Opfer erstickt an Knebel 

Kevin S. (27) stirbt nach Drogennacht: Killer-Pärchen im Landgericht verurteilt!

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Am Montag, 4. Juni fällt das Urteil gegen das Killerpärchen aus der Burgstraße im Landgericht.

Mannheim - Es ist eine Tat, die schockiert: Ein Pärchen quält am 4. August 2017 ihren Bekannten Kevin S. nach einer Drogennacht im Rausch zu Tode! Nun fällt das Urteil im Landgericht Mannheim.  

Am Montag (4. Juni) fällt im Landgericht Mannheim das Urteil gegen den den Angeklagten Peter F. (44) und Hoseanna O. (33). In einer Drogennacht sollen sie ihren wohnungslosen Bekannten Kevin S. (27) geschlagen und geknebelt haben, bis er nach einem langen Todeskampf erstickt ist. 

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Die Staatsanwaltschaft wirft dem Paar vor, „den Tod des 27-Jährigen billigend in Kauf genommen“ zu haben. Hoseanna O. (33) wird wegen Todschlags angeklagt, Peter F. (44) wegen Mordes.

Die Öffentlichkeit nach einem Antrag des Anwalts der Angeklagten für die Dauer des Prozesses ausgeschlossen. Der Grund: Die Angeklagte wolle nicht, dass ihre Krankengeschichte in der Öffentlichkeit diskutiert werde. Sie leide an an einer chronisch schizophrenen Erkrankung und ist zur Zeit in einem psychiatrischen Krankenhaus untergebracht. Erst zur Urteilsfällung ist die Öffentlichkeit wieder zugelassen. 

Das Urteil 

Die Beschuldigte Hosanna O. soll aufgrund ihrer Erkrankung im Zustand der Schuldunfähigkeit gehandelt haben. Das Gericht folgt dem Antrag der Verteidigung auf Unterbringung von O. in einem psychiatrischen Krankenhaus. Der Angeklagte Peter F. hingegen wird zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt. Der 44-Jährige soll aus niederen Beweggründen gehandelt haben. Zudem sei das Mordmerkmal der Grausamkeit erfüllt, das das Opfer einen langes Todeskampf gekämpft hatte, bevor es starb. 

Die brutale Tat

Peter F. (44) und Hoseanna O. (33) sollen sich am 3. August 2017 gegen 22:40 Uhr mit Hoseannas Bekannten Kevin (27) in ihrer Wohnung in der Burgstraße in der Schwetzinger Stadt getroffen haben. Kevin S. ist zu diesem Zeitpunkt wohnungslos, schläft aber vorübergehend bei einem Bekannten in der Rheinhäuserstraße. 

Das Tötungsdelikt in der Burgstraße

Die Stimmung ist gut, die Nachbarn hören laute Musik. Die Drei trinken Alkohol und berauschen sich an Amphetaminen. Die Angeklagte soll kurze Zeit vorher ihre Medikamente überdosiert haben – dies soll im Kombinationen mit dem Rauschgift einen psychotischen Schub ausgelöst haben. Nachts um 3:17 Uhr telefoniert Hoseanna O. mit Kevins Bekannten und sagt ihm, dass der 27-Jährige bei ihr einziehen werde. 

Nachbar dreht „gruseliges“ Beweisvideo 

Zwischen 5 und 7 Uhr morgens wird es still in der Wohnung. Doch dann wird es plötzlich wieder laut. Um 7:26 Uhr nimmt ein Nachbar während der andauernden Ruhestörung zwei Videos inklusive Ton auf. Diese Videos fungieren vor Gericht als ein wichtiges Beweismittel. Der Richter selbst bezeichnet sie als „gruselige Aufzeichnung“.

Im ersten Video hört man Hoseannas Stimme. Sie redet im religiösen Wahn, beschimpft Kevin S. und sagt: „... aus dem Fenster“ und „Geh raus“  Peter F. lacht. Man hört Kevins klagende Stimme: „Schließ jetzt bitte mal auf.“

„Du musst jetzt hier bluten.“, sagt Hoseanna. 

Kevin fleht sie an: „Bitte schließ auf.“   

Hoseannas: „Wenn du so weiter machst, schlag ich dich (...) Du wolltest mir Alkohol andrehen. (...) Ich will 3 Euro.“ 

Kevin: „Aber (...) die Tür auf.“ 

Hoseanna: „Ich will wissen wie groß dein Arschloch ist!“

Peter lacht.  

Da der Angeklagte homosexuell ist, geht das Gericht davon aus, dass seine Homosexualität der Grund ist, warum sie ihn später quälen. Es folgen Rumpelgeräusche. 

Jetzt hört man auch Peters Stimme: „3.000 Euro (...) Pass auf du!“Es folgt eine Schimpftirade in der Peter das Opfer als „Lumpen“ und „kleinen Wichser“ bezeichnet.  

Die Nachbarn sehen wie Kevin S. aus dem Wohnzimmerfenster steigt und dann wieder zurück in die Wohnung klettert. Im weiteren Verlauf fesseln die Angeklagten das Opfer auf einem Schlafsofa. Mit stumpfen Gegenständen schlagen sie auf seinen Kopf ein. Die Hämatome in den Achseln deuten darauf hin, dass einer der Beiden auf ihm gekniet ist.  

Das Opfer fleht sie mehrmals an, gehen zu dürfen. Das Paar stopft ihm eine Socke in den Mund und klebt ihn mit Kreppband zu.

Hoseanna O. soll Peter F. mehrmals gefragt haben, ob das Opfer denn noch atmen könne. Er soll geantwortet haben, dass er ja durch die Nase atmen könne. Irgendwann zwischen 17:30 Uhr und 23 Uhr am 4. August erstickt der Mann. Erst Stunden später ruft das Paar einen Rettungswagen. Die Polizei kann nur noch die Leiche des 27-Jährigen bergen.

kp

Quelle: Mannheim24

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