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Der Anblick dieser vedreckten Fritteuse verdirbt glatt den Appetitt. 

Bilanz des Jahres 2014 

Lebensmittelsicherheit – die Suche nach „schwarzen Schafen“

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Mannheim - Kakerlaken in der Küche, altes Fett in der Fritteuse, unangenehmer Geruch – manche Betriebe nehmen es mit der Sauberkeit nicht ganz so ernst. Die Bilanz der Lebensmittelkontrolle 2014: 

„Die Lebensmittelüberwachung schützt die Verbraucher und sichert faire Mindeststandards für alle Wettbewerber in Mannheim, weil das Entdeckungsrisiko für ‚schwarze Schafe‘ hoch ist“, sagt Erster Bürgermeister und Sicherheitsdezernent Christian Specht bei der Vorstellung der Bilanz für 2014. 

Demnach nahm die städtische Lebensmittelüberwachung im letzten Jahr über die Hälfte aller Lebensmittelbetriebe in Mannheim unter die Lupe!

Die Bilanz: In rund der hälfte der 4.000 kontrollierten Betriebe fielen geringfügige Beanstandungen auf, wenige mussten wegen schwerer Verstöße angezeigt, ‚nur‘ sieben Betriebe mussten geschlossen werden. 

Schwere Hygieneverstöße in sieben Betrieben

Auch die Zahl der als „gesundheitsschädlich“ beanstandeten Proben ist gesunken – auf vier von fast 1.700.

Zudem wurden 18 Strafverfahren und 149 Bußgeldverfahren eingeleitet sowie 153 gebührenpflichtige Verwarnungen ausgesprochen!

„Bußgeldverfahren werden bei gravierenden Mängeln und Strafverfahren bei ‚Wiederholungstätern‘ eingeleitet, wenn vorherige Hinweise und gebührenpflichtige Verwarnungen nicht fruchten“, erklärt der Abteilungsleiter Verbraucherschutz, Peer-Kai Schellenberger.

 „Leider verharren die Bußgeldverfahren auf dem hohen Niveau der Vorjahre. Das zeigt, dass manche Betreiber unsere Mängelhinweise nicht ernst nehmen“, bewertet Specht die Zahlen.

 „So mussten wir leider immer häufiger zeitaufwändige Nachkontrollen durchführen und in 27 Fällen sogar Zwangsgelder verhängen, damit Missstände endlich beseitigt wurden.“ 

Es wurden insgesamt 228 Beschwerden von Verbrauchern bearbeitet, von denen sich 70 als berechtigt herausstellten. 51 Beschwerden mussten als unberechtigt zurückgewiesen werden, die restlichen 107 waren nicht bewertbar. 

Aktuelles, neues Augenmerk der Kontrolleure: Im Dezember 2014  trat eine neue Lebensmittel-Informationsverordnung in Kraft, wonach unter anderem die Kennzeichnung von Allergenen und die Mindest-Schriftgröße der Pflichtangaben auf Lebensmittelverpackungen geregtelt ist. 

Demnach befassten sich die Kontrolleure  mit der Allergenkennzeichnung beim Ostersortiment in Mannheimer Bäckereien, Konditoreien und dem Süßwarenhandel: Von 16 überprüften Betrieben blieben zwei ohne Beanstandung, zwölf machten unvollständige Angaben an der Ladentheke, zwei sogar gar keine.

 „Aktuell stellen wir wegen der neuen Vorschriften eine gewisse Verunsicherung bei den Betrieben fest“, berichtete Denefleh.

 „Daher setzen wir in einer Übergangszeit vor allem darauf, die Unternehmer zu informieren – etwa mit einer kurzen Broschüre –, und geben auch Hinweise, wie die Kennzeichnungspflicht korrekt umgesetzt werden kann.“

pm/nis 

Quelle: Mannheim24

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