Spender gefunden

Leukämiekranke Bahar bekommt besonderes Geburtstagsgeschenk

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Die 22-jährige Bahar hat Akute Lymphatische Leukämie. 

Mannheim/Ludwigshafen - Bahar (22) leidet an Blutkrebs. Nur mit einer passenden Stammzellen-Spende kann sie weiterleben. Erhält Bahar pünktlich zum Geburtstag ein besonderes Geschenk?  

Update vom 16. April: Inzwischen ist es sechs Monate her, dass die junge Ludwigshafenerin Bahar die niederschmetternde Diagnose bekommt: ALL, ‚Akute Lymphatische Leukämie‘, ein sehr aggressiver Blutkrebs. Sofort wird bei ihr mit der Chemotherapie begonnen. Noch vor 30 Jahren wäre die Krankheit für die junge Frau einem sicheren Todesurteil gleichgekommen. In 80 Prozent aller Fälle führt ALL damals in wenigen Wochen zum Tode. 

Heidelberg24 spricht mit Bahars Tante, die selbst als Ärztin arbeitet: „Es hat sehr lange gedauert, einen passenden Spender zu finden. Von den Dreien mit der höchsten Übereinstimmung schafft es nur einer in die engere Auswahl: Mit 90 Prozent ist seine Passgenauigkeit am Besten.“ 

So gerne hätte Bahars Eltern und die Brüder geholfen. Leider scheiden ältere Personen meist aus, erreichen oft nur 50 Prozent Übereinstimmung, was viel zu wenig für eine Heilung ist. Auch die Brüder kommen nicht in Frage.

Bahar bekommt ersehnte Stammzellenspende

Doch dann erzählt uns Bahars Tante die frohe Botschaft: „Bahar wird morgen, am 17. April in Heidelberg die rettende Stammzellenspende übertragen bekommen!"

Was viele nicht wissen: Eine Stammzellenspende unterscheidet sich stark von einer Knochenmarkspende. Die Stammzellenspende ist für den Spender nicht aufwendiger als Blut zu spenden. Der Spender muss nur einige Tage vorher Medikamente zur Anreicherung nehmen, das ist alles.

„Allerschönstes Geschenk“ zum 23. Geburtstag 

Noch vor wenigen Tagen hat Bahar zur Vorbereitung erneut eine letzte Chemotherapie und gleichzeitig eine Bestrahlung über sich ergehen lassen müssen. Im Moment ist sie etwas geschwächt und ängstlich. Gleichzeitig weiß die Tante aber auch: „Bahar ist sehr hoffnungsvoll. Die Stammzellenspende ist ihr allerschönstes Geburtstagsgeschenk!“ Denn Bahar wird in zwei Tagen, am 19. April ihren 23. Geburtstag feiern können. Die ganze Familie will sie dann natürlich besuchen, auch wenn sie das Mädchen wahrscheinlich zum Schutz nur durch die Glasscheibe sehen dürfen.

Danach folgen noch drei bis vier kritische Wochen, in denen Bahar stark überwacht werden muss. Aber einen großen Schritt in Richtung Genesung hat sie nun geschafft.

Auch bei Mira gibt es gute Neuigkeiten: Sie hat am 20. März ihre Knochenmarktransplanation bekommen! Sie trägt zwar noch eine Magensonde, über die sie Medikamente verabreicht bekommt, aber in wenigen Tagen soll sich schon zeigen ob die Übertragung gut gelaufen ist.  

Leukämiekranke Bahar erlebt ständiges Auf und Ab

Update vom 4. Februar 2019: Viele Menschen haben bei der DKMS Registrierungs-Aktion in Ludwigshafen am 2. Dezember 2018 Geld gespendet und sich als Spender registrieren lassen. Dennoch ist noch nicht hundertprozentig klar, ob auch für die junge Bahar ein rettender Spender dabei ist.

Jetzt gibt ihre Tante Yildiz Ü. Auskunft: „Es ist ein ständiges Auf und Ab seit der Diagnose.“ Bahar ist natürlich auch oft niedergeschlagen. Jede Chemotherapie ist sehr anstrengend und mit einem längeren Klinikaufenthalt verbunden. Immer kreisen ihre Gedanken darum, dass sie sterben könnte.“

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Ein Spender wird weiter gesucht

Bahar hat ihre letzte Chemotherapie gut überstanden. Seit dem 28. Januar ist sie nun zu Hause bei ihrer Mutter, die sie liebevoll umsorgt. Eine Erkältung hat sie noch nicht bekommen – zum Glück. 

Gute Nachrichten für Bahar

Bahars Tante hat gute Nachrichten: „Das ist ganz wichtig, dass sie sich jetzt keinen Infekt holt. Bei Bahar sieht es im Moment aber gut aus!“

Die Internationale Suchlauf nach einem Knochenmarksspender läuft noch. Bahar ist bereit – im März weiß die Familie mehr.

