Nach Klinikum-Skandal

Krankenhausträger fordern mehr Geld für Hygiene

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Mannheim - Als Konsequenz aus dem Hygieneskandal am Uniklinikum Mannheim hat die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) mehr Geld und mehr Fachkräfte für Sauberkeit an Kliniken gefordert.

Der Hygieneskandal am Uniklinikum Mannheim hat personelle Konsequenzen für die Kliniklandschaft: Der Präsident der Deutschen Krankenhausgesellschaft tritt nicht mehr für sein Amt an. Die Gesellschaft stellt indes Forderungen an die Politik.

Personal und Investitionen sind wichtig, um auf einen besseren Stand bei der Infektionsprophylaxe zu kommen“, sagte DKG- Hauptgeschäftsführer Georg Baum am Donnerstag der Nachrichtenagentur dpa. „Der Mannheimer Fall sollte uns alle alarmieren, dass sich Qualität nur durch ausreichend Personal und durch ausreichende Investitionen sicherstellen lässt.

Seit bei einer Überprüfung in der Mannheimer Klinik Hygienemängel festgestellt wurden, steht das Krankenhaus unter starkem Rechtfertigungsdruck.

Inzwischen werden die Vorwürfe immer lauter. Wegen neuer Anzeigen und Hinweise weitete die Staatsanwaltschaft ihr Ermittlungsverfahren aus. Der Aufsichtsrat des Klinikums sieht bislang Defizite in der Organisation und internen Kommunikation des Klinikums. Hinweise auf Hygienemängel seien nicht an die richtigen Stellen weitergegeben worden.

Derweil zog der zurückgetretene Geschäftsführer des Uniklinikums Mannheim, Alfred Dänzer, weitere Konsequenzen aus dem Skandal. Der 66-Jährige zieht sich auch als DKG-Präsident zurück: Bei den Neuwahlen werde er nicht mehr kandidieren, sagte ein Sprecher.

Klinik-Aufsichtsratschef und Mannheims Oberbürgermeister Peter Kurz (SPD) hatte Dänzer nach dessen Rücktritt als Geschäftsführer verteidigt: Der Schritt sei nicht als ein Eingeständnis persönlicher Verantwortung zu bewerten. Dänzer begründe seinen Schritt „mit der teils fehlenden Vertrauensbasis im Haus“.

Das Mannheimer Uniklinikum hat die Zahl seiner Operationen wegen der Affäre seit mehreren Wochen drastisch reduziert. Derzeit gebe es täglich noch immer nur etwa 20 Eingriffe, statt der sonst durchschnittlichen 60, erklärte ein Sprecher der Klinik am Donnerstag. Es würden nur Notfälle behandelt.

dpa/rob

Quelle: Mannheim24

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