Bis 2018

Gemeinsam gegen Staus! CDU mit Verkehrskonzept für MA & LU

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Die Köpfe hinter dem CDU-Verkehrskonzept: Kranz, Löbel, Kartes und Dr. Uebel (von li.).

Mannheim/Ludwigshafen – Stehst Du auch jeden Morgen im nervigen Stau rund um Mannheim und Ludwigshafen? Wenn‘s nach den lokalen CDU-Verantwortlichen geht, soll damit bald Schluss sein:

So gehört es sich für Schwestern(-städte) – gemeinsam an einem Strang ziehen...

Denn das erste Mal überhaupt tun sich die beiden CDU-Kreisverbände sowie die CDU-Fraktionen Mannheim und Ludwigshafen zusammen, basteln unter dem Motto „Zwei Städte – Ein Verkehrsraum“ an einem zukunftsfähigen Verkehrskonzept für die Region.

In einem Pressegespräch am Freitag (18. August) stellen der CDU-Fraktionsvorsitzende Claudius Kranz (42), der CDU-Kreisvorsitzende Nikolas Löbel (31, beide Mannheim) sowie auf Ludwigshafener Seite der Vorsitzende der CDU-Stadtratsfraktion Torbjörn Kartes (38) und OB-Kandidat Dr. Peter Uebel (52) die sogenannte interkommunale Verkehrskommission vor.

Auch der Ludwigshafener Bau- und Verkehrsdezernent Klaus Dillinger (56) und Mannheims Erster Bürgermeister Christian Specht (51) lauschen gespannt dem in mehreren Sitzungen ausgearbeiteten gemeinsamen Verkehrsentwicklungsplan, der bis Ende 2018 vorliegen soll.

Ob doch eine Seilbahn über den Rhein, eine Güterfähre oder automatisierter Verkehr – es wird in alle Richtungen gedacht.

Der Hintergrund ist klar: Außer dem Individualverkehr nehmen vor allem der Güterverkehr und der ÖPNV immer weiter zu! Allein vom BASF-Werk rollen täglich über 300 Lkw zum Mannheimer Handelshafen. Neben Stadtentwicklung und Sicherheit sei die Verkehrspolitik eines der derzeitigen Top-3-Themen erklärt Kartes.

In vielen Bürgergesprächen haben mir die Menschen gesagt, dass sie große Sorgen bezüglich des Individualverkehrs haben. Das beschäftigt sie! Dabei ist es ihnen auch egal, auf welcher Rheinseite der Stau entstanden ist. Da eine dritte Rheinquerung politisch wie ökologisch nicht machbar ist, müssen andere Lösungen her“, pflichtet Dr. Uebel bei.

Auch Löbel weiß, was den Bürgern wichtig ist: „Beide Städte und speziell die Innenstädte müssen bequem erreichbar sein – egal ob mit dem Fahrrad, dem Auto oder mit dem ÖPNV! Da muss etwa geprüft werden, ob die 300 Lkw nicht zu verkehrsschwachen Zeiten oder nachts nach Mannheim fahren können.

Verkehrsdezernent Klaus Dillinger (li.) und Erster Bürgermeister Christian Specht.

Um sämtliche Ziele umzusetzen, dürfe man nicht in Städte- oder Ländergrenzen denken, ergänzt Kranz. Die Bürger sollen sich künftig nicht mehr morgens fragen müssen, ob sie zu spät losgefahren sind und geradewegs in den nächsten Stau geraten. 
Diese Kommission wäre eine tolle Sache und würde als weitere Basis vieles erleichtern! Als Kern der Metropolregion müssen Mannheim und Ludwigshafen der Motor sein, um etwas voranzubringen. Und das nicht nur im Individualverkehr. Der Güterverkehr ist nicht nur ein Mengen-, sondern auch ein Lastenproblem“, weiß Beigeordneter Dillinger.

Dabei soll die Initiative der Union keineswegs ein reines ‚CDU-Ding‘ bleiben! 

