Mehrere Kinder erkrankt

Lungenentzündung in Mannheim – Gesundheitsamt weitet Warnung auf weitere Schulen aus!

+
Mehrere Fälle von Lungenentzündung an Grundschule in Mannheim (Symbolfoto)

Feudenheim - Mehrere Schulkinder einer Grundschule erkranken an einer Lungenentzündung. Jetzt hat das Gesundheitsamt seine Warnung auf weitere Schulen ausgeweitet:

  • Infektionswelle an Grundschule in Mannheim?
  • Mehrere Schüler in Feudenheim an Lungenentzündung erkrankt.
  • Gesundheitsamt weitet Warnung auf weitere Schulen aus.
  • Eltern sollen kranke Kinder NICHT in die Schule schicken.

Update vom 15. November: Nachdem in den Herbstferien mehrere Schüler der Brüder-Grimm-Schule in Mannheim an Lungenentzündung erkrankt sind, weitet das Gesundheitsamt seine Warnung jetzt auf weitere Schulen aus! An der Brüder-Grimm-Schule sind acht weitere Kinder an der Lungenentzündung erkrankt, auch an der Bertha-Hirsch-Schule gibt es einen Krankheitsfall. Bei zehn Kindern wurden Mykoplasmen als Erreger nachgewiesen. Auch an der Wallstadt-Schule könnte es zu Fällen von Lungenentzündung kommen. Der Grund: Ein Teil der Schüler verbrachte die Herbstferien in einer gemeinsamen Hortbetreuung. Die Ansteckungszeit bei Mykoplasmen kann bis zu vier Wochen betragen – weitere Kinder können sich noch anstecken!

Mannheim: Eltern sollen weitere Ausbreitung von Lungenentzündung an Schulen verhindern helfen

Normalerweise gibt es bei Lungenentzündung keine Meldepflicht gegenüber dem Gesundheitsamt, insbesondere da die Krankheit in den kalten Monaten häufiger auftritt als im Sommer. Um die Infektionskette zu durchbrechen und weitere Ansteckungen zu vermeiden, appelliert das Gesundheitsamt an Eltern der drei Schulen (Brüder-Grimm-, Bertha-Hirsch- und Wallstadt-Schule), ihre Kinder bei Krankheitsanzeichen (z.B. starker Husten oder Fieber) NICHT in die Schule und eine Nachmittagsbetreuung zu schicken

Mykoplasmen zählen zu den häufigsten Erregern von bakteriellen Lungenentzündungen bei Kindern. Sie können auch Atemwegsinfektionen wie Rachenentzündungen oder Bronchitis verursachen. Die Symptome der durch Mykoplasmen verursachten sogenannten „atypischen Pneumonie“ sind in der Regel leichter ausgeprägt als bei den klassischen bakteriellen Lungenentzündungen. Sie ist häufig begleitet von meist trockenem Reizhusten, Kopfschmerzen sowie Halsschmerzen mit oder ohne Fieber. In schwereren Fällen kann es auch zu Atemnot kommen. Spätestens dann sollte ein Arzt aufgesucht werden. Nicht selten braucht es nach der akuten Infektion einige Zeit, bis sich die Kinder von der Krankheit erholen. Eine durch Mykoplasmen verursachte Lungenentzündung kann grundsätzlich in allen Altersgruppen auftreten, ist aber häufiger bei Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Die Übertragung kann vor allem beim Husten durch Tröpfchen über die Luft, aber auch durch Schmierinfektion erfolgen. Die Therapie der durch Mykoplasmen verursachten Lungenentzündung erfolgt in der Regel mit speziellen Antibiotika.

Oft gelesen: 200 Kinder nach Schul-Essen krank! Gesundheitsamt untersucht mysteriösen Fall

Mannheim: Lungenentzündung breitet sich an Schule aus – Stadt appelliert an Eltern!

