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Corona-Impfung: Nach BASF & Co. – auch Mannheimer Energie-Riese MVV impft Beschäftigte

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Von: Peter Kiefer

Mannheim - Immer mehr Firmen wie BASF, SAP oder Heideldruck preschen mit eigenen Impfzentren für ihre Mitarbeiter voran. Jetzt zieht die MVV im Kampf gegen Corona nach:

Update vom 21. Mai, 15:23 Uhr: Die Impfkampagne bei Energie-Riese MVV hat begonnen! Seit 17. Mai haben zunächst die Mitarbeiter*innen in nicht Homeoffice-fähigen kritischen Funktionen ihre Erstimpfung erhalten. Anschließend werden nun im vollen Impfbetrieb bis zu 60 MVV-Beschäftigte täglich am Standort Mannheim geimpft. Bis Ende Juli sollen alle Erst- und Zweitimpfungen abgeschlossen sein. Zum Auftakt des Modellprojekts „Impfen durch Betriebsärzte“ war am heutigen Freitag der baden-württembergische Sozialminister Manfred Lucha (Grüne) da.

Mit den Modellprojekten bereiten wir den Einstig der Betriebsärztinnen und -ärzte in die baden-württembergische Impfkampagne vor. Diese sind neben den Impfzentren und den niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten die dritte tragende Säule. Wir sammeln dadurch wichtige Erfahrungen aus verschiedenen Branchen und Unternehmen und können so offene Fragen zum Impfen in Betrieben bereits im Vorfeld klären“, so der Minister.

Unter den Augen des baden-württembergischen Sozialministers Manfred Lucha, MdL, (stehend Mitte), dem Ersten Bürgermeister der Stadt Mannheim, Christian Specht (2.v.r.), IHK-Präsident Manfred Schnabel (r.) sowie MVV-Vorstandschef Dr. Georg Müller und MVV-Personalvorständin Verena Amann erhält MVV-Mitarbeiterin Jennifer Mazur ihre Erstimpfung durch Betriebsarzt Dr. Claus Hölzel.
Unter den Augen des baden-württembergischen Sozialministers Manfred Lucha, MdL, (stehend Mitte), dem Ersten Bürgermeister der Stadt Mannheim, Christian Specht (2.v.r.), IHK-Präsident Manfred Schnabel (r.) sowie MVV-Vorstandschef Dr. Georg Müller und MVV-Personalvorständin Verena Amann erhält MVV-Mitarbeiterin Jennifer Mazur ihre Erstimpfung durch Betriebsarzt Dr. Claus Hölzel. © MVV

Insgesamt stehen MVV im Rahmen des Modellprojektes jeweils 1.200 Impfstoffdosen des Vakzins Moderna für die Erst- und Zweitimpfung der Mitarbeiter*innen am Standort Mannheim zur Verfügung.

Corona-Impfung: Modellprojekt des Landes – Energie-Riese MVV impft Beschäftigte in Mannheim

Update vom 17. Mai, 14:02 Uhr: Ende April hat das baden-württembergische Sozialministerium eines von landesweit zwölf Modellprojekten für Corona-Impfungen in Betrieben an das Mannheimer Energieunternehmen MVV vergeben. Nachdem nun in dieser Woche die ersten Impfstoff-Dosen zur Verfügung stehen, kann das Modellprojekt nun auch in der Praxis starten. Heißt: Der betriebsärztliche Dienst von MVV wird dabei insgesamt 1.200 Mitarbeiter*innen des Unternehmens am Standort Mannheim gegen Corona impfen.

Gewappnet für den Ausnahmezustand: THW und MVV simulieren Hochwasser-Notfall an MVV-Tiefgarage in Neckarvorlandstraße.
Auch bei MVV in Mannheim werden Beschäftige freiwillig geimpft. (Symbolfoto) © MANNHEIM24/PR-Video/Priebe

Zum offiziellen Startschuss haben der alte und neue Gesundheitsminister Manfred Lucha (Grüne) sowie MVV-Chef Georg Müller und Vorstandsmitglied Verena Amann ihr Kommen angekündigt.

Nach BASF und Heideldruck – Auch SAP und Roche planen eigenes Impfzentrum für Mitarbeiter

Update vom 15. April, 6:54 Uhr: Nach BASF, SAP, Heidelberger Druckmaschinen und Freudenberg denkt man auch bei Pharma-Riese Roche in Mannheim über ein bzw. mehrere werksinterne Impfzentren nach. „Wir freuen uns, dass die BASF im Rahmen dieses Modellprojekts mit dem eigenen Impfzentrum jetzt dazu beitragen kann, mehr Menschen gegen Corona zu impfen. Auch wir wären jederzeit in der Lage, mit Impfungen unserer Mitarbeitenden an allen großen Standorten in Deutschland zu beginnen“, erklärt eine Roche-Sprecherin auf Anfrage von HEIDELBERG24.