Trotz erneutem Rückschlag: Hoffnung auf Heilung bei der kleinen Mira (2) so groß wie nie! 

Update vom 1. Februar 2019: Viele Wochen hat die kleine Mira (2) schon im Uniklinikum verbracht. Mitte Januar dann die gute Neuigkeit: Sie darf endlich nach Hause! Endlich kann sie das essen, was sie will. Denn das Krankenhausessen mag sie nicht besonders. Doch das Glück hält nur 9 Tage an – dann bekommt sie Fieber. Wieder im Krankenhaus wird dann klar: Sie hat einen Virus und muss Antibiotika nehmen. Am 1. Februar startet auch ihre 4. Chemotherapie. 

Die Zweijährige ist dringend auf eine Stamzellen-Spende angewiesen.

Knochenmarktransplantation für Mira im März geplant 

Doch ihre Eltern geben die Hoffnung nicht auf, dass sie bald wieder ganz gesund wird. Zwischen Anfang und Mitte März könnte sie schon eine Knochenmarkspende bekommen! Doch bevor es soweit ist, muss der Spender vier Wochen vor der Spende noch einen Gesundheits-Check machen. Ist er gesund genug, dass er der kleinen Mira auch wirklich Knochenmark spenden kann? 

Die Transplantation soll in einer Klinik in Tübingen stattfinden. Miras Eltern haben sie ausgesucht, weil sie dort bei ihrer Kleinen im Zimmer schlafen können.

Wir drücken Mira die Daumen, dass sie bald ganz gesund wird um sich zu Hause ihr Lieblingsessen schmecken zu lassen! 

Spender für kranke Mira gefunden! 

Update vom 8. Januar 2019: Nach der überwältigenden Teilnahme an der Typisierungsaktion am 2. Dezember 2018 in Ludwigshafen, gibt es im Januar gute Neuigkeiten: Für die kleine Mira werden drei potenzielle Spender gefunden.  

Alle drei seien schon länger bei der DKMS gemeldet. Einer hätte aber aus persönlichen Gründen abgesagt. Ein weiterer lebe im Ausland, der Kontakt werde derzeit hergestellt. Ein dritter lebe jedoch in Deutschland!

Bis Anfang Februar solle geklärt werden, ob alles passt. Bis dahin muss die 2-Jährige auch noch einmal eine Knochenmarkpunktion und eine Chemotherapie über sich ergehen lassen.

Mira sei mittlerweile seit 80 Tagen im Krankenhaus und habe es seitdem nicht verlassen dürfen. Schuld daran seien ihre erhöhten Infektionswerte. Sollten die aber demnächst besser sein, dürfe sie vielleicht Mitte Januar wieder an die frische Luft!

Bahar wartet noch auf einen Spender 

Bei Bahar heißt es derzeit noch warten. Laut ihrer Tante gäbe es noch keinen passenden Spender – allerdings seien die über 3.000 neuen Proben noch nicht fertig ausgewertet. Es besteht also weiterhin Hoffnung.

Die 22-Jährige sei seit drei Wochen zu Hause und habe dort auch die Feiertage verbracht. Am Montag (7. Januar) habe ihre Chemotherapie wieder begonnen, weshalb es ihr nun wieder etwas schlechter gehe.

Überwältigende Anteilnahme: So viele Menschen lassen sich für Mira (2) und Bahar (22) testen 

Update vom 4. Dezember: Für die 22-jährige Bahar und die 2-jährige Mira geht es ums Überleben! Beide haben Leukämie und sind auf eine Stammzellenspende angewiesen – einen geeigneten Spender gibt es bisher jedoch noch nicht. Das Leben der beiden besteht seit der Diagnose aus Krankenhausaufenthalten und Chemotherapie. 

Die DKMS hat am Sonntag (2. Dezember) eine große Typisierungs-Aktion in Ludwigshafen veranstaltet. Mehrere Medien und auch Prominente wie Bülent Ceylan rufen ihre Leser und Fans auf, daran teilzunehmen. In der Mannheimer ‚Breiten Straße‘ sind die Schaufenster mit Plakaten mit dem Typisierungsaufruf tapeziert.

Und das sorgt für eine gewaltige Anteilnahme: Nicht nur wurden etwa 21.000 Euro für die DMKS gespendet, zudem haben sich 3.367 neue Spender im Carl-Bosch Gymnasium typisieren lassen! Auch Herr Werheid von der DKMS zeigt sich erstaunt und erfreut. Jede Aktion, die über 1.000 Spender bringe, sei schon groß und eine „absolute Ausnahme“!

Das sei jedoch unterschiedlich und variiere je nach Person, Alter und Wohnort des Kranken. Ob sich ein passender Spender für Bahar und Mira unter den Freiwilligen befindet, könne wahrscheinlich erst in drei bis vier Wochen gesagt werden. Die neuen Spender könnten aber auch anderen Menschen in Deutschland, die an Leukämie erkrankt sind, eine Hilfe sein.