Update vom 12. November: Nachdem es vor und in den Herbstferien an der Brüder-Grimm-Schule in Mannheim zu mehreren Fällen von Lungenentzündung gekommen ist, die nach Angaben der Stadt durch sogenannte Mykoplasmen hervorgerufen wurden, haben Gesundheitsamt und Stadt einen wichtigen Appell an die Eltern: Sollte bei einem Kind eine Lungenentzündung festgestellt werden, sollte das unbedingt der Schule mitgeteilt werden. Denn auch wenn es seit Bekanntwerden der Infektionswelle keinen weiteren Fall gab, könnten innerhalb der nächsten vier Wochen noch Erkrankungen auftreten. So lange beträgt die Ansteckungsfähigkeit von Mykoplasmen. 

Weiter teilt die Stadt Mannheim mit, dass die Schulen aktuell dazu angehalten sind, bei Krankmeldungen von Kindern nachzufragen, ob sie an einer Lungenentzündung leiden. Eltern sollten ihre kranken Kinder nicht in die Schule und eine Nachmittagsbetreuung schicken. Es könnte auch passieren, dass die Schule – auf Empfehlung des Gesundheitsamtes, stark hustende Kinder zum Schutz ihrer gesunden Mitschüler aus den Klassen herausnimmt und bis zur Abholung durch ihre Eltern in gesonderten Räumen betreut. 

Mannheim: Lungenentzündung breitet sich an Schule aus

Erstmeldung vom 8. November: Die Brüder-Grimm-Schule in Feudenheim wird in den letzten Tagen von einem bakteriellem Erreger heimgesucht. In der Grundschule soll es in einer Schulklasse „vermehrt Fälle von Lungenentzündungen“ gegeben haben, so die Stadt Mannheim. Die Schulleitung und das Gesundheitsamt sind momentan dabei die Ursachen zu klären – außerdem implementieren sie erforderliche Infektionsmaßnahmen vor Ort.

Die Schulleitung der Brüder-Grimm-Schule geht davon aus, dass ein bakterieller Erreger die Lungenentzündungen bei den Kindern auslöst. Fachleute des Gesundheitsamts denken nicht, dass die Infektionswelle auf andere Schulklassen übergeschwappt ist und dass andere Schulkinder kein erhöhtes Infektionsrisiko tragen. Daher wird in der restlichen Brüder-Grimm-Schule der Unterricht wie gewohnt fortgesetzt.

Mannheim: Mehrere Fälle von Lungenentzündung an Grundschule

Trotzdem warnt die Stadt Mannheim, dass Eltern von Kindern, die die Brüder-Grimm-Schule in Feudenheim besuchen, wachsam sein sollen. Auch die Schulleitung der Brüder-Grimm-Schule in Feudenheim meldet sich zu Wort und wendet sich an die Eltern: „Sollte Ihr Kind an einer Lungenentzündung erkranken, bitten wir Sie, uns dies mitzuteilen. Unsere Lehrer und das Sekretariat sind die nächste Zeit dazu angehalten, bei Krankmeldungen von Kindern immer zu fragen, ob es sich um eine Lungenentzündung handelt.

Mannheim: Infektionswelle an Grundschule in Feudenheim – Gesundheitsamt warnt

Für die Grundschule in Feudenheim und das Gesundheitsamt ist es wichtig zu wissen, wie viele Kinder an einer Lungenentzündung erkranken, damit die Situation nicht aus dem Ruder läuft, wie an einer Schule in Bad-Schönborn im August – hier erkrankten über 100 Schüler an Tuberkulose.

Um Infektionen vorzubeugen, empfiehlt das Gesundheitsamt besondere Schutzmaßnahmen: stets in die Ellenbeuge husten und niesen, Hände regelmäßig und gründlich waschen und geschlossene Räume regelmäßig lüften.

pm/mw

Quelle: Mannheim24

Das könnte Dich auch interessieren

Kommentare