie man auf die Situation reagieren werde, so eine Sprecherin der Polizei.

Die Stadt warnt hingegen davor, das Haus zu betreten. Das Gebäude sei baufällig. „Es besteht Gefahr für Leib und Leben“, sagte ein Sprecher der Stadt.

dpa/rob/kp

Quelle: Mannheim24

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