Da in Deutschland derzeit Schutzimpfungen gegen das Coronavirus zentral über die Impfzentren der Länder vergeben werden, habe jeder Mitarbeitende die Möglichkeit, sich entsprechend der aktuell geltenden Eingruppierung der Corona-Impfverordnung anzumelden. Dennoch könne Roche schnell reagieren: „Sollte sich etwas an den Bundesvorgaben ändern, sind wir jetzt schon sehr gut vorbereitet und können unseren Mitarbeitenden eine Impfung - sofern uns Impfstoff zur Verfügung steht - sofort anbieten. Mit den zuständigen Behörden stehen wir dazu bereits in Kontakt“, so die Konzern-Sprecherin.

Metropolregion Rhein-Neckar: Eigene Impfzentren – diese Firmen schützen ihre Mitarbeiter

Erstmeldung vom 14. April: Der weltgrößte Chemiekonzern prescht vor: Seit dem heutigen Mittwoch (14. April) werden in der BASF im eigens dafür eingerichteten Impfzentrum im Stammwerk Ludwigshafen (Nähe Tor 11) die ersten Mitarbeiter*innen gegen Corona geimpft. Die BASF ist damit bundesweit führend. Die Landesregierung Rheinland-Pfalz hat das BASF-Impfzentrum als offizielles Corona-Impfzentrum im Rahmen des Modellprojektes „Betriebsarztimpfungen“ akkreditiert und dem Chemie-Riesen wöchentliche Lieferungen von Impfstoff zugesichert. Die ersten 300 Impfungen zum Auftakt am Mittwoch erfolgten mit dem Vakzin von BioNTech. Zunächst werden in der umfunktionierten Multifunktionshalle Menschen geimpft, die etwa aufgrund einer schweren Vorerkrankung der Impfgruppe 2 angehören.

RegionMetropolregion Rhein-Neckar
VerwaltungssitzMannheim
BundesländerBaden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Hessen
Fläche5.637,78 km²
Einwohnerzahl2.403.537

Ich bin stolz, dass wir nun helfen können, die Impfgeschwindigkeit zu erhöhen, das Gesundheitssystem zu entlasten und so einen weiteren Beitrag in der Pandemiebekämpfung zu leisten. Dabei steht fest: Die Regeln für dieses Projekt setzen Bund und Länder. Das gilt für die Impfreihenfolge genauso wie für die Auswahl des Impfstoffs“, so Michael Heinz, Mitglied der Vorstands BASF SE und Standortleiter Ludwigshafen.

Metropolregion Rhein-Neckar: Land steuert Impfstoffverteilung und Impfreihenfolge in BASF-Impfzentrum

Das Impfzentrum der BASF unterliegt den gesetzlichen Bestimmungen, die für alle Impfzentren in Deutschland gelten. Die Verteilung des Impfstoffs erfolgt zentral über das Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie des Landes Rheinland-Pfalz. Auch bei der Impfreihenfolge muss BASF die Vorgaben des Landes einhalten. Die ersten Impfdosen sind am Montag bei BASF in Ludwigshafen eingetroffen. Impftermine können bereits seit Ende letzter Woche über ein betriebsinternes Registrierungstool online beantragt werden.

Blick in das am 14. April 2021 eröffnete BASF-Impfzentrum im Stammwerk Ludwigshafen.
Blick in das am 14. April 2021 eröffnete BASF-Impfzentrum im Stammwerk Ludwigshafen. © BASF

Wir freuen uns, dass BASF Teil des Modellprojektes „Betriebsarztimpfungen“ in Rheinland-Pfalz ist und als erstes Unternehmen mit betrieblichen Corona-Impfungen beginnt“, sagte Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler (46, SPD). „Unser Ziel ist es, möglichst schnell möglichst viele Menschen zu impfen – dazu ist der Einbezug der Betriebsärztinnen und -ärzte künftig ein weiterer Schritt und eine gute Ergänzung der Impfstruktur.“

Metropolregion Rhein-Neckar: Warten auf Impfstoff – Heidelberger Druckmaschinen sind bereit

Als eines der ersten Unternehmen überhaupt in ganz Baden-Württemberg hat die Heidelberger Druckmaschinen AG Ende März in Wiesloch ein eigenes Impfzentrum auf dem Werksgelände. Theoretisch könne man sofort loslegen, es fehlt jedoch noch am nötigen Impfstoff, der von der Landesregierung zugeteilt wird, sowie die behördliche Zulassung. Das Okay vom örtlichen Ordnungsamt liegt bereits vor. „Sobald der Impfstoff verfügbar, können wir starten“, so Konzernsprecher Thomas Fichtl am Mittwoch auf HEIDELBERG24-Nachfrage. Man rechne damit jedoch frühestens bis Ende April oder gar Anfang Mai.

