Das zehnte Finale steht an

GNTM: Model-Mama Heidi in der Kritik!

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Heidi Klum setzt mit ihrem Format unerreichbare Normen. 

Mannheim – Am Donnerstag, 14. Mai, wird Heidi Klum in der SAP Arena in Mannheim zum zehnten Mal „Germany's next Topmodel“ küren – passend zum zehnjährigen Jubiläum der Mega-Halle.

„Nur eine kann Germany‘s next Topmodel werden, nur eine kommt aufs Cover der Cosmopolitan...“

Mit diesen Worten verkündet Heidi Klum (41) am Donnerstagabend in der SAP Arena, wer Deutschlands nächstes Topmodel wird. Doch auch in diesem Jahr muss sich das Format gegen viele Kritiker behaupten...

Die Siegerin steht bereits fest

Vanessa (19), Katharina (19)Anuthida (17) und Ajsa (18) sind die vier Finalistinnen der Pro7-Show „Germany‘s next Topmodel“ (GNTM). Doch die Gewinnerin der zehnten Staffel steht angeblich bereits fest!

Die 17-jährige Anuthida aus Lübeck soll ab Freitagmorgen – samt Model-Vertrag und 100.000-Euro-Gewinnprämie – das Cover der deutschen Cosmopolitan schmücken. 

Steht die Gewinnerin der zehnten Staffel bereits fest? 

Der Grund: Nicht das Mädchen mit der besten Attitude soll GNTM werden, sondern der Sponsor entscheidet über die Gewinnerin. 

Seit 2013 ist Opel mit seinem Modell ‚Adam‘ Hauptsponsor von GNTM. Und seitdem fällt auf: 2013 gewann Lovelyn Enebechi – kaum Jobs, aber den von Opel. 2014 war Stefanie Giesinger aus Kaiserslautern die Siegerin, die auch für Opel Adam warb. Und in diesem Jahr ergatterte Anuthida den begehrten Job beim Automobilhersteller...

Das Format lebt von Produktplatzierungen

Bei kaum einem TV-Format spielt ‚Product Placement‘ – also die gezielte Darstellung von Markenprodukten – eine so bedeutende Rolle wie bei GNTM. Dabei kaufen sich Firmen nicht nur in das redaktionelle Umfeld der Sendung ein, sondern wirken auch direkt auf das Geschehen ein – wie das Beispiel von Opel Adam zeigt. 

Aber auch Hair- and Make-Up-Artist Boris Entrupwirbt beispielsweise während eines Dauerwerbespots für den Kosmetikkonzern Maybelline New York. Nur beiläufig erzählt der 36-Jährige, welches Puder oder welchen Mascara er benutzt. 

Und auch das multi-nationale Unternehmen Gillette sucht bei GNTM nach dem perfekten Topmodel für seinen Nassrasierer. Denn während das Unternehmen im Durchschnitt 24.000 Euro inklusive Großkundenrabatt für einen Primetime-Spot bezahlen soll, entsteht durch das Werbespot-Castings bei GNTM eine Win-Win-Situation. Heidis‘ Mädels können ein lukrativen Job ergattern und dem Unternehmen wird ein Großteil der Sendezeit gewidmet.

Magersucht wegen „Germany's next Topmodel“?

Erst Ende April veröffentlichte das Internationale Zentralinstitut für Jugend- und Bildungsfernsehen (IZI) eine Studie zu Fernsehsendungen im Kontext mit Essstörungen. Demnach mache GNTM krank und treibe junge Mädchen in die Magersucht. Das Format setzt unerreichbare Normen: Nur wer dünn ist, kommt eine Runde weiter und gehört dazu.

Auch in der aktuellen Staffel sorgt das Schönheitsideal bei GNTM für Aufsehen. Eigentlich kann Finalistin Vanessa stolz auf ihren Traumbody sein. Doch Model-Mama Heidi Klum entgeht beim Laufsteg-Training kein noch so kleines Problemzönchen. Geht es nach der 41-Jährigen, täten Vanessas Bauch wohl noch ein paar Sit-ups gut. „Das darf nicht weich sein. Das ist viel zu squishy“, so das niederschmetternde Urteil der Blondine. 

Gerade im Hinblick auf die Magersucht-Vorwürfe stellt sich doch die Frage: Ist Model-Mama Heidi für junge Mädchen, deren Körper in vielen Fällen noch nicht einmal ausgereift ist, wirklich ein Vorbild? 

>>> Umfrage: Das sagen die Mannheimer zum großen Finale

lin

Quelle: Mannheim24

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