17 von 18 bei Alter gelogen

Angeblich minderjährige Problem-Flüchtlinge: Das sagt die Stadt Mannheim

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(Symbolbild)

Mannheim - Nachdem herausgekommen ist, dass einige der vermeintlich minderjährigen Flüchtlinge deutlich älter sind, als sie vorgeben, zieht die Stadt eine Bilanz:

17 angeblich jugendliche Flüchtlinge haben bei der Angabe ihres Alters gelogen. Lediglich einer der bisher 18 überprüften Männer hat nach ersten Erkenntnissen die Wahrheit gesagt.

Die Stadt Mannheim sagt auf Anfrage, dass das konsequente und restriktive Handeln gegenüber einer kleinen Gruppe krimineller Jugendlicher Wirkung gezeigt habe. Seit dem 24. März seien keine Diebstähle aus Fahrradkörben mehr zur Anzeige gebracht worden. Die ‚Problem-Jugendlichen‘ haben unter anderem ein Aufenthaltsverbot in der Mannheimer Innenstadt erhalten. Einige wurden vorläufig im Benjamin-Franklin-Village untergebracht.

Dieses vereinbarte konsequente Vorgehen werde seit Ende Januar in enger Zusammenarbeit zwischen dem Mannheimer Jugendamt, dem Fachbereich Sicherheit und Ordnung, der Polizei, der Staatsanwaltschaft sowie den für die UMA zuständigen Jugendämtern mit einem hohen personellen und zeitlichen Ressourceneinsatz umgesetzt, so die Stadt weiter.

Klarheit im Hinblick auf Strafmündigkeit

„Wir freuen uns, dass die Personenfeststellungsverfahren nun durchgeführt werden konnten und die Ergebnisse vorliegen. Dies bringt uns auch Klarheit in Hinblick auf die Strafmündigkeit“, erläutert Ulrike Freudenlieb, Bürgermeisterin für Bildung, Jugend, Gesundheit und Sport.

„Denn wenn die ‚Jugendlichen‘ volljährig sind, können sie nach Erwachsenenstrafrecht behandelt werden“, so Freudenlieb weiter. Außerdem sei das Jugendamt dann nicht mehr für sie zuständig.

Allerdings sind Personenfeststellungsverfahren nur möglich, wenn eine Person auch straffällig geworden ist! Das sind komplexe Verfahren, bei denen Fingerabdrücke an die Heimatländer übermittelt und dort abgeglichen werden. Denn weder durch die qualifizierte Inaugenscheinnahme, noch durch eine medizinische Altersfeststellung kann das exakte Alter eines Menschen ermittelt werden! 

Auch die medizinische Altersfeststellung habe in den Fällen, in denen sie durchgeführt worden ist, bei weitem nicht die entsprechende Klarheit wie sie jetzt über die derzeit funktionierende Kooperation mit den Heimatländern erzielt wird, erbracht, so Freudenlieb. Die bisherigen Verfahren zur Altersfeststellung werfen Fragen auf, die jetzt zu diskutieren seien.

Hintergrund

Im Dezember wendet sich OB Kurz in einem Brief an Innenminister Strobl und bitten das Land um Hilfe. Denn sogenannte unbegleitete, minderjährige Flüchtlinge (UMA) halten die Mannheimer Polizei mit ihrer kriminellen Energie auf Trab.

jab

Quelle: Mannheim24

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