Zur Verbesserung der Sicherheit

Notrufsäulen für die Dalbergstraße!

+
Mehr Sicherheit im Jungbusch durch Notrufsäulen?

Mannheim-Innenstadt/Jungbusch – Ist es Dir auch schon aufgefallen? An der Dalbergstraße wurden Notrufsäulen installiert. Wo sie sich genau befinden und was der Anlass ist: 

Die Stadt Mannheim geht einen weiteren Schritt in Richtung Verbesserung der Sicherheit. An der rnv-Haltestelle Dalbergstraße im Jungbusch wurden jetzt insgesamt vier Notrufsäulen installiert: zwei befinden sich in der Unterführung, jeweils eine Notrufsäule an den beiden Bahngleisen. Bei der Besichtigung der Anlagen erklärt der erste Bürgermeister und Sicherheits-Dezernent Christian Specht, warum die Stadt dies für nötig befunden hat:

„Die Bürgerinnen und Bürger sollen sich in unserer Stadt sicher fühlen und sicher bewegen. Um dies zu erreichen, müssen wir in einem steten Prozess kontinuierlich weiterarbeiten“, betont Christian Specht.

Schon ein paar Mal kam es in der Vergangenheit zu Übergriffen im Jungbusch. Der wohl traurigste Fall: Die Studentin Gabriele Z. wird im Herbst 2013 auf dem Weg in das Studentenwohnheim im Jungbusch von einem Angreifer vergewaltigt und getötet.

Beispiele aus jüngerer Zeit: Im Dezember 2015 wird eine 38-Jährige in der Dalbergstraße erst von einem Mann verfolgt und dann sexuell genötigt.

Auch nach der mutmaßlichen Vergewaltigung am Wasserturm Anfang 2016 kündigte Oberbürgermeister Kurz einen stärkeren Einsatz des kommunalen Ordnungsdienstes (KOD) im Jungbusch und in der Neckarstadt an. 

Anfang des Jahres 2016 setzen sich die Gastwirte und Akteure aus dem Jungbusch zusammen um gegen den vermehrten Taschendiebstahl im Jungbusch vorzugehen.  

„Gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern haben wir bei Veranstaltungen, Stadtteilspaziergängen und einem Runden Tisch zum Thema Sicherheit Ideen entwickelt, wie wir sowohl die objektive Sicherheitslage als auch das subjektive Sicherheitsempfinden im Jungbusch spürbar weiter verbessern können. Die Notrufsäulen sind eins der Resultate.“

Die Notrufsäulen an der Haltestelle Dalbergstraße wurden Anfang Februar errichtet, seit gut einem Monat sind sie in Betrieb. Kostenpunkt: rund 33.000 Euro. Betrieben und gewartet werden die Säulen von der rnv.

„Es ist uns ein großes Anliegen, dass unsere Fahrgäste jederzeit mit einem guten Gefühl unterwegs sein können“, so Christian Volz, kaufmännischen Geschäftsführer der rnv.

„Die hier installierten Notrufsäulen sind, wie auch saubere und gut beleuchtete Haltestellen, nur ein Teil unseres Konzepts. Genauso investieren wir beispielsweise in bedarfsgerechte Nachtfahrpläne, damit man auch zu später Stunde noch bequem und sicher ans Ziel kommt.“ Hierfür gibt es gerade im Bereich des Jungbuschs einige Beispiele.

Weitere Maßnahmen im Jungbusch

Neben den Notrufsäulen resultierten aus den Bürgerveranstaltungen und Stadtteilspaziergängen zahlreiche weitere Maßnahmen, die zum Teil schon realisiert sind beziehungsweise kurz vor der Umsetzung stehen. Unter anderem wurden in verschiedenen Straßen die Beleuchtungen komplett erneuert, Büsche wurden zurückgeschnitten, an den Haltestellen in der Akademie- und Hafenstraße neue Wartehallen aufgestellt.

Ausweitung der Nachtfahrpläne

Ebenso wurden die Fahrtzeiten der Buslinie 60 an Freitagen, Samstagen und an Feiertagen bis ein Uhr nachts ausgeweitet. Zudem besteht am Wochenende und vor Feiertagen rund um die Partylocations in der Industriestraße von ein bis sechs Uhr ein durchgehender Busverkehr. Darüber hinaus haben bereits seit drei Jahren alle rnv-Fahrgäste die Möglichkeit, über einen kostenlosen Fahrerruf ein Anschlusstaxi direkt an die Zielhaltestelle rufen zu lassen, das sie dann ohne Wartezeiten von der Haltestelle direkt nach Hause befördert.

Stadt Mannheim/kp

Quelle: Mannheim24

Mehr zum Thema

Nach Crash auf A5: Zehn Kilometer Stau

Nach Crash auf A5: Zehn Kilometer Stau

Fotos: Drogenkontrolle auf A6!

Fotos: Drogenkontrolle auf A6!

Fotos vom 1. Mannheimer Bierfest!

Fotos vom 1. Mannheimer Bierfest!

Kommentare