Startbereit: Rainer Hundsdörfer (li.) und Wieslochs OB Dirk Elkemann im von Heidelberger Druckmaschinen eingerichteten betrieblichen Impfzentrum am Standort Wiesloch/Walldorf.
Startbereit: Rainer Hundsdörfer (li.) und Wieslochs OB Dirk Elkemann im von Heidelberger Druckmaschinen eingerichteten betrieblichen Impfzentrum am Standort Wiesloch/Walldorf. © Heidelberger Druckmaschinen

Wenn wir die Erlaubnis bekommen, können wir einen Tag später starten“, so Heideldruck-Vorstandsvorsitzender Rainer Hundsdörfer gegenüber der Heilbronner Stimme. In einer Acht-Stunden-Schicht seien dann durch die beiden Betriebsärzte 160 bis 200 Impfungen dann pro Tag möglich. Rein rechnerisch wäre die komplette Belegschaft (5.000 Mitarbeiter) binnen eines Monats geimpft. Darum überlegt man im Konzern, das Impfzentrum nach zwei bis drei Wochen auch die Angehörigen der Mitarbeiter zu öffnen.

Metropolregion Rhein-Neckar: Software-Riese SAP will seine 100.000 Beschäftigten schützen

Auch der Walldorfer Softwarekonzern SAP will seinen weltweit über 100.000 SAP-Beschäftigten sowie deren Angehörigen möglichst schnell freiwillige Corona-Impfungen anbieten. „SAP beabsichtigt – unter Beachtung der lokalen Bestimmungen sowie der medizinischen, ethischen und rechtlichen Grundsätze für die Priorisierung von Impfstoffen – SAP-Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und ihre Angehörigen auf freiwilliger Basis Impfungen anzubieten“, so ein SAP-Sprecher gegenüber HEIDELBERG24. 

In Deutschland steht derzeit noch nicht verbindlich fest, ob, wann und in welchem Umfang Unternehmen Teil der nationalen Impfstrategie gegen COVID-19 sein werden. Sobald die gesetzlichen Rahmenbedingungen eine Impfung gegen COVID-19 durch Betriebsärzte erlauben, möchten wir schnellstmöglich eine Impfkampagne anbieten“, heißt es in dem Statement. Und weiter: „Wir gehen davon aus, dass wir keinen Einfluss darauf haben werden, welcher Impfstoff den Unternehmen zugeteilt wird. Weder von behördlicher, noch von SAP-Seite ist derzeit eine Impfpflicht für SAP-Mitarbeiter in Deutschland vorgesehen.

Auch bei SAP sollen die Mitarbeiter die Möglichkeit zu freiwilligen Corona-Impfungen kriegen. (Archivfoto)
Auch bei SAP in Walldorf sollen die Mitarbeiter die Möglichkeit zu freiwilligen Corona-Impfungen kriegen. (Archivfoto) © HEIDELBERG24/Robin Eichelsheimer

Wie in anderen Firmen auch, sollen unter Federführung der Betriebsärzte die wöchentlich bis zu 6.000 Impfungen an den SAP-Standorten durchgeführt werden, wie der Mannheimer Morgen berichtet. Voraussetzung hierfür ist, dass genügend Impfstoffen vorhanden ist. Derzeit arbeiten rund 95 Prozent der 21.000 SAP-Beschäftigten in Deutschland in Homeoffice – und das noch mindestens bis Ende 2021. Der Software-Riese rechne damit, zeitnah für seine Impfzentren die nötigen behördlichen Genehmigungen zu erhalten.

Metropolregion Rhein-Neckar: Auch Vileda-Produzent Freudenberg plant eigenes Impfzentrum

In Weinheim plant Freudenberg laut Angaben eines Sprechers des Rhein-Neckar-Kreises ebenfalls die Eröffnung eines firmeneigenen Impfzentrums, in dem Betriebsärzte mit Unterstützung von geschultem Personal die Impfungen durchführen. Der Vileda-Hersteller beschäftigt weltweit über 47.000 Menschen. Das zuständige Gesundheitsamt ist jedoch nur involviert, wenn die Unternehmen Fragen in puncto Hygienekonzept haben. Alles andere läuft über das Sozialministerium. (pek)

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