Mira (2) und Bahar (22) haben Blutkrebs 

Bahar ist 22 Jahre alt, die kleine Mira erst zweieinhalb. Eines gemeinsam haben die junge Frau und das kleine Mädchen: den Blutkrebs, Leukämie. 

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Bekir M., der Vater von Mira erinnert sich noch genau: „Es war erst vor Kurzem, am 22. Oktober. Da haben wir das Ergebnis bekommen“. Das kleine, zarte Mädchen mit den hellbraunen Haaren hat blaue Flecken am Körper. Sie ist ein wenig schwach, doch das kann bei Kleinkindern schon bei einer kleinen Virusinfektion passieren. Nur weil eine Nichte auch an einer Bluterkrankung leidet und vorher ebenfalls blaue Flecken aufweist, gehen die Eltern mit Mira gleich zum Arzt. Die schockierende Diagnose nach dem Bluttest: Leukämie – Blutkrebs!

Die kleine Mira mit ihrem Papa Bekir im Uniklinikum Mannheim 

Mira hat AML (Akute myeloische Leukämie). „Unbehandelt wäre sie nach 3 bis 4 Wochen gestorben“, erzählt der Vater weiter. Am 23. Oktober bekommt das Mädchen ihre erste Chemotherapie, sieben Tage lang. In der Zeit kämpft sie mit den üblichen Nebenwirkungen: Fieber, Erbrechen, ein geschwächtes Immunsystem.

Wir haben natürlich sofort in der Verwandtschaft nach Stammzellenspendern gesucht. Aber bei uns in der Familie führen die sogenannten ‚Amsterdamer Kriterien‘ zum Ausschluss.“ In der Familie gibt es vermehrt Krebs, in mehreren Generationen. Dazu kommt, dass Mira eine besonders aggressive Form von Blutkrebs hat. Die Blutwerte stiegen nach der ersten Chemotherapie wieder stark an, aktuell läuft der 2. Block der Therapie.

Bahar will leben – und selbst helfen

Auch bei Bahar erhält die Schock-Diagnose vor zwei Monaten. Die Telefonistin klagt über grippeähnliche Beschwerden. Aber da will sie doch nicht gleich zum Arzt. Ihre Tante, selbst Ärztin: „Bahar hat auch eine sehr aggressive Form des Blutkrebs, ‚ALL‘ (Akute Lymphatische Leukämie)“ . Ihre Eltern und die beiden Brüder haben sich sofort testen lassen, aber die Ergebnisse stehen noch aus.

„Bahar ist momentan ganz isoliert auf der Station“, nicht mehr als zwei Personen dürften zur gleichen Zeit zu ihr, erzählt die Tante. Als ihre Mutter zeitweise einen Schnupfen bekommt, sieht die junge Frau nur noch das Pflegepersonal. Die 22-Jährige vermisst im Moment besonders ihre beiden Katzen. Sie liest viel über ihre Krankheit und hat sich vorgenommen, später anderen zu helfen, die das gleiche Schicksal erleiden müssen. 

Die 22-jährige Bahar hat Akute Lymphatische Leukämie. 

Am Sonntag registrieren lassen – und Hoffnung spenden!

Für eine Registrierung bei der DKMS gibt es nur wenige Ausschluss-Kriterien: Potentielle Spender dürfen keine chronischen Erkrankungen haben und müssen zwischen 17 und 55 Jahre alt sein. „Gar keine Problem ist zum Beispiel ein Schnupfen, eine gerade aktuelle Antibiotika-Behandlung oder Schwangerschaft“, gibt Demet Kaygusuz von der DKMS Köln Auskunft.

Um Mira und Bahar, aber auch vielen weiteren Leukämiekranken helfen zu können, findet am Sonntag (2. Dezember) eine große Typisierungs-Aktion in Ludwigshafen statt! Von 11 bis 16 Uhr können sich Freiwillige im Carl-Bosch Gymnasium (Jägerstraße 9) registrieren lassen. Das Ganze dauert nur 10 Minuten – zahlreiche freiwillige Helfer sind vor Ort, dass niemand zu lange warten muss!

Je mehr Menschen sich registrieren lassen, desto größer die Hoffnung für Bahar und Mira, die ohne die wichtigen Stammzellen sterben werden. Wenn ein Spender gefunden wird, werden die Beiden im März ihre Stammzellenspende bekommen!

>>> Alle Infos zur Aktion in Ludwigshafen findest Du auch in der Facebook-Veranstaltung! 

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Spendenkonto der DKMS

Sparkasse Rhein-Neckar-Nord
DKMS Spendenkonto
IBAN: DE59 6705 0505 0039 1828 66 Stichwort: Bahar und Mira

kpo

Quelle: Mannheim24

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