Ein solch stimmiges Konzept sollten alle politischen Farben mittragen – es sollte konsensfähig sein“, hofft Kartes auf breite Unterstützung in seinem Stadtrat bzw. dem Gemeinderat auf der anderen Rheinseite.

Der Maßnahmenkatalog

1. Einsetzung einer interkommunalen Verkehrskommission der Städte Ludwigshafen und Mannheim aus Stadträtinnen und Stadträten sowie den für Verkehr und ÖPNV zuständigen Dezernenten.

2. Vergabe eines gemeinsamen Verkehrsentwicklungsplanes mit dem Schwerpunkt der Lösung der innerstädtischen rheinquerenden Verkehre zwischen Mannheim und Ludwigshafen. Dabei sind die Maßnahmen Hochstraße sowie die Idee eines Rückbaus des Fly-overs im Mannheimer Schlosspark sowie die Zufahrtssituation auf die Brücken mit zu berücksichtigen. Dieser neue Generalverkehrsplan soll bis Ende 2018 vorliegen.

3. Prüfung von alternativen Transportkonzepten für den Güterverkehr. Dazu zählen Seilbahn wie Güterfähre zwischen den Industrieunternehmen beidseits des Rheins und den entsprechenden Häfen. Darüber hinaus sollen in Zusammenarbeit mit der hiesigen Wirtschaft automatisierte Verkehre, die insbesondere in Schwachlastverkehrszeiten die geringen Straßenkapazitäten besser ausnutzen und somit zu weniger Staus auf den entsprechenden Brücken führen, geprüft und erprobt werden.

4. Ziel der gemeinsamen regionalen Verkehrspolitik muss auch eine schnellere Beschaffung von neuen Stadtbahnwagen und der Ausbau der rheinüberschreitenden Verkehrsbeziehungen im Rahmen der RNV sein. Um für maximale Sicherheit zu sorgen, soll die Nutzung des ÖPNV-Schienenwegs über die Konrad-Adenauer-Brücke für Rettungsfahrzeuge ermöglicht werden.

5. Wir wollen den Individualverkehr fördern, unterstützen und in Zukunft besser steuern. Die Erreichbarkeit der beiden Innenstädte von Mannheim und Ludwigshafen ist für beide Städte von großer Bedeutung. Deshalb müssen Baumaßnahmen länderübergreifend besser koordiniert werden. Dazu zählen in Zukunft auch intelligente Verkehrs- und Parkleitsysteme. Der Individualverkehr wird in Zukunft vielfältiger werden. Ziel muss es daher sein, Mobilität zu Fuß, mit dem Fahrrad oder dem Auto zu ermöglichen und zu fördern. Daher soll beispielsweise der Radschnellweg von Heidelberg über Mannheim bis nach Ludwigshafen und weiter nach Limburgerhof zusammenhängend geplant und gebaut werden.

6. Beantragung eines Modellprojektes beim Bund mit dem Ziel, für Mannheim und Ludwigshafen ein gemeinsames intelligentes Verkehrsmanagement zu schaffen. Dabei sollen länderübergreifend die grenzüberschreitenden Stadtverkehre intelligent gesteuert und gemeinsam gedacht werden.

Diese Kommission ist ein politisches Novum. Möglicherweise mit dem neuen Oberbürgermeister und zwei Bundestagsabgeordneten an der Spitze lässt sich viel bewegen. Man muss etwa auch überlegen, wie wir die benötigten 3 00 neuen Stadtbahnwagen für die Region sowie moderne, schnelle und energieeffiziente Bahnen anschaffen“, so rnv-Aufsichtsrat Specht.

Spannend: Da Löbel und Kartes am 24. September beide für den Deutschen Bundestag kandidieren, könnten sie sich im Falle ihrer Wahl in Berlin für das ambitionierte Vorhaben stark machen und es am Ende bis zum Modellversuch des Bundes pushen...

pek

Quelle: Mannheim24

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