Ehemann mit 18 Messerstichen getötet 

„Säge ihn klein und verbrenne ihn“ – Frau wegen Mordes vor Gericht! 

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Bettina M. steht wegen Verdacht des Mordes vor dem Landgericht Mannheim. (Symbolfoto)

Mannheim/Ketsch - Mit 18 Messerstichen soll Bettina M. (51) ihren Mann im Schlaf erstochen haben. Vor Gericht kommen die Details der Tat und die schrecklichen Hintergründe ans Tageslicht:

In der Nacht zum 2. Februar tötet Bettina M. ihren Ehemann Michael M. (†43) mit 18 Messerstichen in der gemeinsamen Wohnung in Ketsch - die Polizei kann nur noch seinen Tod feststellen. Michael M. ist verblutet.

Jetzt steht Bettina wegen Verdacht des Mordes vor Gericht.

Es ist der 1. Februar, als Bettina M. beschließt ihren eigenen Ehemann zu töten. Nach jahrelangen Misshandlungen soll die 51-Jährige keinen Ausweg mehr gesehen haben. Beim ersten Verhandlungstag erzählt sie ihre persönliche Leidensgeschichte:

„Am Anfang war ich der glücklichste Mensch der Welt“

2011 lernt die gelernte Konditorin ihren Ehemann Michael M. kennen. „Am Anfang war ich der glücklichste Mensch der Welt“, erzählt sie vor Gericht. Doch nach gerade einmal sechs Monaten kommt es zum ersten Mal zu Gewalt in der Beziehung – nach den Schlägen gegen seine Partnerin entschuldigt sich Michael M. jedes Mal und gelobt Besserung.

Trotz der Schläge und etlicher Polizeieinsätze heiratet ihn Bettina. Zunächst verläuft alles wie immer, doch Ende 2016 wird Micheal immer aggressiver. Er trinkt zu viel, schlägt ihr die Zähne aus und soll ihr sogar gedroht haben sie umzubringen.

An die 100 Mal habe sie überlegt ihn umzubringen

Die Misshandlungen gehen sogar so weit, dass er sie zwingt sein Urin zu trinken.Eines Nachts weckt Michael M. seine Frau, indem er Zigaretten auf ihrem Körper ausdrückt. 

Jedes Mal wenn die Polizei kommt, nimmt Bettina M. ihren Mann in Schutz: „Ich wollte doch nicht, dass er bestraft wird.“ Sie habe ihn abgöttisch geliebt.

„Das Jahr 2016 war die Hölle“, erzählt die Angeklagte. Er habe ihr sogar verboten zu duschen und sie über Tage zuhause eingesperrt. „Ich wollte, dass es aufhört. Ich wollte nur in Frieden leben.“ Ihn zu verlassen, kam für sie nicht in Frage. Sie hätte kein Geld und viel zu sehr Angst vor ihrem Mann gehabt.

Schließlich habe sie keinen Ausweg mehr gesehen. „An die 100 Mal habe ich überlegt ihn zu töten - oder mich selbst“, gibt die 51-Jährige zu. 

Bis zum 1. Februar...

Im Supermarkt kauft sie sich ein Elektromesser und Spiritus. Der Plan: Sie will ihren Ehemann erstechen, in Stücke schneiden und anschließend im Wok verbren nen! Sie hatte geplant, sein Handy und seinen Geldbeutel in der Nähe des Heidelberger Hauptbahnhofs zu deponieren und ihn als vermisst zu melden. 

Als er schlafen geht, betrinkt sich Bettina und geht ins Schlafzimmer. „Jetzt oder gar nicht“, denkt sich die Frau und sticht zu. Sie selbst kann sich allerdings nur an zwei oder drei Stiche erinnern – nicht an 18.

„Wenn er wach wäre, hätte ich keine Chance gehabt“

Bettina M.s Plan geht nicht auf. Sie schafft es nicht, die Gliedmaßen des Toten vollständig abzutrennen. Sie ruft ihre Tochter (23) an, um mit ihrer Hilfe die Leiche in die Badewanne zu legen - dort will sie ihn verbrennen.

Die Tochter spielt bei diesem Plan allerdings nicht mit. Sie geht, nachdem sie die Tat ihrer Mutter entdeckt hat und erzählt es ihrem Vater. Dieser ruft die Polizei, die sie in der ehelichen Wohnung festnehmen kann.

Seit der Tat sitzt die Frau in Untersuchungshaft in der JVA Schwäbisch Gmünd. „Ich fühle mich wie im Himmel“, erzählt sie dem Richter auf Nachfrage, wie sie dort zurechtkommt. Im Gegensatz zu den Qualen die sie vorher habe durchmachen müssen, könne sie jetzt in Frieden leben, so die Angeklagte weiter.

Mitte Oktober wird mit einem Urteil gerechnet. 

jab

Quelle: Mannheim24

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